Archive for the ‘Tierschutz’ Category

Hund zu dick!

Mittwoch, September 22nd, 2010

Im Jahr 2007 wurden in Großbritannien zwei Brüder vom Gericht wegen Tierquälerei verurteilt, weil ihr 9 jähriger Labrador mit 74 Kilo viel zu dick war. Die beiden Brüder behaupteten, sie hätten ihren Hund ganz normal ernährt. Der Hund lebte vorrübergehend bei einem Mitarbeiter der Tierschutzorganisation RSPCA und hatte dort über 20 Kilo abgenommen.Nach dem Urteil wurde ihnen Rusty unter Auflagen zurück gegeben.

Trotz regelmäßiger Tierarztaufforderungen ließen die beiden Halter es zu, dass ihr Hund kaum mehr laufen oder sich gar erheben konnte. Obwohl die Geschichte schon drei Jahre alt ist, halte ich sie für wichtig. Ich finde das Urteil sehr interessant und hoffentlich auch richtungsweisend im Sinne des Tierschutzes. Auch wenn Hunde und Katzen nach wie vor in Deutschland rechtlich gesehen eine “Sache” sind, sollte es dennoch möglich sein, im Falle von Tierquälerei einschreiten zu können!

Weitere Informationen zu Rusty:

Spiegel online

Webheimat

 

Kastration?

Montag, September 13th, 2010

Kastration ist für Tierfreunde ein wichtiges Thema, mit dem sich jeder gründlich auseinander setzen sollte. Die Kastration von Mensch und Tier an sich hat eine lange Geschichte, wer sich einlesen mag findet bei Wikipedia so einiges:

Wikipedia über die Geschichte der Kastration

In der heutigen Zeit und in Bezug auf Katzen gibt es mehrere wichtige Gründe, warum sich der Mensch für eine Kastration entscheiden sollte, doch erst will ich genauer erläutern, was Kastration bedeutet.

Was ist eine Kastration?

Unter einer Kastration wird die vollständige operative Entfernung der Drüsen verstanden, die die Sexualhormone produzieren. Beim Kater sind das die Hoden, bei der Katze die Eierstöcke. Manche Tierärzte entfernen bei Katzen zusätzlich noch die Gebärmutter. (weiterlesen…)

Kittenflut im Tierschutz

Mittwoch, Juli 7th, 2010

5blogKatzenbabys wohin man schaut: Gleich 12 Kitten wuseln durch das kleine Zimmer, erklimmen Kratzbäume und die Beine ihrer menschlichen Besucher. Eigentlich ein Bild, das Katzenfreunden das Herz aufgehen lassen sollte. Doch all diese Kätzchen stammen aus unerwünschten Würfen, wurden abgegeben, ausgesetzt, weggeworfen. In der Pflegestelle des Tierschutzvereins Katzenfreiheit in Bergisch Gladbach bekommen sie die Chance, neue Familien zu finden. Nicht immer ist das leicht, denn es gibt einfach zu viele ungewollte Katzen. Schon jetzt wissen viele Tierschutzvereine nicht mehr, wohin mit der Kittenflut. Dabei hat die Saison gerade erst begonnen und die Sommerferien – traditionell eine schlechte Zeit für den Tierschutz – stehen vor der Tür.
Das Hauptproblem: Noch immer lassen zu viele Menschen ihre Katzen unkastriert in den Freigang. Sei es aus Unwissenheit, aus Geldmangel, aus Faulheit oder weil ein Wurf Katzenkinder so niedlich ist – bis er anfängt, herumzutoben und die Wohnung auseinander zu nehmen. Dazu kommen die Würfe zu spät kastrierter Wohnungstiere und die Nachkommen von Bauernhof- und verwilderten Katzen, die oft in erbärmlichem Zustand draußen aufgegriffen werden.

