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Wenn Katzen alt werden – Seniorkatzen

Dienstag, Juli 6th, 2010

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akkatja2Die Bedürfnisse und der körperliche Zustand eines jeden Lebewesens verändern sich mit zu nehmenden Alter, so auch bei unseren Katzen. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer beim Menschen im Haus lebenden und umsorgten Katze liegt bei rund 15 Jahren, es gibt Einzelfälle die 20 oder gar 25 Jahre alt werden. Das liegt an den regelmäßigen Fütterungen, der tierärztlichen Versorgung und natürlich auch an unserer liebevollen Sorgfalt. Katzen in reiner Wohnungshaltung werden im Durchschnitt älter, als Katze die Freilauf haben. Bei letzteren liegt der Mittelwert der Lebenserwartung bei geschätzten 6 Jahren.

In den 80er Jahren wurden in Schweden und Frankreich Studien in freilaufenden Katzenpopulationen, die nicht vom Menschen versorgt wurden, durchgeführt. Diese Katzen hatten eine durchschnittliche Lebenserwartung von 1,5 bis 4,2 Jahren.

Ab wann spricht man von Seniorkatzen?

Katzen werden schnell erwachsen, lassen sich mit dem „Alt- werden“ dafür viel Zeit. In der folgenden Tabelle können Sie sehen, dass eine 2-jährige Katze schon ein Twen ist, die Seniorenzeit dagegen sich lange hinzieht.

Quelle: Tierpsychologie aktuell bei webheimt.at

Laut Futterindustrie ist eine Katze schon mit 8 Jahren ein Senior, ich persönlich empfinde diese Einschätzung wenn man sich die obige Tabelle ansieht als falsch. Letztendlich gilt für unsere Katzen das gleiche wie für uns Menschen: Katz ist immer so alt wie sie sich fühlt!

Es gibt einige Anzeichen, die darauf deuten, dass Ihre Katze jetzt zum Senioren wird. Viele Katzen werden ab einem gewissen Punkt einfach weniger, ein Phänomen, dass man auch von uns Menschen kennt. Aufgrund der geringeren Bewegung und Futtermengen wird die Muskelmasse weniger, die Hüftknochen treten stärker hervor, sie wirkt kleiner und zerbrechlicher.

Veränderungen und Erkrankungen mit zu nehmenden Alter

Wenn Katzen älter werden, verändern sich ihre Bedürfnisse und ihr Verhalten. In der nachfolgenden Liste finden Sie die wichtigsten Punkte, die eintreten können, aber nicht müssen:

Schlafen: Das Ruhebedürfnis nimmt mit zu nehmenden Alter zu. Die Katzen bevorzugen meist weiche und warme Plätzchen, gerne auf einer etwas erhöhten Position, von der aus sie alles im Blick haben.

Zugluft: Alte Katzen sind in Bezug auf Zugluft wesentlich empfindlicher, gerade bei Fensterplätzen sollen wir ein Auge darauf haben.

Schmusen: Viele ältere Katzen werden immer verschmuster, suchen noch mehr als vorher die Nähe ihres Menschen. Sie brauchen die liebevolle Bestätigung, dass sie nach wie vor geschätzt werden.

Spielen: Katzen spielen bis ins hohe Alter, wenn sie dem entsprechend gefordert werden. Ihr Spielen ist zwar weniger intensiv als wie bei einer Jungkatze, aber sie brauchen die Bewegung und die Abwechslung, damit sie sich nicht langweilen und resignieren. Unsere Aufgabe ist es, heraus zu finden, welche Spiele sie inzwischen bevorzugen. Wenn Angeln und Co nicht mehr der Hit sind, bieten Katzenfummelbretter und andere Denkspiele eine Alternative.

Tüddeligkeit und Sturheit: Auch Katzen können eine gewisse Alterssenilität kriegen, sie kann sich zum Beispiel in einer allgemeinen Verwirrtheit in manchen Situationen zeigen. Und so wie alte Menschen oftmals sturer und weniger flexibel werden, so werden es auch unsere Katzen. In beiden Fällen ist ein liebevolles Auseinandersetzen und Beschäftigen mit der Katze der beste Weg. Die täglichen Rituale die wir mit unseren Katzen haben, werden für eine ältere Katze noch viel wichtiger. Auf sie überfordernde Veränderungen kann sie mit Angst oder Aggression reagieren.

Essverhalten: Vielen Seniorkatzen muss man das Essen hinterher tragen und sie oftmals vom Napfinhalt überzeugen oder mehrere Dosen aufmachen. Wenn Ihre Katze etwas schlechter essen sollte, bieten Sie ihr mehrmals am Tag den Napf an, egal wo sie gerade liegt.

Ernährung: Der Stoffwechsel und die Hormonproduktion einer Katze im Alter verändern sich, sie werden langsamer und das Muskel-Fettverhältnis verschiebt sich. Ihr Energiebedarf – Kalorien – senkt sich, dagegen steigt der Bedarf nach hochwertigen Proteinen (tierischem Eiweiß) und Vitaminen. Mehr Informationen hierzu finden Sie in dem Artikel:

Ernährung von Seniorkatzen

Futternapf: Manche Katzen werden im Alter etwas “steifer”, unbeweglicher, andere leiden unter einem übersäuerten Magen. Ein erhöhter Napf – zum Beispiel ein dickes Buch drunter stellen – biete dafür schnelle Hilfe.

Trinken: Ältere Katzen sollten mehr trinken, dass hilft ihnen die Stoffwechselprodukte leichter auszuscheiden. Spätestens jetzt ist auch Nassfutter wesentlich sinnvoller als Trockenfutter, da mit dem Nassfutter schon eine gewisse Menge an Flüssigkeit aufgenommen wird:

Wasser – wichtiges Lebenselixier

Ältere Katzen können unter Verstopfung leiden, auch hier hilft viel Trinken schon weiter. Im schlimmsten Falle muss der Tierarzt oder ein Tierheilpraktiker bei Verstopfungen helfen.

Geruchssinn: Wie bei uns Menschen lassen viele Sinne auch bei den Katzen nach. Der Geruchsinn ist ein wichtiges Kommunikationsmittel von Katzen, so essen sie zum Beispiel auch nichts, was sie nicht riechen können. Deswegen ist Seniorfutter auch meist geruchsintensiver.

