Ein Kitten zieht ein

Der Titel ist etwas irreführend, denn wie im Artikel

Ein, zwei oder mehr Katzen?

ausführlich dargelegt, sind Katzen keine Einzelgänger. Das gilt im besonderen Maße für kleine Katzen. Sollte also keine altersgemäß passende Katze bei Ihnen wohnen, sollten auf jeden Fall zwei Kitten einziehen!

kira1Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist das Alter der kleinen Katze, sie sollte mindestens 12 Wochen alt sein. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel

Wenn diese beiden Punkte im Sinne der Katze geklärt sind, ist der nächste Schritt das Einkaufen.

Welche Dinge benötigt eine kleine Katze?

Fangen wir am besten mit der Grundausstattung an. Falls Sie schon eine oder mehrere Katzen halten, dürfte vieles vorhanden sein. Katzenanfängern empfehle ich den Besuch eines großen Fachhandels um sich ein Bild von den möglichen Produkten zu machen. Wenn Sie wissen, was Sie wollen, können die einzelnen Produkte oftmals n einem Onlineshop oder bei Ebay günstiger gekauft werden.

a30Katzenklo: Eine Grundregel für die Anzahl der Katzenklos ist mindestens so viele Klos aufstellen, wie Katzen im Haushalt leben, am besten noch eines mehr. Die Klos sollten an ruhigen Orten stehen. Falls Sie sich für ein Klo mit hohen Rändern – oder alternativ für die Ikea-Aufbewahrungsbox – entscheiden, kann es sein, dass Ihr Kitten in den ersten Wochen ein kleines Kistchen als Einstiegshilfe braucht.

Tipp: Bei kleinen Katzen kann das gleiche passieren, wie bei kleinen Kindern, sie finden nicht schnell genug den Weg zum Klo. Hilfreich sind kleine Schüsseln mit Streu in jedem Zimmer für die ersten paar Wochen. Continue reading

Muss man Katzen regelmäßig bürsten und kämmen?

Unsere Katzen sind Fellträger und ähnlich wie unsere Haare bedarf Fell einer besonderen Aufmerksamkeit des Trägers. Mit anderen Worten, wildlebende Katzen haben niemanden, der sie regelmäßig bürstet und kämmt. Doch dort draußen in der freien Wildbahn ist auch kein Mensch, der die Katzen regelmäßig streichelt und sich über ein gepflegtes seidiges Fell unter seinen Fingern freut.

Fell und Haut haben verschiedene Funktionen und gesunde und gut ernährte Katzen haben in der Regel kein Problem ihr Fell selbst zu pflegen. Doch gerade bei domestizierten Katzen greifen wir Menschen aus verschiedenen Gründen gerne in die Fellpflege unterstützend ein. Vor allem bei den Langhaarrassen kann das auch durchaus sinnvoll sein.

Zusätzlich zum reinen Pflegeaspekt kommt noch der Verwöhnfaktor. Viele Katzen genießen ihr tägliches – oder wöchentliches – Wellnessstreichelpflegeritual. Doch manche Katzen ist die Annäherung mit der Bürste auch sehr verhasst. Bei solchen Katzen würde ich als Mensch mich dafür nicht aufdrängen, sondern der Natur ihren freien Lauf lassen. Ausnahmen sind Katzen, die ihr Fell aus verschiedenen Gründen alleine nicht ausreichend pflegen können.

Tipp: Wenn ihr Katze den Kamm oder die Bürste nicht mag, dann am besten ganz von vorne mit einem kleinen Trainingsprogramm anfangen. Zuerst eine neue Bürste oder Kamm kaufen, sinnvollerweise eine, die zur vorhandenen Fellproblematik passt. Dann lässt man das Pflegewerkzeug erstmal ein paar Tage unbeachtet in Katzennähe liegen. Später fängt man Tag für Tag einen kleinen Schritt weiter gehend an, der Katze das tägliche kämmen mit viel Lob und während des Schmusen schmackhaft zu machen. Lieblingsleckerli sind hier auch sehr hilfreich. Ziel ist es, der Katze auf diesem Weg anzutrainieren, dass bürsten was tolles, ja eine Belohnung an sich schon ist. Die Katze bestimmt bei diesem Programm das Tempo, bei sehr ängstlichen Katzen wird es sicher länger dauern. Wichtig: Niemals die Katze drängen oder festhalten, immer alles mit etwas positivem verbinden.