13blogDie einzige Waffe gegen dieses Tierleid ist rechtzeitige Kastration. Vorher sollte keine Katze und kein Kater Freigang bekommen. Das schützt nicht nur vor ungewolltem Nachwuchs, sondern kann auch helfen, die Ansteckung mit Infektionen wie FIV zu verhindern und vor allem Kater vom Streunen abzuhalten. Und auch für Wohnungskatzen gilt: Kastration ist das A und O. Denn gerade, wenn Kater und Katzen zusammen aufwachsen, kommt es immer wieder zu Unfallwürfen. Auch dann, wenn es sich um Geschwister handelt, denn Katzen kennen kein Tabu und wählen im Zweifel den Partner, der ihnen zur Verfügung steht. Mit der Operation verhindern Sie außerdem, dass der Kater in der Wohnung markiert und senken bei der Katze das Risiko von Krebs und Gebärmutterentzündungen. Zwei weitere Gründe also, seine Samtpfote rechtzeitig zum Tierarzt zu bringen.
Zum richtigen Zeitpunkt für die Kastration gibt es verschiedene Ansichten. Viele Tierschützer und auch einige Züchter geben ihre Katzenkinder nur noch frühkastriert ab. Nach heutigen Erkenntnissen ist eine Kastration im Alter von drei bis vier Monaten kein Problem. Oft wird aber auch erst zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat der Katze kastriert. Gerade, wer gegengeschlechtliche Pärchen hält, sollte aber bedenken, dass eine Katze durchaus mit fünf Monaten schon rollig werden kann – und dass ein Kater das normalerweise viel schneller bemerkt als wir Menschen. Gerade in diesem Fall ist deshalb eine frühere Kastration sinnvoll. Fett und faul werden Katzen nach dem Eingriff übrigens nicht. Allerdings sinkt der Energiebedarf und Halter sollten deshalb auf eine angepasste Ernährung und viel Bewegung für ihr Tier achten.

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Wer seine Katze rechtzeitig – und zwar vor der ersten Rolligkeit und ohne, dass sie einmal Mutter wurde – kastrieren lässt, verzichtet damit natürlich auf eigene Katzenkinder. Die Möglichkeit, einen Wurf Kätzchen großzuziehen gibt es aber trotzdem: zum Beispiel als Pflegestelle für einen Tierschutzverein, denn die werden händeringend gesucht. Schließlich gibt es gerade jetzt heimatlose Katzenkinder, wohin man schaut.

Vorstellung: Tierschutzverein Herdecke/Wetter

Sonntag, Juli 4th, 2010

Der Tierschutzverein Herdecke/Wetter, Menschen helfen Tieren e.V. wurde 1986 gegründet. Nachdem er einige Zeit aufgrund fehlender aktiver Mitglieder wenig aktiv war, kamen in den letzten Jahren neue Mitglieder dazu, die sich besonders um Katzen kümmern.
Wir führen Fang- und Kastrationaktionen durch, ziehen Katzenkinder auf und vermitteln Katzen an liebevolle Familien.

Da wir immer noch ein sehr kleiner Verein sind, sind wir immer auf der Suche nach aktiven Mitgliedern. Wir sind offen, für neue Ideen und würden mit Hilfe neuer Mitglieder auch gerne weitere Aktivitäten in Angriff nehmen! Kontakt unter:

Tel.: 02335 / 84 64 93 oder Email: info@tierschutzverein-herdecke-wetter.de

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Pressemitteilung: Die Graue Tiertafel

Freitag, Juli 2nd, 2010

Die Graue Tiertafel – ein Projekt der Tiertafel Deutschland e.V.

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Rathenow, 01.07.2010 – Neue Chancen für  Partnerschaften zwischen Senioren und „Grauen Schnauzen“

904384_69668071„Niemand soll allein bleiben, nur weil er alt ist.”Unter diesem Motto hat die Tiertafel Deutschland und der Futtermittelhersteller Animonda das Projekt Graue Tiertafel ins Leben gerufen. Ziel ist es, ältere Menschen und ältere Tiere zusammenzubringen und somit neue Partnerschaften für einen gemeinsamen Lebensabend zu schaffen. “Ältere Menschen haben so gut wie keine Chance, ein Tier aus dem Tierheim oder vom Züchter zu bekommen, das zu ihnen passt. Geht der Mensch zuerst, bleibt die Sorge um den Verbleib des geliebten Tieres”, so  Claudia Hollm, Vorstand der Tiertafel und Initiatorin des Projektes. “Mit der Grauen Tiertafel ist ein völlig neues Konzept entstanden, dass der Entwicklung in unserer Gesellschaft mehr als gerecht wird.” Mit dieser wundervollen Einführung von TASSO-Chef Philip McCreight startete das neue Projekt.

403172_R_K_B_by_Elke_pixelio.deEine Idee, die nicht neu ist, aber nicht desto weniger sehr wichtig ist. Hierbei geht es nicht einfach um das Zusammenbringen von zwei suchenden Parteien, sondern auch um Vorkontrollen, Nachkontrollen und weiterführende Besuche. Es wäre ein schlechtes Konzept, wenn man die älteren Menschen mit ihren neuen Freunden alleine lässt. Aktives Begleiten, Ängste nehmen und die letzten Jahre für beide Seiten schöner machen steht an erster Stelle. Im Laufe der letzten vier Jahre konnten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tiertafel Deutschland e.V. viel Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln und hier zeigte sich auch, wie viel die Haustiere den älteren Menschen bedeuten.