Sehkraft: Mit zu nehmenden Alter kann die Sehkraft einer Katze nachlassen, Katzen können auch grauen oder grünen Star kriegen. Falls Ihre Katze davon betroffen ist, ist es ratsam ihre Umgebung nicht großartig zu verändern. Manche Katzen freuen sich, wenn Nachts ein kleines Licht wie zum Beispiel einer Salzkristalleuchte für sie brennt, man kann beobachten, wie sie die Nähe zum Licht suchen.

Hörkraft: Viele ältere Katzen hören schlechter, manche werden gar taub. Ein mögliches Indiz hierfür ist ein lauteres Rufen Ihrer Katze, da sie sich selbst geringer oder gar nicht mehr hört.

Sprungkraft: Arthrose und Rheuma können auch bei Katzen auftreten, genauso wie ein normales Nachlassen der Sprungkraft. Sehr hilfreich sind jetzt kleine Kratzbäume oder Möbel, die Ihrer Katze den Aufstieg auf die Heizung, die Balkonbrüstung oder andere erhöhte Lieblingsplätze erleichtern.

Gelenkigkeit: Die Beweglichkeit wird wie bei uns Menschen auch geringer. Manchmal werden gar die Katzenkloumrandungen zu hoch. Ein kleiner Fußschemel vor dem Klo oder ein etwas eingeschnittener Rand bieten hier Hilfe.

Unsauberkeit: Viele verschiedene Faktoren können bei einer Katze im Alter zur Unsauberkeit führen, Sei es, dass sie in ihrer Verwirrtheit das Klo nicht findet, es nicht schnell genug erreicht hat, sie dachte sie sei auf dem Klo oder sie nicht hineinkam, es kann immer wieder mal passieren. Bitte beseitigen sie kommentarlos das kleine Malheur, sie kann wirklich nichts dafür und meint es in keinster Weise persönlich. Eventuell müssen Sie für eine gewisse Zeit einfach den Teppich wegräumen oder mehrere niedrige Klos aufstellen.

Fell- und Körperpflege: Einhergehend mit der geringeren Gelenkigkeit kommt die Katze beim Putzen nicht mehr überall hin. Mit einem feuchten – nicht nassen! – Waschlappen können wir sie dabei unterstützen.

Haut und Fell: Viele Katzen bekommen im Alter eine trockene Haut und oder ein struppiges oder schuppiges Fell. Oftmals zeigt das einen Mangel an bestimmten Vitaminen oder Spurenelementen an, es gibt viele natürliche Nahrungsergänzungsmittel und Produkte, mit denen Sie ihr – am Besten in Absprache mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker – helfen können.

Zähne und Zahnfleisch: Zahnstein und Zahnfleischentzündungen sind eine häufige Erkrankung im Alter. Am Besten ist ein regelmäßiger Kontrollblick ins Mäulchen, denn wenn sie davon betroffen sind sollte schnell Abhilfe beim Tierarzt geschaffen werden. Zum einen lassen Schmerzen im Mund Katzen weniger oder gar nicht fressen, zum anderen können längere Entzündungen im Maul zu weiteren Krankheiten wie der chronischen Niereninsuffizienz führen.

Nierenfunktion: An der chronischen Niereninsuffizienz erkranken rund ein Drittel aller Katzen im Alter. Ausführliche Informationen über diese Krankheit finden Sie in folgendem Artikel:

Chronische Niereninsuffizienz

Herzfunktion: Katzen können im Laufe des Älterwerdens Herzerkrankungen bekommen:

Tierkardiologie

Blutzucker: Nicht wenige Katzen bekommen im Alter einen erhöhten Blutzucker, manche brauchen sogar eine tägliche Insulinspritze.

Wikipedia über felinen Diabetes mellitus

Fettleibigkeit: Manche Katzen neigen aufgrund zu weniger Bewegung und eventuell auch falschem Essverhalten zur Fettleibigkeit im Alter. Da dies die Gelenke und den Stoffwechsel mehr belastet ist ein langsames Abnehmen in Begleitung eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers ratsam.

Schilddrüsenfehlfunktion: Eine Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) ist bei Katzen über 10 Jahren die häufigste hormonelle Störung, sehr typisch ist ein Gewichtsverlust trotz erhöhter Nahrungsaufnahme:

Wikipedia über feline Hyperthyreose

Tumorerkrankungen: Falls Ihnen beim Schmusen ein Knubbel oder Knoten auffällt, lassen Sie ihn bitte tierärztlich untersuchen. Bei Katzen steigt die Neigung an Tumorerkrankungen mit dem Alter. Die häufigste Form ist das maligne Lymphom:

Wikipedia über das feline maligne Lymphom

Das Leben mit einer alten Katze

Wenn eine oder mehrere der oben beschriebenen Veränderungen oder Erkrankungen bei Ihrer Katze eingetroffen sind, wenn sie anfängt abzubauen, dann hat ihre letzte Lebensphase begonnen. Ihre Katze braucht Sie, Ihre Gelassenheit und Ihre Liebe genauso sehr, wie sie sie als kleines Kitten brauchte. Natürlich kann es Sie stressen, wenn sie mal wieder nicht ins Klo gepinkelt hat oder wenn sie Sie mehrmals täglich lauthals anmiauzt, weil sie etwas will. Aber es ist auch eine sehr innige Zeit, wenn Sie sich darauf einlassen, wenn Sie zulassen, dass jetzt ihre Lebenszeit sich langsam oder auch schnell dem Ende nähert. Bei den meisten Katzen wird im Alter das Schmusebedürfnis, die Sehnsucht nach Ihrer Zärtlichkeit größer, sie braucht Ihre Nähe und Zuwendung um in Würde zu altern und sich zu verabschieden.

Beobachten Sie sie im Hinblick auf oben beschriebene Erkrankungen oder Beschwerden und lesen Sie ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Ihr Lohn liegt in der Zufriedenheit Ihrer alten Katze, in ihrem lauten Schnurren wenn sie in Ihrem Arm liegt, der gerade wieder einmal einschläft, weil Sie sich wegen ihr nicht bewegen können und wollen.

Noch eine Idee zum Schluss

In unseren Tierheimen gibt es sehr viel mehr alte und ältere Katzen als junge, da die meisten Menschen lieber ein Kitten oder eine junge Katze zu sich nehmen. Ich habe inzwischen einige Menschen getroffen, die grundsätzlich nur noch diesen alten Katzen ein neues Revier und Geborgenheit bei sich geben. Andere Menschen mit  einer sozialen, altersmäßig gemischten Katzengruppe nehmen immer wieder eine Katzenomi oder einen Katzenopi bei sich auf und bieten ihnen einen liebevollen Lebensabend. Ich finde das klasse und will an dieser Stelle diesen Menschen meinen Respekt aussprechen.

