Archive for the ‘Tierisches’ Category

Der kleine grüne Glitterball

Mittwoch, August 11th, 2010

Ich habe vor einiger Zeit einen Dreierpack Glitterbälle für meine Katzen gekauft. Es gibt einen goldenen, einen lilanen und einen grünen. Bis auf die Farbe sind alle gleich. Doch ab der ersten Sekunde wird der grüne heiß und innig geliebt, die beiden anderen schnöde ignoriert. Kann das einer verstehen? Ich habe sogar an allen dreien gerochen, für meine Nase war kein Unterschied erkennbar.

Nun gut, spielen wir eben nur mit dem grünen Ball. Spielen heißt in diesem Fall, ich werfe, die Katzen rasen hinterher, stupsen ihn ein paar Mal an und gucken dann auffordernd zu mir. Ich tapere ihnen nach, schnapp mir den Ball und werfe ihn diesmal in die andere Richtung. Das Ganze kann sich schon fünfzehn Minuten lang hinziehen. Da die naturgegebene Form eines Balles rund ist, rollt er auch, ist ja schließlich der Sinn von runden dreidimensionalen Formen. Und manchmal rollen Dinge an schwerer erreichbare Stellen, wie zum Beispiel unters Sofa, unter die Kommode oder hinter die ganzen Blumentöpfe. Das bedeutet, dass ich mich bücken oder gar hinknien muss, um den Katzen das Weiterspielen mit ihrem Lieblingsball zu ermöglichen. Habe ich eigentlich schon meine chronischen Rückenschmerzen erwähnt? Aber was macht man nicht alles für die Katz!

Erstaunlich jedoch finde ich, dass bisweilen der Ball nicht dort ist, wo er eigentlich sein müsste. Nämlich da wo man ihn hat hinrollen sehen. Du bückst dich, kein Ball da. Du kniest dich hin, kein Ball zu sehen. Du stehst wieder auf, holst die Taschenlampe und einen langen dünnen Stab um anschließend auf dem Boden liegend denselbigen unter dem Sofa abzusuchen und findest alles Mögliche, nur nicht den verdammten grünen Glitterball. Hey, das kann doch gar nicht sein, denkst du dir und rekapitulierst noch einmal den kompletten Wurf- und Rollvorgang. Analysierst ganz logisch wohin der Ball von der Stelle des Auftreffens auf den Boden aus überall hin gelangen könnte. Anschließend suchst du systematisch alle in Frage kommenden Plätze ab. Womit wir wieder bei meinem Rücken wären. Mit zunehmendem Alter knacksen auch die Knie immer mehr. Außerdem werden deine Aktionen äußerst interessiert von deinen Katzen begutachtet, wenn sie nicht sogar mit helfen wollen und auch überall drunter kriechen. Am besten vor deine Nase. So das du nichts mehr sehen kannst. Falls du Glück hast findest du ihn an einer eigentlich fast unmöglichen Stelle. Hast du Pech, ist er unauffindbar. Im dritten Fall entdeckst du ihn in ein paar Tagen oder gar Wochen irgendwo anders in deiner Wohnung wieder. Einmal habe ich sogar ganz still und leise für mich meine Nachbarin verdächtigt den kleinen grünen Glitterball gestohlen zu haben, da er wirklich nirgendwo in der ganzen Wohnung zu finden war.

Das alles passiert natürlich nicht nur mit diesem einen Spielzeug. Nein, das geht mit allen erdenklichen kleinen Spielsachen, die die Katzen für sich entdeckt haben. Gelegentlich frage ich mich bei einigen Dingen, ob sie sie nicht etwa gefressen haben. Die Katze meiner Mutter tat dieses zum Beispiel mit dem Klebeschutz von einem Hühneraugenpflaster, das ihr herunter gefallen war. Dementsprechend argwöhnisch betrachte ich an den auf eine Vermisstenmeldung folgenden Tagen die Produktion im Katzenklo und selbstverständlich die mutmaßlichen Übeltäter selbst. Bisher habe ich zum Glück nie etwas Verdächtiges gefunden.

Weitere Theorien von mir beschäftigen sich mit den schwarzen Löchern im All oder mit Paralleluniversen. Kann es sein, dass irgendwie, wie weiß ich allerdings auch nicht, einzelne Spielzeuge der Katzen zeitweilig oder für immer auf diesen Wegen verschwinden? Dass irgendwelche Alienkatzen sich mit den Bällen und Mäusen unserer Katzen vergnügen? Es gibt viele  ungelöste Rätsel auf unserer Welt, diese gehört definitiv dazu.