Tipp für verfilzendes Fell: Taurin hat einen positiven Effekt, es macht die Fellstruktur irgendwie etwas „glatter“, so dass längeres Fellhaar nicht mehr so schnell verfilzt oder Knoten bildet. Aber bitte am besten reines Taurin in hochwertiger Qualität nehmen und dieses immer vorher in Wasser etwas auflösen. Man kann es zum Beispiel sehr gut in die Trinkwasserschale geben, dabei aber bitte auf die Dosierung achten.

Weitere interessante Tipps zum Thema Fellpflege

Was sagt deine Katze zu diesem Thema?

Durchfall bei Katzen

Es gibt sehr viele verschiedene Ursachen für Durchfallerkrankungen bei Katzen. In diesem Artikel finden Sie einen groben Überblick über die Gängigsten. In der Regel ist der Durchfal “nur” ein Symptom, eine Begleiterscheinung der eigentlichen Ursache. Doch zunächst werfen wir einen Blick auf die Aufgaben des Darms.

Die Funktionen des Darms

Durchfall ist immer nur ein Symptom einer Erkrankung, also eine Reaktion des Körpers auf die Krankheitsursache. Der Darm von Säugetieren wie unseren Katzen oder auch uns Menschen hat viele wichtige Aufgaben, in ihm sitzen ca. 70 % der Abwehrzellen, ein Großteil des Immunsystems. Der Darm von Säugetieren wird von zig Millionen Nervenzellen gesteuert. Sie ähneln in vielem dem ZNS (zentrales Nervensystem), funktionieren jedoch unabhängig von der Steuerung des Gehirns. Deswegen spricht man allgemein auch von „Bauchhirn“. Dieses Bauchhirn steuert und kontrolliert sämtliche Funktionen des Darms. Wenn er durch Durchfall geschwächt wird, kann er seinen wichtigen Aufgaben nicht ausreichend nachkommen:

Verdauungsprozess: Aus der Nahrung werden alle verwertbaren Bestandteile aussortiert und über das Blut an den Körper weiter gegeben, die unverwertbaren werden ausgeschieden.

Immunsystem: Das Immunsystem des Darms produziert Eiweißstoffe (Immunglobuline – IgA), die zur Abwehr von schädlichen Stoffen dienen.

Die Darmflora

In einem gesunden Darm leben Milliarden von Mikroorganismen (z. B. unterschiedlichste Bakterien), sie sind mit dem Begriff Darmflora gemeint. Sie sorgen für die Verdauung und Aufbereitung vieler Nährstoffe, sie bilden Vitamine, schützen den Darm vor Schadstoffen, verhindern Infektionen, sorgen für die Ernährung der Darmschleimhaut und vieles mehr.

Damit die Darmflora all ihre wichtigen Aufgaben erledigen kann, muss ein gesundes Gleichgewicht herrschen. Ungesunde Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten, aber auch verschiedene Medikamente können dieses Gleichgewicht stören und Durchfall verursachen.

Die gängigsten Ursachen für Durchfall bei Katzen

Wurminfektionen: Katzen können über die Nahrung (z. B. Beutetiere oder frisches Fleisch) Würmer aufnehmen, die zu verschiedenen Erkrankungen führen können. Wurmbefall bei Katzen

Giardien: sind mikroskopisch kleine Dünndarmparasiten, eine Erkrankung daran ist nicht selten! Giardien bei Katzen

Kokzidien: sind Sporentierchen (Parasiten), die den Darm befallen können. Kokzidien

Toxoplasmose: ist ein einzelliger Parasit, der einen Teil der Darmschleimhaut befällt. Meistens zeigen die Katzen keine Symptome, selten einen leichten Durchfall. Toxoplasmose

Futterumstellung: Es gibt minderwertiges, mittelwertiges und hochwertiges Futter; wenn man von einer Klasse auf die andere umstellt, kann es zu Durchfall kommen. Tipps zur Futterumstellung

Futtermittelintoleranz: Sie liegt vor, wenn eine Katze einen bestimmten Futterbestandteil nicht verträgt (der Körper überreagiert)und kann zu Durchfall führen. Futtermittelunverträglichkeiten

Futtermittelallergie: Sie ist die Steigerung der Unverträglichkeit, der Körper reagiert mit seinem Abwehrsystem. Futtermittelunverträglichkeiten

Falsches Futter: Manche Erkrankungen erfordern bestimmte Diäten, werden diese nicht eingehalten, kann es zu Durchfall kommen.