Wenn Sie sich durch diese Idee angesprochen fühlen, schauen Sie doch einfach mal bei dem Tierheim in Ihrer Nähe vorbei. Einige Tierheime bieten bei chronisch kranken Katzen eine kostenlose medizinische Betreuung beim Tierheim – Tierarzt für diese Krankheit an, um die Vermittlungschance für eine alte und kranke Katze zu erhöhen.

In unserem Forum stehen wir Ihnen gerne für Fragen oder mit unserem Rat beiseite: Forum von Petsnature

© Katja Tuszynski 2010 – www.wortwichtel.de

Quellen der Fotos: Vielen Dank für die Überlassung!

Foto 1 + 2 + 7 + 8: Katja Tuszynski

Foto 3 + 6: Annette Riestenpatt

Foto 4 + 5: Claudia F.

Tipps zur Stubenreinheit

Sonntag, Juni 27th, 2010

887701_12269350kleinWenn ein Welpe einzieht, steht jeder frischgebackene Hundehalter vor dem Problem „Wie bekomm ich meinen Hund schnell stubenrein?“.
Ein Welpe muss erst lernen, wo und bei welcher Gelegenheit er seine Geschäftchen verrichten darf. Bei der Lösung dieses Problems ist ganz klar an erster Stelle Ihre Aufmerksamkeit gefragt. Sie müssen die Situationen erkennen, in denen Ihr Welpe bald muss. Wie bei kleinen Kindern passiert es dem Welpen, dass er plötzlich und ohne Vorwarnung mal muss. Und schon plätschert es auf den guten Stubenteppich. Als Hundehalter stehen wir nun in der Pflicht, dass wir wissen müssen, wann der Welpe „müssen“ könnte – und entsprechend handeln, bevor das Unglück geschieht.

Generell sollte der Welpe alle zwei bis drei Stunden die Möglichkeit bekommen sich zu lösen. Ein wenig Flexibilität sollten Sie jedoch einplanen: Wecken Sie ihn nicht, wenn er gerade schläft, sondern warten Sie, bis er wach wird. Kleine Hunde brauchen auch ihren Schlaf. Das Letzte, was Sie vor dem Schlafengehen unternehmen sollten, ist der Gassigang. Und entsprechend ist das Erste nach dem Aufstehen der Gang mit dem Welpen.

Allgemein gilt: Ein Hund lernt schneller, besser, freudiger durch Erfolgserlebnisse als durch negative Erfahrungen.
Deshalb besteht Ihre Aufgabe nun darin, dass Sie agieren statt reagieren. Beobachten Sie Ihr Hundekind und passen auf, wann es unruhig wird. Dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass es an der Zeit ist, mit ihm raus zu gehen. Nehmen Sie dann Ihren Welpen mit nach draußen und setzen Sie ihn an den Ort, an dem er sein Geschäft – auch in Zukunft – verrichten soll. Wenn er sich dann löst, loben Sie ihn ausgiebig.

Situationen, in denen ein Welpe mal „muss“:

  • nach dem Fressen
  • nach dem Schlafen
  • während des Spielens
  • nach dem Spielen

Geschieht stattdessen das Unglück und er hält nicht dicht, sondern hinterlässt eine Pfütze auf dem Teppich, dann schimpfen Sie nicht mit ihmSie haben ja nicht aufgepasst! Ein „Nein!“ reicht völlig aus, um Ihr Missfallen an seinem Tun kundzutun. Nehmen Sie stattdessen Ihren Welpen umgehend hoch und gehen Sie mit ihm raus. Bringen Sie ihn dorthin, wo er eigentlich hätte machen sollen. Und wenn er sich tatsächlich noch einmal hinhockt und macht, dann loben Sie Ihn wieder ausgiebig. Manch Hund unterbricht auch das Pinkeln, wenn man ihn hochnimmt und dann raus trägt. Sobald man ihn dann absetzt, pinkelt er weiter. Dann bitte wieder doll loben!
Die Pfütze auf dem Teppich, die können Sie auch hinterher noch in Ruhe wegmachen. Es ist wichtiger für den Lerneffekt direkt mit dem Welpen raus zu gehen.

Gehen Sie lieber einmal zuviel als einmal zuwenig. Durch die Erfolgserlebnisse begreift der Welpe viel schneller welches Verhalten von ihm erwünscht ist.

Sollten Sie einmal nach Hause kommen und eine Bescherung vorfinden:
Es nützt überhaupt nichts, wenn Sie den Welpen nun ausschimpfen oder rügen. Nehmen Sie ihn stattdessen schleunigst mit nach draußen, damit er machen kann. Und loben Sie ihn, wenn es klappt.

Überhaupt, äußern Sie Ihren Unmut nur, wenn Sie ihn „in flagranti“ erwischen. Wenn es schon passiert ist, weiß der Welpe nicht, was er verkehrt gemacht hat. Er sieht nur „Herrchen/Frauchen ist böse“, aber den Grund versteht er nicht. Ignorieren Sie dann die Bescherung und gehen Sie mit ihm nach draußen. Vergessen Sie nicht das Lob, wenn das Geschäft erfolgreich draußen erledigt ist!

Bestrafung

546681_12769560kleinSollte Ihr Welpe sein Geschäft in der Wohnung gemacht haben, wird in älterer Hundeliteratur oft dazu geraten, man solle eine Zeitung zusammenrollen und dem Hund als Strafe einen Klaps geben. Wenn Sie also eine Zeitung zusammenrollen möchten, dann verpassen Sie nicht Ihrem Welpen den Klaps, sondern sich selbst. Denn Sie haben nicht aufgepasst.
Ebenso wird im Volksmunde dazu geraten, den Hund zur Strafe mit der Schnauze in die von ihm gemachte Pfütze zu tunken. Der Hund aber sollte nicht bestraft werden… wenn Sie trotzdem strafen möchten, dann bitte sich selbst. Ich vermute, Sie verstehen, worauf ich hinaus will: Den Hund mit der Schnauze in seinen Urin zu drücken, ist mehr als unangebracht!

Mit Aufmerksamkeit und gutem Timing werden Sie Ihrem Welpen schnell beibringen können, wo er machen darf. Bleiben Sie gelassen, freundlich und geduldig. Wie auch bei Kindern kann immer mal im Eifer des Gefechts ein Unglück geschehen. Wenn Sie aber am Ball bleiben, werden auch Sie bald ein Erfolgserlebnis haben.