Ach übrigens, den kleinen grünen Glitterball habe ich wieder gefunden. Er war nicht bei meinen Nachbarn, sondern zwischen Wand und hinterem Kommodenfuß im Schlafzimmer eingeklemmt. Wie der da wieder  hingekommen ist?

(c) Text: Katja Tuszynski

(c) Foto: www.sxc.hu

Habe fertig, wuff!

Sonntag, Juli 4th, 2010

Nicht wenige Hundefreunde kennen die Situation: Sie kommen nach Hause und werden an der Wohnungstür von ihrem Hund mit dem Blick “Ich war das nicht!” empfangen. So zumindest wird dieser Blick von uns gerne interpretiert, in der Hoffnung es sei so.

Im folgenden Video sieht für mich der Blick des Hundes jedoch eher nach einem “Habe fertig, können wir jetzt Gassi gehen?” aus:

Video: Frauchen kommt nach Hause

Ich gestehe, ich sehe solche kleinen Filmchen sehr gerne. Ich lache und bin froh, dass meine drei Katzen nicht ganz so viele “blöde” Ideen haben.

Für alle Hundehalter, denen dieser Zustand der Wohnung, wenn sie nach Hause kommen vertraut ist, habe ich eine Alternative gefunden. Sie brauchen lediglich einen Pool samt Rutsche dafür:

Hund allein zu Haus

Gerade bei diesen Temperaturen um die 30 Grad sehr praktisch! :-)

Beschäftigungsspielzeug für Katzen

Sonntag, Juni 20th, 2010

Röhrenspiel3Unsere vier Katzen leben ausschließlich in der Wohnung und nutzen gerne den katzensicher eingenetzten Balkon.

Damit der Katzenalltag nicht langweilig wird, entwickeln wir immer wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten, die kostengünstig herzustellen sind. Einige davon werde ich hier nach und nach vorstellen.

Heute zeige ich die Variante mit Röhren, die man im Sanitärhandel kaufen kann.

Bauanleitung für ein Röhren-Katzenspielzeug

Material:

  • 1 m langes Kunststoffrohr (grau, Sanitärbedarf), in meinem
  • Fall: Außendurchmesser 53 mm, Innendurchmesser 50 mm;
  • 1 Gewindestange Stahl, 5 mm stark, in meinem Fall: ca. 33 cm lang (gibt es wahrscheinlich nur in 50 cm Länge oder  100 cm, ist dann mit Eisensäge entsprechend zu kürzen);
  • Ca. 5 für die Gewindestange passende Muttern;
  • Ca. 10 für die Gewindestange passende Unterlegscheiben;
  • 1 passendes Grundbrett, in meinem Fall: 40 x 34 cm groß, ca. 4 cm dick (das Brett kann auch andere Größen haben, sollte aber einen stabilen Stand bieten sowie genügende Dicke für den Einbau der Gewindestange => sh. Bauanleitung)

Bauanleitung:

Die 1 m lange Kunststoffröhre zunächst in 5 gleiche, 20 cm lange Stücke teilen/zersägen (am besten mit Eisensäge oder Feinsäge). Dann ist durch die Mitte der Rohrstücke (sowohl Mitte der Länge als auch des Durchmessers) ein 5 mm dickes Loch zu bohren, durch die Ober- als auch die Unterseite. Geeignet ist hierfür ein Metallbohrer. Die Gewindestange sollte locker durchpassen, aber nicht zu sehr wackeln.

Die Gewindestange ist nun im Grundbrett zu befestigen. Hierzu zunächst ein 5 mm Loch durch die Mitte des Grundbrettes bohren, mit einem Holzbohrer. Ist das Brett ca. 4 cm dick, ist anschließend von unten das Loch ca. 1 cm tief zu vergrößern, mit einem 10 mm starken Holzbohrer. Die Gewindestange wird nun durch das Loch des Brettes gesteckt und von unten eine Mutter aufgeschraubt.  Die Gewindestange wird dann von der Oberseite her so durch das Brett gezogen, dass die untere Mutter in der unteren Vertiefung des Brettes verschwindet (keine Kratzer auf dem Fußboden). Von oben her wird nun eine Unterlegscheibe auf die Stange gesteckt und eine Mutter aufgeschraubt. Durch Festziehen der Mutter verbindet man die Stange mit dem Brett.