Campylobacter: Infektionen durch das Bakterium Campylobacter treten inzwischen häufiger als Infektionen durch Salmonellen auf. Durch besiedelte Lebensmittel – auch Tierfutter – wird das Bakterium übertragen. Die Infektion gehört zu den Lebensmittelvergiftungen. Campylobacter

Salmonellen: Salmonellenbakterien gehören auch zu den typischen Auslösern von Lebensmittelvergiftungen. Salmonellen

Clostridium perfringens: Die Clostridiumbakterien sind ein weiterer Auslöser von Lebensmittelvergiftungen. Clostridium perfringens

Yersinien: Diese Bakterien können in kontaminiertem Fleisch oder im Trinkwasser auftreten. Yersiniose

Escherichia coli (E. coli): Die Escherichia coli – Bakterien setzen sich aus vielen verschiedenen Stämmen zusammen. Einige von ihnen bilden die Darmflora von Säugetieren und sind lebensnotwendig. Trotzdem können sie durch ein Ungleichgewicht oder durch nicht körpereigene Stämme Auslöser von Durchfall sein. Escherichia coli

Gastroenteritis: Kurzer Infekt, nennt man im Volksmund auch Magen-Darm-Grippe. Neben den oben schon spezifischer erwähnten Erregern, gibt es noch einige weitere, die so einen Infekt auslösen können. Gastroenteritis

Vergiftung: Neben Lebensmittelvergiftungen können viele Pflanzen oder auch Chemikalien (z. B. Putzmittel) oder Umweltgifte zu Vergiftungen und somit auch Durchfall führen. Vergiftungen bei Katzen

Arzneimittelunverträglichkeit: Viele Medikamente können Nebenwirkungen verursachen, eine davon ist der Durchfall. Arzneimittelunverträglichkeiten

Antibiotika: Antibiotika können nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien unterscheiden, deswegen kann durch die Einnahme auch die Darmflora aus dem Gleichgewicht gebracht werden und der Körper reagiert darauf mit Durchfall. Arzneimittelunverträglichkeiten

IBD: IBD steht für „inflammatory bowel disease“ und ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung die auch bei Katzen vorkommen kann. Die genauen Ursachen sind noch nicht bekannt (Idiopathie), es wird zum einen nach dem Ausschlussverfahren und anhand der Symptome diagnostiziert. Es spricht auch vieles dafür, dass es nicht bei jeder Katze die gleichen Auslöser sind. IBD

Pankreatitis: Sowohl die akute, als auch eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) kann neben anderen Symptomen Durchfälle verursachen.Pankreatitis

Pankreasinsuffizienz: Eine nicht ausreichend arbeitende Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert nicht genügend Enzyme, die zur Verdauung gebraucht werden. Eine Folge davon kann Durchfall sein. Exokrine Pankreasinsuffizienz

Panleukopenie (Katzenseuche): Die Panleukopenie kann starke Durchfälle verursachen. Panleukopenie

Felines Coronavirus (FCoV): Dieses Virus kann eine eher milde Darminfektion verursachen. Felines Coronavirus

Feline infektiöse Peritonitis (FIP): Auslöser für diese meist tödlich verlaufende Erkrankung ist eine Mutation des felinen Coronavirus. Es gibt bei dieser Krankheit verschiedene Verlaufsformen bei den es auch zu Durchfällen kommen kann. Feline Infektiöse Peritonitis

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Ihnen ein wichtiger Punkt fehlt, melden Sie sich bitte bei uns im Forum oder per Email: petsnature@petsnature.de

Im Laufe der nächsten Zeit wird es zu jedem dieser Auslöser einen eigenen ausführlichen Artikel geben.

Wie Sie am besten vorgehen, wenn Ihre Katze Durchfall hat, können Sie hier nachlesen:

Durchfall – Wie geh ich damit um?

Auch in unserem Forum stehen wir Ihnen gerne mit unserem Rat beiseite: Forum von Petsnature

(c) Katja Tuszynski

Foto: www.sxc.hu

Ist Ihre Katze zu dick?

heide1Für Katzen gilt genauso wie für uns Menschen, dass dick sein nicht gesund ist. Es führt zu vielen gesundheitlichen Schäden, verkürzt sogar die Lebenserwartung. Fangen wir bei den Ursachen für eine dicke Katze an, meistens sind wir Menschen schuld am größeren Umfang unserer Katzen. Es gibt aber auch den einen oder anderen medizinischen Grund.

Oftmals liegt es am Bewegungsmangel oder die Katzen werden nicht ausreichend gefordert. Wenn wir einen Blick auf wild lebende Katzen werfen, ist ganz klar zu sehen, dass diese Katzen nicht übergewichtig werden. Deswegen müssen wir Menschen gerade bei Wohnungskatzen für einen adäquaten Ausgleich sorgen. Dazu später mehr.