Es ist von Hund zu Hund unterschiedlich, wie schnell er lernt stubenrein zu sein. Bei manchen Welpen klappt es innerhalb weniger Tage schon annähernd zu 100%, wogegen manch anderer Welpe vielleicht über Monate hinweg immer mal wieder „nicht dicht hält“. Auch hier ist es wie mit Kindern: Die einen lernen das Sitzen, Krabbeln, Laufen und Sprechen schnell und andere brauchen dafür eben länger.

Wenn Sie Fragen haben oder mit uns diskutieren möchten, so laden wir Sie herzlich in unser Forum ein: Forum von Petsnature


© Jill Peters  – www.visions-inside.de

Krankenversicherung für Haustiere – Tierkrankenversicherung

Freitag, Juni 18th, 2010

Seit einigen Jahren bieten verschiedene Versicherungsunternehmen Tierkrankenversicherungen an. Über Sinn oder Unsinn kann man streiten, Fakt ist, dass die Tiermedizin heutzutage wesentlich komplexer geworden ist und Tierarztrechnungen bei entsprechender Behandlung durchaus im 4-stelligen Bereich ausfallen können. Im folgenden werde ich die verschiedenen Versicherungsformen vorstellen und das Geschäft der Versicherung an sich darstellen.

Welche Tierkrankenversicherungen gibt es?

Operationskostenversicherung: Diese Versicherungsform tritt nur bei Operationen, die Ihre Katze benötigt in Kraft. Die vorhergehenden Untersuchungen, die zur Diagnosefindung dienen, sind in der Regel nicht enthalten, notwendige Nachuntersuchungen im direkten Zusammenhang mit der Operation schon. Die erforderlichen Medikamente die zur Nachbehandlung gehören, sind in einigen enthalten. Bei manchen Versicherungen wird eine zu zahlende Höchstsumme pro Jahr festgelegt, wenn Sie diese überschreiten, zahlen Sie den Rest selbst.

Vorteile:

  • meistens keine Altersbegrenzung beim Abschluss der Versicherung
  • geringere monatliche Beiträge als bei der Vollversicherung

Nachteile:

  • es werden nur die Operationskosten und die direkt damit zusammenhängenden Kosten erstattet.

Voll – Krankenversicherung: In dieser Versicherungsform werden im Gegensatz zur OP-Kosten-Versicherung mehr und andere Tierarztkosten übernommen. Je nach Tarif gibt es allerdings einen so genannten Selbstbehalt (Mindestsumme die der Tierhalter selbst trägt) oder eine jährliche Begrenzung für Tierarztkosten generell oder pro Diagnose beziehungsweise “Schadensfall”.

Vorteile:

  • es werden auch normale Untersuchungskosten oder Impfungen bezahlt
  • meist sind auch noch weitere “Spezialleistungen” mit eingeschlossen

Nachteile:

  • der monatliche Beitrag ist höher
  • Katzen und Hunde ab einem gewissen Alter werden nicht mehr versichert

Wie funktioniert eine Versicherung überhaupt?

An sich eine schöne Vorstellung: Ich zahle monatlich einen überschaubaren Betrag, dafür gibt mir die Versicherung immer das Geld für jede Tierarztrechnung. Nur so einfach funktioniert das nicht, Versicherungen sind keine wohltätigen Vereine, es ist ein klar kalkuliertes Geschäft.

Verallgemeinernd könnte man eine Versicherung mit einer Wette vergleichen. Sie „wetten“, dass Sie die Versicherung irgendwann in Anspruch nehmen müssen, die Versicherung wettet dagegen. Und in der Regel behält sie Recht, denn sonst würde sich das Geschäft für sie nicht lohnen. Das bedeutet, wenn man den Blick auf alle Tierkrankenversicherungen eines Versicherungsunternehmen wirft, muss die Versicherung nur bei einem ungleich kleineren Prozentsatz aller Versicherten mehr bezahlen, als sie an Beiträgen von Ihnen als einzelnem erhält. Versicherungen sind ein Massengeschäft.

Neben diesem Massenaspekt greifen noch weitere statistische Erfahrungswerte von Tierarztkosten im Allgemeinen. Sie nehmen Einfluss auf die Versicherungsbedingungen, diese können von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich ausfallen. Ziel von allen ist der Gewinn, der sich aus den Beiträgen aller Tierkrankenversicherungen aller Kunden zusammensetzt. Wenn eine Versicherung grundsätzlich keinen Gewinn bringen würde, würden sie sie nicht anbieten oder sie so modifizieren, bis sie Gewinn bringt. Damit sind wir bei den Versicherungsbedingungen.

Welche Versicherungsbedingungen gibt es?

Im Folgenden liste ich alle mir bekannten Bedingungen und Einschränkungen auf, die Sie in den Verträgen finden könnten. Für welche sich das Unternehmen entscheidet, hängt von ihren Experten ab.

Eintrittsalter: Vor allem bei der Vollversicherung gibt es eine Altersbegrenzung, ältere Tiere werden grundsätzlich nicht versichert, das Risiko ist zu hoch.

Andere Altersbegrenzungen: Bei manchen Versicherungen sinkt ab einem gewissen Alter des Tieres die Übernahmehöhe von 100 % auf 80 % oder weniger.

Rasseeinschränkungen: Manche Katzen- und Hunderassen leiden verstärkt unter bestimmten Erbkrankheiten oder sind statistisch gesehen anfälliger bzw. häufiger krank, entweder wird die Rasse nicht vollversichert, oder bestimmte Krankheiten werden aus dem Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Selbstbehalt: Manche Versicherungen zahlen erst ab einer festgelegten Eigenbeteiligung von Ihnen.

Kostenbegrenzung: Manche Versicherungen begrenzen die Kosten entweder pro Jahr, pro Bereich wie zum Beispiel Vorsorge oder pro Diagnose pro Jahr, alle darüber hinaus gehenden Kosten müssen Sie selbst tragen. Das gilt sowohl für die reine Behandlung, als auch für die Operationskosten.

Grundbedingungen: Häufig wird die Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Impfplanes zur Bedingung gemacht. Halten Sie eine Impfung nicht ein und Ihr Tier wird danach krank, kann die Versicherung die Kostenübernahme ablehnen.

Tierarztrechnung: Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) setzt sich aus einem so genannten Grundwert und einem Steigerungssatz zusammen. Manche Versicherungen zahlen nur den „einfachen Satz“ oder haben andere Einschränkungen in diesem Bereich.

Haltungsbedingungen: Bei manchen Versicherungen erhöht sich der Beitrag, wenn die Katzen zum Beispiel ungesicherten Freigang haben, da das das Risiko der Versicherung erhöht.