Nun wird eine Unterlegscheibe auf die Stange gesteckt, dann das erste Kunststoffrohrteil. Dann folgt wieder eine Unterlegscheibe (damit die Rohre nicht aufeinander festhängen) und das nächste Rohrteil. Das geht so weiter bis alle 5 Rohrteile montiert sind. Zum Abschluss noch eine Unterlegscheibe, dann zwei ! Muttern, damit diese gekontert (gegenseitig festgezogen) werden können. Zwei Schraubenschlüssel oder Zangen sind nötig, dann halten sich die beiden Muttern gegenseitig und können sich nicht lösen, aber auch nicht die Rohre einklemmen. Mit nur einer Mutter wäre das so, und die Rohre würden sich nicht mehr frei drehen.

Röhrenspiel1Zu Beginn sollte man der Katze das Leckerchen zeigen und je nach Interesse des Tieres entweder nur auf das Brett legen oder sichtbar am Röhreneingang. Hilfreich sind anfangs stark riechende Leckerchen. Hat das Tier den Sinn dieses Spielzeugs verstanden, kann man die Leckerchen auch tiefer in die Röhre legen. Da sich in der Mitte der Röhren die Gewindestange befindet, können die Tiere die Belohnung zwar sehen, aber nicht unbedingt sofort herauspfoteln.

Ich würde mich freuen, wenn Ihnen diese Idee gefällt und sie  zum Nachbauen anregt, da viele Katzen gerne stöbern und entdecken.  Das Spielzeug kann zum Beispiel auch mit Futter befüllt werden, so haben die Katzen am Tag etwas Beschäftigung und müssen sich ihr Futter „erarbeiten“.

Es gibt Katzen, die anfangs möglicherweise nicht sofort mitspielen möchten, weil es ihnen keine Freude bereitet und sie es auch nicht kennen. In dem Fall würde ich nicht aufgeben und es immer wieder versuchen. Denn wenn die Tiere verstanden haben, daß ihre Aktion sofort belohnt wird, werden sie und auch der Mensch viel Freude daran haben.

Im folgenden Video möchte ich Ihnen zeigen, daß mein Kater, der viele Jahre auf der Straße leben musste und derartige Beschäftigungen garnicht kannte, seine helle Freude hatte, seine Belohnungen aus den Röhren zu pfoteln.

Video Kater mit dem Röhrenspiel

Dieses Röhrenspiel zeigt nur eine von vielen möglichen Varianten. Sie kann verändert und erweitert werden. Ich wünsche Ihren Katzen und Ihnen viel Spass beim Entdecken welche Varianten Ihren Katzen das größte Vergnügen bereitet.

Quelle Fotos 1 und 2 sowie des Videos: (c) Claudia

Alt und krank?

Freitag, Juni 4th, 2010

Mein Mann und ich suchten Anfang 2008 nach einem weiteren Kater für unsere Katzengruppe, die bis dahin aus Kater Moritz (damals 13 Jahre alt), Kätzin Lady und Kätzin Cari (beide damals 11 Jahre alt) bestand.

Wir hatten uns einige Jahre zuvor entschieden, nur noch erwachsene Katzen ab 8 Jahren aufzunehmen, weil erwachsene bzw. ältere Katzen schlechte Chancen haben ein Zuhause zu finden. So kam unsere Lady kam im Alter von acht Jahren und die Cari im Alter von ca. 10 Jahren zu uns.

Im Internet sahen wir die Anzeige einer Organisation, die Katzen und Hunde in Spanien rettet, die Tiere versorgt und dann in Spanien und ins Ausland vermittelt. Der Kater war bereits über 8 Jahre alt und hatte bis dahin kaum Interessenten. PiciasVerm.

Picias war damals mindestens acht Jahre alt. Eine Spanierin hatte von Anwohner erfahren, daß dieser Kater dort schon lange Zeit herumlief. Sie dachte zunächst, es handele sich bei dem Kater um eine trächtige Kätzin, die kurz vor der Geburt steht. Denn der Kater war sehr abgemagert und hatte einen extrem dicken Bauch hatte. Da er sich schon lange Zeit an diesem Ort befand und sich niemand für ihn interessierte, befragte sie die Nachbarn und mit viel Aufwand fand sie die ehemaligen Besitzer.