Ein weiterer möglicher Grund liegt im falschen Umgang mit Kitten während ihrer Prägephase, ihren ersten Lebenswochen. Wenn kleine Katzen zu gut ernährt werden, dann bildet ihr Körper mehr Fettzellen als notwendig, so dass in der Folge auch mehr Fett als nötig im Erwachsenenalter abgespeichert wird.

Ein anderer wichtiger Punkt liegt im Essverhalten, welches wir Menschen den Katzen anerziehen. Jede Katze nascht gerne, es obliegt aber uns darauf zu achten, was und wie oft sie nascht, beziehungsweise ob wir das auf die normale Futtermenge anrechnen oder nicht. Katzen die unter Bewegungsmangel oder Langeweile leiden neigen in der Folge auch dazu zu viel zu Essen, weil Essen ja auch Aufmerksamkeit vom Menschen bedeutet. Continue reading

Tierarztbesuch – am besten gut vorbereiten!

Gerade mit Katzen ist oftmals ein Tierarztbesuch nicht einfach, da fast jede Katze mit Angst auf das „zwangsweise“ Verlassen ihres Reviers reagiert. Natürlich gibt es die berühmten Ausnahmen, die relativ gelassen den Tierarztbesuch über sich ergehen lassen, doch meistens ist es mit Stress für Mensch und Tier verbunden.

 

Oft sind wir Menschen schon vor dem Termin aufgeregt, weil wir noch vom Ablauf des letzten Tierarztbesuches erschreckt sind oder am liebsten unserer Katze das alles ersparen würden. Das heißt, ein wichtiger Stressfaktor für unsere Katzen können wir selbst sein. Je ruhiger und gelassener wir sind, desto stressfreier wird es auch für die Katze. Eine enorme Hilfe dafür ist ein planvolles Vorgehen. Continue reading

Hundstage – Vorsicht: Hitzestau!

564772_80465030klein1Wenn das Thermometer in diesen Tagen langsam immer weiter hinauf klettert, die 25°C-Marke übersteigt und die Sonne erbarmungslos vom Himmel lacht, freut sich manch Mensch, doch unsere Haustiere in der Regel nicht. Im Körper des Tieres entsteht schnell ein Wärmestau, der sich rasch zu einem für das Tier lebensgefährlichen Hitzschlag wandeln kann.

Katzen besitzen nicht – wie wir Menschen – am ganzen Körper Schweißdrüsen. Sie haben lediglich zwischen Sohlen- und Zehenballen Schweißdrüsen, welche vornehmlich zum Markieren (Duftstoff) eingesetzt werden. Katzen können, wenn es heiß ist, nicht so sehr wie Menschen schwitzen, um Hitze abzugeben. Ähnlich wie beim Hund kann eine Katze bei starker Erregung oder großer Hitze damit beginnen zu hecheln. Durch die Atembewegung verdunstet der Speichel im Rachenraum und sorgt so für Kühlung, welche aber nicht annähernd in ihrem Ausmaß mit der des Hundes beim Hecheln gleichzustellen ist. Continue reading

Wasser – wichtiges Lebenselixier

Jedes Lebewesen braucht neben Nahrung auch Wasser zum Leben. Ohne ausreichende Wasserzufuhr trocknen wir Säugetiere aus, genauso wie eine Pflanze, die man vergisst zu gießen. Alle Körperflüssigkeiten brauchen Wasser um ihre biologischen Funktionen

  • Transport- und Lösungsmittel
  • Kühl- und Heizmittel
  • chemischer Reaktionspartner
  • Baustoff des Körpers (ca. 50 – 80 % Wasser bei einem Säugetier)

erfüllen zu können. Deswegen ist auch bei unseren Katzen eine ausreichende Wasseraufnahme sehr wichtig.

Wie wir Menschen nehmen Katzen einen Teil ihres Wasserbedarfes aus der Nahrung auf. Wie viel Wasser unsere Haustiere trinken müssen, hängt von der Art der Fütterung (Trocken- oder Feuchtfutter – Letzteres gibt Wasser ab, Ersteres entzieht dem Körper bei der Verdauung Wasser), dem Grad der Aktivität und der Temperatur ab. Der durchschnittliche Wasserbedarf – inklusive über Feuchtnahrung aufgenommenen Wassers liegt bei:

  • Katze: ca. 60 ml pro Kilogramm Körpergewicht

Katzen sagt man – aufgrund ihrer körperlichen Eigenschaft den größten Teil ihres Wasserbedarfes über die Nahrung aufzunehmen – nach, sie seien schlechte Trinker. Umso wichtiger ist es, ihnen eine artgerechte und schmackhafte Wasserstelle anzubieten.