Leistungsumfang: Der ist von Versicherung zu Versicherung sehr unterschiedlich. Manche zahlen zum Beispiel auch den Tierheilpraktiker, manche schließen bestimmte Verfahren aus.

Versicherungslaufzeit: Es gibt Versicherungen die nur ein Jahr lang laufen und immer wieder verlängert werden können, es gibt aber auch Laufzeiten von 5 oder 10 Jahren. Längere Laufzeiten senken zwar etwas die Beiträge, binden Sie allerdings für diesen Zeitraum an diese Versicherung.

Leistungsbeginn: Nicht jede Versicherungsleistung beginnt mit Ihrer ersten Beitragszahlung, damit schützen sich die Versicherungen davor, dass Sie zum Beispiel von der anstehenden Zahnsanierung schon wissen und nur deswegen die Versicherung abschließen.

Sie sehen, es ist sehr wichtig sich das ganze Kleingedruckte – die Versicherungsbedingungen genau durch zu lesen und auseinander zu klamüsern was sie im Einzelnen bedeuten. Wenn Sie sich für eine Versicherung interessieren, lohnt sich der Vergleich der Bedingungen und der Kosten mehrere Versicherungen auf jeden Fall!

Tierkrankenversicherung – Sinn oder Unsinn?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, es spielen verschiedene Faktoren dabei eine Rolle. Das fängt mit Ihren eigenen Lebensumständen an und hört mit der Situation Ihres Tieres auf.

Wenn Sie zum Beispiel eine jüngere Katze mit einer bestimmten Erkrankung haben und davon ausgehen können, dass Sie trotz der Versicherungsbedingungen wahrscheinlich von der Versicherung profitieren könnten, dann macht sie auf jeden Fall Sinn.

Wenn Sie eine eher kränklichen Hund halten und über einen schmaleren Geldbeutel verfügen, dann wird Ihnen die Versicherung ein gutes Ruhepolster sein, immer für Ihren Hund alles Notwendige veranlassen zu können.

Letztendlich läuft es auf eine simple Rechenaufgabe hinaus:

12 x 20 Euro (durchschnittlicher Beitrag für Katzen) = 240 Euro pro Jahr

240 Euro x 15 Jahre (durchschnittliche Lebenserwartung) = 3600 Euro für 15 Jahre

zusätzlich + eventuellem Eigenbehalt oder Kosten, die die Leistungsgrenzen überschreiten

Am Besten rechnen Sie sich das mit den exakten Zahlen der in Frage kommenden Versicherung durch. Wenn Sie mehrere Tiere halten, gibt es oftmals einen Rabatt wenn alle bei der gleichen Versicherung versichert werden.

Eine überdenkenswerte Alternative zur Tierkrankenversicherung ist ein Sparbuch. Es setzt allerdings voraus, dass Sie zum einen jeden Monat eine Summe X darauf einzahlen und zum anderen so diszipliniert sind, dieses Geld ausschließlich für Tierarztrechnungen zu benutzen.

(c) Katja Tuszynski – www.wortwichtel.de

Die Hundesteuer

Freitag, Juni 18th, 2010

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Wenn man sich dafür entscheidet mit einem Hund zusammenzuleben, dann gibt es Vieles zu bedenken. Jedoch dreht es sich nicht nur darum, welcher Hund, welche Rasse, Hündin oder Rüde, jung oder alt es sein soll, sondern es kommen auch noch andere Verpflichtungen hinzu.

Eine davon ist die Hundesteuer.

Erstmalig wurde die Hundesteuer als Luxussteuer in Deutschland um 1810 erhoben. Man ging davon aus, dass jemand, der sich ein Tier, welches kein Nutztier ist, leisten kann, auch über genügend Geld verfügt, dafür einen Sonderbeitrag zu bezahlen.  Heute hat sich die Luxussteuer zu einer Ordnungssteuer gewandelt, die unter anderem der Begrenzung der Hundeanzahl in einer Stadt dienen soll.

Die Hundesteuer ist eine direkte Steuer, denn der Hundehalter ist der Steuerträger und Steuerpflichtige. Besteuert wird die Hundehaltung.
Zu zahlen hat der Hundehalter: In einer Familie ist es der Wohnungs- oder Hauseigentümer bzw. –mieter, also der Haushaltsvorstand.  Diese Steuer wird als Jahressteuer pro gehaltenen Hund im Haushalt erhoben.

Die Hundesteuer wird von den Gemeinden erhoben; diese besitzen das Recht zu dieser Erhebung.  Der Steuersatz kann in den unterschiedlichen Gemeinden variieren, da die Gemeinde die Höhe des Steuerbeitrags als auch die Regelungen zu Befreiungsmöglichkeiten festlegt. Oftmals ist die Steuerhöhe für den zweiten und jeden weiteren Hund pro Haushalt höher angesetzt als beim Ersthund. Weiterhin kann der Steuersatz für bestimmte Hunderassen (sogenannte Kampfhundrassen) stark erhöht sein. Dies ist im Jahr 2000 vom Bundesverwaltungsgericht als grundsätzlich zulässig erklärt worden.

Für gewerbliche Zwecke gehaltene Hunde darf keine Hundesteuer erhoben werden. Dazu gehören beispielsweise Hunde mit denen gehandelt oder gezüchtet wird.
Für Blindenhund, Hütehunde, Therapiehunde etc. gibt es oft Steuerbefreiungen oder  –ermäßigungen , die jedoch von der jeweiligen Regelung der Gemeinde abhängig sind.

Es ist übrigens ein Gerücht, dass die von der Hundesteuer entstandenen Einnahmen der Gemeinde für die Hundekotbeseitigung eingesetzt werden. Sie als Hundehalter haben immer noch die Pflicht die Hinterlassenschaften Ihres Hundes zu entsorgen (ansonsten begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit, die mittlerweile recht teuer werden kann). Die Gelder aus der Hundesteuer  fließen in die allgemeine kommunale Haushaltskasse.

Hier finden Sie eine Hundesteuer-Datenbank, in der die Steuersätze von rund 1000 Gemeinden eingetragen sind.

Als Beispiel für eine Hundesteuersatzung können Sie an dieser Stelle die Hundesteuersatzung der Landeshauptstadt Hannover vom 01.01.2005 (als pdf-Datei) finden.

Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach dem Zeitpunkt, ab dem Ihr neuer Hund versteuert werden muss. Genaueres über den Erhebungszeitraum und den Steueranspruch erfragen Sie ebenfalls am besten bei Ihrer Gemeinde. Für Welpen gilt beispielsweise in Hannover, dass der Steueranspruch am ersten Tag des folgenden Kalendermonats entsteht, wenn der Welpe drei Monate geworden ist.