Diese Menschen waren drei Jahre zuvor umgezogen, hatten dem Kater einen Karton vor die Tür gestellt und ihn sich selbst überlassen. Drei Jahre, also drei Sommer und drei kalte Winter hat sich der Kater durchgeschlagen, sein Futter zusammengesucht und in seinem alten nassen Karton geschlafen.

Picias Retterin konnte die Menschen überreden ihr den Kater zu überlassen, natürlich mit schriftlicher Bestätigung.

Wir wurden informiert, daß der Kater laut Tierklinik vermutlich an einer Futtermittelallergie leide, denn er erbrach sehr viel. Mit einer bestimmten Sorte Futter würde er aber gut klarkommen. Picias kam zu uns und lebte sich schnell ein. Er war so extrem menschenbezogen und verschmust, daß wir uns täglich fragten, wie sehr der Kater wohl draußen alleine gelitten haben muss.

Mit den anderen Katzen vertrug er sich anfangs eher leidlich. Wir denken, daß er in den Jahren der Einsamkeit viele Auseinandersetzungen erlebt hat, so dass er anderen Katzen gegenüber ablehnend reagierte. Aber das konnten wir mit alternativen Heilmethoden gut behandeln. Nach wenigenWochen war eine gute Tendenz zu erkennen.

Ca. 6 Wochen nach seinem Einzug ging es ihm gesundheitlich schnell schlechter, er erbrach sehr viel und sehr schlimm. Diverse umfangreiche Untersuchungen ergaben, dass der Kater unter mehreren schweren organischen Erkrankungen litt, einen Lungentumor hatte und einiges mehr.

Die Tierärzte machten uns wenig Hoffnungen. Nach weiteren Wochen sagte man uns, dass wir darüber nachdenken sollten, den Kater einschläfern zu lassen.

Wir wollten noch eine einzige Chance nutzen, weil wir sahen, wie gerne Picias lebte. Er liebte das Leben, mit allen seinen Facetten, er liebte das Spielen und Rennen und man sah ihm an, daß er sich alle paar Minuten neuen Schabernack ausdachte.

Wir besprachen mit der Tierheilpraktikerin eine letzte Therapie und die brachte den Kater auf die Beine. Es war deutlich zu sehen, daß er leben wollte, so sehr leben wollte.

Mit intensiven homöpathischen Behandlungen kam er zu Kräften. Es änderte sich zwar wenig an seinen Blutwerten, auch der Tumor blieb, aber der Kater nahm wieder Nahrung zu sich und fing langsam an zu spielen…..er war zurück im Leben.  SpielPicias

Von dem Tag an war uns klar, dass wir noch einmal wertvolle Zeit geschenkt bekommen haben und wir nutzten sie genauso wie Picias.

Picias liebte mittlerweile seine kätzischen Gefährten. So ging es hier munter über Tische und Bänke und er genoss den Spätsommer auf dem Balkon, unsere Spiele und die gemeinsame Zeit.

Da unsere Katzen nur in der Wohnung leben und auf den katzensicher eingenetzten Balkon gehen können, denken wir uns immer neue Beschäftigungsmöglichkeiten aus, dazu gehört z.B. das Balancieren über eine Holzlatte oder das Springen durch Reifen. Obwohl Picias all das nicht kannte, war er schnell mit großem Eifer dabei.

SpringPicias

Picias genoß seine Zeit sichtlich. Er liebte uns, er liebte unsere Besucher, er liebte jeden Menschen, er liebte es gestreichelt zu werden, er liebte es umarmt zu werden, er legte sich dann wie ein Baby in den Arm und schlief umgehend ein. Er hatte viel nachzuholen.

KuschelPicias

Im September 2009 war die Zeit des Abschieds gekommen. Picias´Körper wurde schwächer und er schlief sanft ein.

Ja, natürlich waren wir sehr traurig. Traurig, dass wir diesen kleinen tapferen Kater nur 16 Monate lang begleiten durften. Aber aus der Trauer wurde eine tiefe Freude, daß wir ihn seine letzten 16 Monate begleiten durften.