In der freien Natur haben unsere Tiere keinen Wassernapf neben der frisch erlegten Beute, sondern feste Wasserstellen wie zum Beispiel kleine Bäche. Aus diesem Grund sollte auch bei Katzen der Wassernapf NICHT neben dem Futternapf stehen, sondern an einem anderen Ort in der Wohnung. Außerdem wird Wasser direkt neben dem Futter als Futter und eben nicht als Wasser wahrgenommen. Des Weiteren ermuntert fließendes Wasser – wie zum Beispiel bei einem Trinkbrunnen – oftmals unsere Katzen dazu mehr zu trinken.

Wasser ist nicht gleich Wasser

Obwohl das Leitungswasser in Deutschland trinkbar ist, hat es dennoch einen für unsere Katzen wahrnehmbaren leicht chemischen Geruch. Man kann anstelle von Leitungswasser auch mit einem Filter gereinigtes oder stilles Mineralwasser anbieten, bei nicht wenigen Katzen führt auch das zu einer erhöhten Wasseraufnahme.

Um zu entdecken, welchen Ort unsere Lieblinge denn gerne als Wasserstellen hätten, kann man mehrere Wasserschüsseln an verschiedenen Orten verteilen und dann über mehrere Tage hinweg beobachten, welche mehr genutzt werden als andere.

Ein weiterer guter Tipp ist ein kleiner, gesäuberter Kieselstein, den man in den Wassernapf legt. Häufig wird das Wasser dann eher akzeptiert. Woran es genau es liegt, ist nicht bekannt.

Generell gilt es alle Wassernäpfe bzw. Brunnen regelmäßig – wöchentlich – gut zu säubern, da in der Feuchtigkeit sich gerne Krankheitserreger ansammeln. Neben der normalen Reinigung mit einem Spülmittel ist auch Essigessenz ein wichtiges Desinfektionsmittel; nebenbei löst er auch unschöne Kalkränder. Wichtig: Nach dem Säubern lange mit klarem Wasser spülen, damit sich der Geruch nach Essig oder Spülmittel auch ausreichend verflüchtigt.

Jenseits des Trinkens…

…ist Wasser auch noch in anderer Hinsicht für unsere Katzen interessant. Die im Volksmund als Wasser meidend geltende Katze, ist oftmals gar nicht so wasserscheu wie man denkt. Viele Hauskatzen lieben den tröpfelnden oder gar fließenden Wasserhahn zum Spielen und Trinken. Andere Katzen ertränken gefangene Spielmäuse in ihren Trinknäpfen. Und es gibt auch Katzenrassen, die das Wasser lieben, Bengalen und Maine Coons sind nur zwei Beispiele.

Eine beliebte Herausforderung für unsere Katzen ist eine größere, mit Wasser gefüllte Schüssel, in deren Mitte das heiß geliebte Leckerlie auf einem Stück Papier oder Styropor schwimmt.

Hier noch einige informative Links zum Thema Wasser und Katzen:

Verkeimung von Brunnen

Wenn Sie sich über das Thema Wasser gerne weiter austauschen wollen, dann sind Sie herzlich in unserem Forum Willkommen: Forum von Petsnature

© Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de

Quellen der Fotografien: Foto 1 – 3 www.sxc.hu

Die Qual der Wahl bei Kratzbäumen

Jeder der sein Leben mit Katzen teilt muss sich aus zwei Gründen zwangsläufig mit dem Thema Kratzbaum auseinander setzen. Zum einen ist Kratzmarkieren eines der Kommunikationsmittel der Katzen, zum anderen lieben Katzen die so genannte dritte Dimension.

Kratzmarkieren: Unsere Katzen kommunizieren in erster Linie über Gerüche, ihr Riechvermögen ist ungleich größer als unseres. Ihr eigenes Revier muss für sie nach ihnen riechen, aus diesem Grund verteilen sie überall in unseren Wohnungen und im Garten ihre Geruchsbotschaften, ihre Pheromone.

Was sind Pheromone?

Die Pheromone werden von speziellen Drüsen produziert, die an den Vorderpfoten, an den Lefzen und am Rücken der Katze verteilt sind. In dem sie mit ihren Vorderpfoten an Gegenständen wie Bäumen, Möbeln, Tapeten und Teppichen kratzt, setzt sie eine Duftbotschaft für alle anderen Lebewesen und auch für ihr eigenes Wohlgefühl frei. Continue reading