Als Nachweis für Ihre Steuerleistung erhalten Sie in der Regel eine Hundesteuermarke, welche unterwegs mitgeführt werden muss. Meistens wird diese Marke am Halsband des Hundes befestigt; ich selbst halte es jedoch so, dass ich die Hundemarke im Portemonnaie untergebracht habe, damit sie beim Toben und Rennen meines Hundes nicht doch einmal verloren geht.

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Quelle Fotos: www.sxc.hu

© Jill Peters  – www.visions-inside.de

Ist Ihre Katze zu dick?

Samstag, Juni 12th, 2010

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heide1Für Katzen gilt genauso wie für uns Menschen, dass dick sein nicht gesund ist. Es führt zu vielen gesundheitlichen Schäden, verkürzt sogar die Lebenserwartung. Fangen wir bei den Ursachen für eine dicke Katze an, meistens sind wir Menschen schuld am größeren Umfang unserer Katzen. Es gibt aber auch den einen oder anderen medizinischen Grund.

Oftmals liegt es am Bewegungsmangel oder die Katzen werden nicht ausreichend gefordert. Wenn wir einen Blick auf wild lebende Katzen werfen, ist ganz klar zu sehen, dass diese Katzen nicht übergewichtig werden. Deswegen müssen wir Menschen gerade bei Wohnungskatzen für einen adäquaten Ausgleich sorgen. Dazu später mehr.

Ein weiterer möglicher Grund liegt im falschen Umgang mit Kitten während ihrer Prägephase, ihren ersten Lebenswochen. Wenn kleine Katzen zu gut ernährt werden, dann bildet ihr Körper mehr Fettzellen als notwendig, so dass in der Folge auch mehr Fett als nötig im Erwachsenenalter abgespeichert wird.

Ein anderer wichtiger Punkt liegt im Essverhalten, welches wir Menschen den Katzen anerziehen. Jede Katze nascht gerne, es obliegt aber uns darauf zu achten, was und wie oft sie nascht, beziehungsweise ob wir das auf die normale Futtermenge anrechnen oder nicht. Katzen die unter Bewegungsmangel oder Langeweile leiden neigen in der Folge auch dazu zu viel zu Essen, weil Essen ja auch Aufmerksamkeit vom Menschen bedeutet.

Woran kann ich erkennen ob meine Katze zu dick ist?

Es gibt ein paar körperliche Merkmale, an denen man festmachen kann, ob eine Katze Unter-, Normal- oder Übergewicht hat.

Starkes Untergewicht: Rippen und Lendenwirbel, sowie Beckenknochen sind bei einer Kurzhaarkatze mit bloßem Auge gut zu erkennen, bei einer Langhaarkatze sehr leicht zu ertasten. Die Kniefalte ist deutlich sichtbar, in den Flankenfalten ist kein Fettgewebe. Wenn man von oben auf seine Katze schaut, hat sie eine starke Taille und einen schmalen Nacken.

Untergewicht: Die Rippen und Wirbel sind leicht zu tasten unter einer sehr dünnen Fettschicht, von oben gesehen hat die Katze eine enge Taille.

Normalgewicht: Bei ihr kann man die Rippen zwar fühlen aber nicht sehen. Bei Langhaarkatzen spürt man über den Rippen eine dünne Fettschicht. Die Katzen haben eine erkennbare Flankenfalte. In der Draufsicht hat die Katze eine leichte Taille.

Übergewicht: Die Rippen sind schon etwas schwerer unter einer stärkeren Fettschicht zu tasten. Sichtbares Fettgewebe am Bauch, das auch beim Laufen leicht hin und her schlenkert. Der Bauch ist in der Seitenansicht gerundet, Taille kaum mehr erkennbar von oben.

Starkes Übergewicht: Die Rippen sind unter einer ausgeprägten Fettschicht kaum mehr zu ertasten. Eine Taille ist nicht mehr vorhanden, starkes Fettgewebe vor allem am Bauch, aber auch in den Flanken, im Gesicht und an den Beinen. Der Bauch schwingt beim Laufen hin und her.

Wenn Sie nun festgestellt haben, dass Ihre Katze übergewichtig ist, ist der nächste Schritt der Gang zum Tierarzt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für eine gesunde Katzendiät. Welche für Ihre Katze passt, sollte auf jeden Fall der Tierarzt aufgrund des Gesundheitszustandes der Katze mitentscheiden.

Die Palette reicht von reduzierter Kost über die so genannten Light-Produkte bis hin zu einer kompletten Ernährungsumstellung. Trockenfutter ist in der Regel kalorienreicher als Nassfutter und Futter ist sowieso nicht gleich Futter, es gibt starke Schwankungen im Nährstoffgehalt! Auch im Bereich der Leckerlies gibt es kalorienreiche und ungesunde sowie natürliche und gesunde Naschereien. Empfehlenswert sind zum Beispiel gefriergetrocknete Shrimps oder getrocknete Fleischstückchen.

WICHTIG: Katzen dürfen nicht zu schnell abnehmen, da sonst die Gefahr einer hepatischen Lipidose (Fettleber) besteht. Am besten machen Sie vorher einen Checkup beim Tierarzt, er wird Ihnen auch sagen, wie viel Gramm die Katze ausfgrund ihrer Situation pro Monat maximal abnehmen sollte.

Hepatische Lipidose – Fettleber

Reicht eine Diät aus?

Nein, denn keine noch so gute Diät oder Futterumstellung wird dauerhaften Erfolg zeigen, wenn Sie nicht die Lebensweise Ihrer Katze umstellen. Damit meine ich ihre täglichen körperlichen Aktivitäten, denn für unsere Katzen gilt das gleiche wie für uns Menschen: Sport gehört dazu! Und das umso mehr, wenn Bewegungsmangel oder Langeweile die Ursache für das Übergewicht Ihrer Katze ist.

Ich glaube wir alle wissen, wie schnell in unserem stressigem Alltag sich der innere Schweinehund zu Wort meldet, man sich es lieber abends gemütlich machen will. Es ist bequemer mit der Katze vorm Fernseher zu kuscheln, als mit ihr durch die Wohnung zu toben.