Er bekam bei uns noch einmal die Chance auf ein neues, ein lebenswertes Leben. Er bekam die Chance noch einmal geliebt und gehalten zu werden, entspannt die Sonne genießen zu dürfen, jederzeit satt zu werden und ohne Angst vor Gefahr und Kälte sein Leben zu leben.

Wir haben durch und mit Picias viel gelernt. Er hat alles mit Freude angenommen, voller Herzenslust gespielt und seine Zuneigung vehement eingefordert. Er hat uns so oft zum Lachen gebracht mit all seinen komischen Ideen, dass wir dankbar sind, daß wir ihn kennen- und liebengelernt haben.

PiciasPortrait

Picias´Platz blieb drei Monate leer, aber es war dann doch klar, daß wieder ein erwachsener Kater einziehen soll.

Und so zog Yogi ein, ein ca. 9jähriger Kater, der viele Jahre in einem vermüllten Messihaushalt lebte. Mindestens vier Jahre davon verbrachten er und seine vielen Katzen- und Hundegefährten in Dunkelheit, weil die Besitzerin psychisch krank war und die Fenster mit Bretter vernagelt hatte. Auch Yogi hat den Weg zurück in ein normales Leben gefunden. Und wieder staunen wir und freuen uns, daß erwachsene Katzen mit schwieriger Vergangenheit durchaus in der Lage sind, ihre neue Chance wahrzunehmen und zu leben….aus vollem Herzen zu leben.

MoCaYoFür uns ist klar, daß wir nur noch ältere Katzen aufnehmen werden. Sicher, sie sind eigen, aber sind wir Menschen das nicht auch? Wir haben eine “Katzen-Patchwork-Familie”, in der jeder sein Päckchen zu tragen hat. Aber wir haben eine Basis gefunden, die für alle Katzen gut ist.

Vielleicht kann Picias Geschichte dazu beitragen, dass auch andere Menschen sich auf das Abenteuer “ältere” Katzen” einlassen möchten. Denn auch, wenn ihre Zeit bei uns manchmal begrenzt ist, brauchen gerade die reiferen Samtpfoten einen Platz fürs Leben – und Menschen, denen sie ihre Liebe schenken dürfen.

Quelle Fotos 1 – 6: (c) Claudia

Ein Katzentag

Samstag, Mai 15th, 2010

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Morgens, nach dem Aufwachen, wird erstmal ausgiebigst gegähnt, gereckt und gestreckt was das Zeug hält. Es folgt ein orientierender Blick in die Runde, ob denn noch alles da ist wo es hingehört. Anschließend schnell dem Menschen und der anderen Katze Köpfchen geben, denn…

…jetzt wünschen die Herrschaften ihr Frühstück. Aber ein bisschen Beeilung bitte, sie haben heute noch viel vor!

Nach dem Essen müssen allerdings zuerst die vorderen Pfoten und der Kopf gesäubert werden, am besten auf einem exponierten Platz, der hell, warm, etwas weiter oben und zentral gelegen ist. Und lieber Mensch, mach jetzt bitte nicht so viele Geräusche, die uns Katzen in unserer Konzentration stören könnten.

Der erste Kontrollgang des Tages ruft. Steht alles wirklich noch an seinem Platz? Auf jeden Fall muss jede Ecke neu kratzmarkiert werden, damit hier niemand auf dumme Gedanken kommt!

maja235300Einer erfolgreichen Überprüfung des Reviers folgt der Abbau überschüssiger Energie. Dazu rennt und tobt Katze durch die ganze Wohnung. Rauf aufs Sofa und wieder runter, um die Ecke in den Flur und wieder zurück, den Kratzbaum hinauf, kurz innehalten um die Krallen zu schärfen und ein lautes “miauorgh” auszustoßen und wieder hinunter, abermals übers Sofa und flugs ins Schlafzimmer bis aufs Fensterbrett. Dort wirft Katze einen sekundenschnellen Blick hinaus und weiter gehts.  Katze flitzt dem Menschen vor die Füße und ab in Küche die anderen Katzen über den Haufen rennen.

Durchs Toben auf den Geschmack gekommen findet Katze, dass es nun Zeit ist zu Spielen und teilt dieses ihrem Menschen vehement mit. Es folgt eine Jagd nach dem Band durch die Wohnung, danach wird den geworfen Mäusen hinterher gesprungen. Dem schließt sich der Kampf mit dem Federwedel an und die Maus am Gummiband wird lang gezogen.