Die Tiere werden vor Übergabe gründlich untersucht, damit die neuen Frauchen und Herrchen kein Überraschungspaket bekommen. Auch ein gut sortiertes Seniorfutterpaket, gespendet von der Firma animonda, wird bei der Adoption übergeben.

Auch für den Notfall werden wir bereitstehen. Beim Tod des Menschen, kommt das Tier automatisch wieder in die Verantwortung der Tiertafel Deutschland e. V. – Graue Tiertafel – zurück und es wird ein neues Zuhause gesucht. Beim Tod des Tieres erhält der Tierhalter, sofern er es wünscht, Hilfe bei der Bestattung und eventuell Sorge für eine Urne.

Fairness und Transparenz wurde von Anfang an in der Tiertafel Deutschland e.V. großgeschrieben und so wird es auch bei diesem Projekt beibehalten.

Ehrenamtliche in ganz Deutschland können helfen und mit diesem Projekt, sowohl den Tierschutz als auch aktive ältere Menschen unterstützen. „Wir brauchen jede Hilfe die wir bekommen können, denn logistisch und auch menschlich werden hier viele Dinge bewegt“, freut sich Claudia Hollm.

Finanziert wird dieses Projekt, ebenso wie die Tiertafel Deutschland e.V., mit Sach- und Geldspenden. Der am 01.07.2010 neu eröffnete Onlineshop – shop.tiertafel.de – wird ebenfalls helfen, die Gelder für Tierarztuntersuchungen usw. zu generieren.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Graue Tiertafel

Kontakt: 03385 – 49 49 65 (Montag bis Freitag 11-17 Uhr) oder graue@tiertafel.de

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Quellen Fotos:

Foto 1: (c) clix – www.sxc.hu

Foto 2: (c) Elke / Pixelio – www.pixelio.de

Vorstellung: Tiertafel Deutschland e.V.

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Die Tiertafel Deutschland e.V. wurde vor einigen Jahren in Rathenow – Brandenburg – von Claudia Hollm gegründet, um Haustiere in kurz- oder langfristigen Problemsituationen gut und artgerecht ernähren und halten zu können. Sehr schnell zeigte sich, dass die Idee und das Konzept der Tiertafel sehr wirkungsvoll ist, inzwischen gibt es 26 Ausgabestellen bundesweit. Zu den Kunden der Tiertafel zählen Rentner mit einer geringen Rente, Hartz – IV – Empfänger, alleinerziehende Elternteile und Obdachlose.

Ausgaberegularien der Tiertafel Deutschland e.V.:

Die Tiertafel übernimmt nicht die Verantwortung für das jeweilige Haustier und sorgt für eine rundum Versorgung. Vielmehr wird Hilfestellung gegeben und mit gezielten Futterspenden (für das jeweilige Tier angepasst und abgewogen für 4-5 Tage) und Tipps für günstige Bezugsquellen z.B. das Internet, sowie Aufklärung über die richtige Art des Fütterns und des Futters hingewiesen. Tipps wie z.B. Nassfutter mit nahrhaften Reis zu strecken, werden gerne angenommen und umgesetzt. Die Halter von z.B. Hunden werden angehalten die Tiere wenn möglich, in regelmäßigen Abständen oder gerne auch immer zu den Ausgabetagen mitzubringen, damit auch vor Ort die eine oder andere Frage geklärt werden kann. Zur Aufnahme in die Kartei der Tiertafel, muss ein Nachweis der Bedürftigkeit in Form des Hartz 4 Bescheides (oder vergleichbar), Rentenbescheid (Obdachlose brauchen keine Bescheinigung) mitgebracht werden, und wenn vorhanden die Impfausweise der Tiere, bzw. Nachweise (Tierarztrechnungen oder ähnliches) , das es die Tiere gibt.

Der Verein arbeitet u.a. mit Tier-Physiotherapheuten , Tierheilpraktikern und ausgebildeten Hundetrainern zusammen, die vor Ort Hilfestellung geben können und direkt auf das Tier und den Halter eingehen können. Auch aus anderen Vereinen ist häufig Fachpersonal vor Ort, um die oft unwissende nicht artgerechte Haltung z.B. Einzelhaltung bei Meerschweinchen und Kaninchen, zu kleine Käfighaltung bei Kaninchen und Meerschweinchen usw. zu besprechen und ggf. zu verhindern.

Wir finden den Verein und seine Arbeit wichtig und werden hier weiterhin über ihn berichten. Weitere Informationen finden Sie unter:

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