Noch schwieriger wird es, wenn die Katze schwer zum Spielen zu motivieren ist. Klar, es gibt Katzen, denen man nur einen Federwedel vor die Nase zu halten braucht und schon geht’s los. Aber das trifft eben nicht auf alle Katzen zu und gerade die etwas behäbigeren Kandidaten müssen von uns besonders motiviert werden, haben auch oftmals das Spielen und Toben „verlernt“. Außerdem fällt es einer dicken Katze auch schwerer sich zu bewegen, trägt sie doch im schlimmsten Fall ein paar Kilos zuviel mit sich rum.

Da hilft nur Disziplin und Konsequenz, in erster Linie von uns Menschen. Zur Unterstützung folgen jetzt ein paar Tipps:

Leckerlies erarbeiten: Für eine dicke Katze gibt es in Zukunft keine Leckerlies mehr ohne das sie was dafür tun muss. Gut geeignet sind dafür die im Handel erhältlichen Snackbälle, die von der Katze bespielt werden müssen um an das begehrte Naschwerk zu kommen. Genauso super sind auch die selbst gebastelten Pfotelburgen, da muss sich die Katze das begehrte Naschwerk erpfoteln. Man kann aber auch einfach das Leckerlie der Katze zeigen und es dann im hohen Bogen durch die Wohnung werfen, so dass sie ihm hinterher jagen muss.

Spielzeug: Die meisten Katzen spielen kaum mit sich selbst, also ist hier der Mensch gefordert. Alles was neu und unbekannt ist und fremd riecht ist spannender als das Spielzeug, was Katze seit Jahren kennt. Es gibt inzwischen in einigen Onlineshops kätzisch gut durchdachtes Spielzeug, wie zum Beispiel eine Federangel, die perfekt einen fliegenden Vogel imitiert. Das lässt kaum eine Katze kalt. Das Spielzeug muss den Jagdinstinkt deiner Katze herausfordern!

Die eine Katze steht mehr auf schlangenartige Bewegungen, die andere mag lieber Raschelndes. Finde heraus was deine Katze antörnt, achten Sie auf ihre Körpersprache. Belauert sie mit den Augen das Spielzeug sind Sie auf dem richtigen Weg und müssen die Katze nur noch etwas mehr provozieren.

Spieledecke: Hierzu eignet sich jede kleinere Decke. Katzen lieben es, wenn unter Decken ein Spielzeug lang wandert und sie es erhaschen müssen. Ab und zu auch mal die Spitze rausgucken lassen, für die eine Katze mehr schlängeln, für die andere besser schnell hin und her ziehen. Oder die Decke über einen niedrigen Karton legen und so eine Höhle schaffen und dort spielen. Mit dieser Decke können Sie ein tägliches Spieleritual einführen, damit Ihre Katze weiß: Mein Mensch holt die Decke, jetzt wird gespielt!

Alltag durchbrechen: Jede Katze mag keine großen Veränderungen in ihrem Revier, aber kleine Überraschungen sind gerne gesehen. Bauen Sie doch einfach mit ein paar Stühlen, einem Tisch dazwischen und vielleicht einem Regalbrett einen kleinen Parcours für Ihre Katze. Sie wird sofort neugierig schnüffelnd ankommen. Nutzen Sie diese Neugierde und versuchen Sie sie mit einem neuen Spielzeug – wie zum Beispiel einem Wedel – über diesen Parcours zu locken. Dabei sollte Ihre Katze springen und klettern müssen, Sie werden sehen, so findet sie wieder Spaß am Spielen.

KartonburgMit größeren Kartons kann man immer wieder gut den Alltag durchbrechen. Ein länglicher und ca. 30 cm hoher Karton ist bestens für eine Türschwelle geeignet, so dass Ihre Katze jetzt jedes Mal wenn sie in ein bestimmtes Zimmer will darüber springen muss. Die Kartons können alle paar Tage neu positioniert werden, auch dass bringt wieder Abwechslung in den Alltag der Katze.

Fangen spielen: Katzen untereinander spielen gerne Fangen. Das geht auch genauso gut mit uns Menschen. Wenn Sie gerade mit Ihrer Katze am Spielen sind, rennen Sie auf einmal überraschend weg in ein anderes Zimmer. Manche Katzen rennen von alleine hinterher, andere müssen gelockt werden. Am besten schaffen Sie schon vorher ein paar Töne / Worte, die Ihre Katze in Zukunft immer eindeutig mit Spielen verbindet. Locken Sie sie genau mit diesen Spielsignalworten zu Ihnen, nach dem Sie weggerannt sind. Ist die Katze bei Ihnen eingetroffen, drehen Sie den Spieß um und versuchen nun sie zu jagen. Aber bitte niemals bei Ihrer Katze dabei Angst verursachen, es muss mittels Ihrer Töne und Körpersprache der Katze ganz klar sein, dass das jetzt Spiel ist. Hat sie das kapiert wird sie ihre helle Freude an diesem Fangspiel haben!

Erlaubt ist grundsätzlich alles was Ihrer Katze – und auch Ihnen – Spaß macht und niemanden gefährdet. Also bitte gefährliches Spielzeug oder gewagte Parcours nicht stehen lassen, wenn Sie nicht da sind oder unbeaufsichtigt liegen lassen.

Ein weiteres wichtiges Mittel beim Spielen ist die so genannte positive Verstärkung. Loben Sie Ihre Katze bei allem Spiel und Erfolg im Übermaß, denn das hört auch Katze gern. Sie lernt so, dass Spielen ein von Ihnen erwünschtes Verhalten ist und sie auf diesem Weg von Ihnen viel Zuwendung bekommt. Das vergrößert ihre Freude um ein vielfaches!

Je schlanker Ihre Katze dank Nahrungsumstellung und Bewegung wieder wird, desto zufriedener wird sie auch wieder werden und es Ihnen mit noch genussvolleren Schmusestunden danken.

Und nun noch ein Wort zu den gesundheitlichen Folgen, wenn eine Katze zu dick ist und bleibt. Diabetes, Gelenk- und Wirbelsäulenschäden, Herz- und Kreislaufprobleme sowie eine verkürzte Lebenserwartung sind nur einige davon. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Katze früher oder später daran erkrankt, kann durch eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung stark gesenkt werden. Und auch Ihnen selbst wird es besser gehen, wenn Sie nach Hause kommen und von einer zufriedenen und agilen Katze begrüßt und zum Spiel aufgefordert werden.