Derart animiert rasen jetzt alle Katzen, eine der anderen hinterher. Auflauern, bespringen, den anderen niederringen, sich gegenseitig in den Nacken beißen und wieder und wieder und wieder.

Nach der ganzen Toberei ist Ausruhen angesagt. Zeit zum Dösen und Träumen, denn auch im Traumland warten aufregende Dinge. Der Mensch ist in der Zwischenzeit zur Arbeit gegangen.

Auf das erfrischende Schläfchen folgt die Fellpflege. Es wird ausgiebig jeder Quadratzentimeter mit der Zunge und den Zähnen bearbeitet. Eine Pediküre darf nicht fehlen und der Schlafplatz wird gewechselt. Mal gucken ob Katze hier in der Sonne noch besser schlafen kann. Zwischendurch wird natürlich ab und zu das Katzenklo besucht und ordentlich durchgepflügt. Ordnung muss schließlich sein!

Wenn der Mensch abends mit vollen Tüten nachhause kommt, wird er kurz begrüßt, bevor Katze sich voller Inbrunst auf die Taschen stürzt. Jedes einzelne Stück wird genauestens inspiziert bevor Mensch es wegräumen darf. Katze will ja schließlich informiert sein.

Zeit fürs kätzische Abendbrot. Mmhhh ist das lecker. Und wieder putzen.

Doch was ist das? Der Mensch hat sich vor seinen Computer gesetzt. Das geht doch nicht. Nenenene. Katze zeigt ihm sehr deutlich, dass sie jetzt spielen will. Also spielen. Wie gehabt.

Wenn die Katzen wieder zusammen die Wohnung unsicher machen, darf der Mensch kochen. Ab und zu wird geguckt was er da macht. Riecht ja gut. Sobald das Essen auf dem Tisch steht, muss Katze natürlich schnuppern kommen. Und wird zur allerliebsten Katze auf der Welt. So was Süßes hat Mensch noch nicht gesehen. Doch, gestern Abend, aber eigentlich kein Vergleich. Auf jeden Fall ist es unmöglich die Katze nicht auch mal probieren zu lassen.

lil69x300Später, beim Fernsehen, ist Schmusen angesagt. Katze dreht sich ab und zu, damit wirklich jeder Körperteil drankommt. Der Motor wird angeschmissen und losgeschnurrt. Lieblingsstelle ist natürlich der Bauch. Deshalb ab auf den Rücken, Vorderpfoten hoch strecken zum Luft treteln, Hinterpfoten einknicken. Und schnurren. Das tut gut. Dem folgt wieder eine genießerische Fellpflege, die Menschenhand gleich mit. Bis Katze wegschlummert.

Nachher, bevor der Mensch schlafen gehen will, noch einen letzten Kontrollgang durchs Revier, etwas müde spielen lassen, das Nachtleckerli genießen und ab ins Bett. Mensch liegt ja schon. Also rauf auf die Beine, Kuhle zurecht trampeln und ankuscheln. Mann, war das ein Tag. Und nun schlummern alle behaglich und träumen von ihren nächsten Abenteuern.

(c) Text + Fotos: Katja Tuszynski – little big cat

Wie Hund und Katz?

Donnerstag, Mai 13th, 2010

“Die sind ja wie Hund und Katz” ist eine Redensart, die zwei Menschen beschreibt, die sich nicht vertragen. In der freien Natur sind Hunde und Katzen in der Regel auch keine Freunde. Doch in unzähligen Haushalten trifft diese Redewendung nicht zu. Viele Tierfreunde leben mit Hunden und Katzen zusammen und oft entstehen sogar dicke Freundschaften daraus.

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Natürlich bedarf es einiger menschlicher Unterstützung um dieser Freundschaft Raum zu geben, ob Hund und Katz Freunde werden hängt von vielen Faktoren ab. Doch gerade weil es eine artenübergreifende Freundschaft ist, rührt sie uns besonders. Sie sind der Beweis, das scheinbar unmögliches möglich werden kann.

Tierische Freunde: Kitten und Welpe

Etwas seltener, aber dennoch vorkommend sind tierische Freundschaften zwischen anderen Arten:

Ratte liebt Katze

Bärin Mäuschen und Katze Muschi

Ich finde solche Freundschaften einfach wundervoll und herzerwärmend!

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(c) Fotos: Habeebee