Noch ein Link zum Thema:

Buch mit Diät und Trainingsplan

Weitere Fragen zu diesem Thema beantworten wir auch gerne in unserem Forum: Forum von Petsnature

© Katja Tuszynski 2009

Quellen der Fotografien:

Foto 1: Heide – Danke für die Überlassung!
Foto 2: www.sxc.hu
Foto 3: Katja Tuszynski

Ein Kitten zieht ein

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Artikel powered by petsnature.de

Der Titel ist etwas irreführend, denn wie im Artikel

Ein, zwei oder mehr Katzen?

ausführlich dargelegt, sind Katzen keine Einzelgänger. Das gilt im besonderen Maße für kleine Katzen. Sollte also keine altersgemäß passende Katze bei Ihnen wohnen, sollten auf jeden Fall zwei Kitten einziehen!

kira1Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist das Alter der kleinen Katze, sie sollte mindestens 12 Wochen alt sein. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel

Wenn diese beiden Punkte im Sinne der Katze geklärt sind, ist der nächste Schritt das Einkaufen.

Welche Dinge benötigt eine kleine Katze?

Fangen wir am besten mit der Grundausstattung an. Falls Sie schon eine oder mehrere Katzen halten, dürfte vieles vorhanden sein. Katzenanfängern empfehle ich den Besuch eines großen Fachhandels um sich ein Bild von den möglichen Produkten zu machen. Wenn Sie wissen, was Sie wollen, können die einzelnen Produkte oftmals n einem Onlineshop oder bei Ebay günstiger gekauft werden.

a30Katzenklo: Eine Grundregel für die Anzahl der Katzenklos ist mindestens so viele Klos aufstellen, wie Katzen im Haushalt leben, am besten noch eines mehr. Die Klos sollten an ruhigen Orten stehen. Falls Sie sich für ein Klo mit hohen Rändern – oder alternativ für die Ikea-Aufbewahrungsbox – entscheiden, kann es sein, dass Ihr Kitten in den ersten Wochen ein kleines Kistchen als Einstiegshilfe braucht.

Tipp: Bei kleinen Katzen kann das gleiche passieren, wie bei kleinen Kindern, sie finden nicht schnell genug den Weg zum Klo. Hilfreich sind kleine Schüsseln mit Streu in jedem Zimmer für die ersten paar Wochen.

Streu: Es gibt drei Sorten von Streu, sie bestehen entweder aus Bentonit, aus Pflanzen oder aus Silikat. Einige sind klumpend, einige nicht. Da Kitten manchmal auf die blödsinnigsten Ideen kommen – wie z. B. Streu fressen – sind Sie mit einem Pflanzenstreu wie Cats Best Öko Plus für den Anfang auf der sicheren Seite.

Eine ausführliche Betrachtung der Vorzüge der verschiedenen Streus finden Sie in diesem Artikel:

Welches Katzenstreu ist das richtige?

maja88Fressnäpfe: Pro Katze sollten am besten mehrere Futternäpfe zum Wechseln vorhanden sein. Informationen und Gedanken zur Wahl des passenden Materials und einer katzengerechten Form finden Sie in dem Artikel

Die Gestaltung des Futterplatzes

Trinknäpfe: Auch wenn unsere Katzen eigentlich Wüstentiere sind und einen großen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfes über die feuchte Nahrung aufnehmen, brauchen sie eine oder mehrere zentrale Trinkplätze. Viele Informationen über Trinkverhalten und Wasserstellen finden Sie in unserem Artikel

Wasser – wichtiges Lebenselixier

Spielzeug: Alle Katzen sind – wenn sie entsprechend gehalten werden – bis ins hohe Alter verspielt. Das Spiel lässt sie ihren Jagdtrieb ausleben, baut aufgestaute Energien ab und hält sie fit und schlank. Bei kleinen Katzen ist dieser Spieltrieb noch um einiges ausgeprägter. Deswegen ist ein reichhaltiges Angebot verschiedener Spielsachen absolut notwendig.

Im gut sortierten Fachhandel oder in Onlineshops finden sie dem entsprechend auch eine Fülle von Spielzeug. Es gibt die unterschiedlichsten Wedel und Angel, kleine Spielstationen, Bälle und Mäuse, Spielsachen mit Katzenminze und Spielsachen die Geräusche von sich geben. Wenn Sie Ihre Katzen näher kennen lernen, werden Sie schnell ihre Vorlieben entdecken.

a19WICHTIG: Die meisten Spielsachen dürfen nicht unbeaufsichtigt für die Katzen frei nutzbar sein, es gibt leider genug Unfälle mit ernsten gesundheitlichen Konsequenzen wie z. B. das Verschlucken kleiner Teile oder Schnüre – Folge kann Darmverschluss sein – oder das Erdrosseln, wenn sich eine Angelschnur um den Hals des Kitten immer enger zieht.

Rückzugsplätzchen: Eine Katze hat in ihrem Revier immer mehrere bevorzugte Schlafplätze, diese können aus mit Handtüchern gepolsterten Kartons, gekauften Bettchen oder Höhlen oder Ihrem Bett bestehen. Gern belegt werden Fensterbretter oder Heizungen, fast jeder erhöhte Punkt ist geeignet. Jede Katze braucht mehrere dieser Orte, manche werden gemeinsam genutzt, manche gehören einer Katze alleine.

Tipp: Sollte ein in Ihren Augen wunderbares Bettchen von den Katzen gemieden werden, liegt es meistens an dem Platz auf dem es liegt. Suchen Sie einen neuen Ort dafür, einen Ort den ihre Katzen gerne aufsuchen, werden Sie sehen, dass das Bettchen von den Katzen dort für gut befunden wird.

Kratzmöbel: Katzen klettern für ihr Leben gerne, sie nutzen auch bevorzugt die so genannte „dritte Dimension“ im Raum. Um ihnen das zu bieten, benötigen sie Kratzbäume und andere Kratzmöbel, die sich auch sehr gut als Spielplätze eignen.

Viele Informationen zum Thema Kratzbaum finden Sie in dem Artikel:

Die Qual der Wahl bei Kratzbäumen

maja21Sie werden sehen, aus der Sicht Ihrer Katze gehört alles ihr, sind Sie und die ganze Welt zu ihrem persönlichen Vergnügen da. Ihre Kitten werden jede erkletterbare Fläche erforschen, kein Regal ist zu hoch, keine Schrankfläche zu uninteressant. Womit wir schon beim nächsten Punkt sind.

Sicherheit für Ihre Katze in der Wohnung

Ähnlich wie eine Wohnung kindersicher gemacht werden muss, wenn ein kleines Kind heranwächst, muss auch Ihre Wohnung aus Kittenperspektive betrachtet werden. Es lauern so einige Gefahren in Ihrem Haushalt!

Am besten begeben Sie sich für einen ersten Rundgang auf die Knie und gucken sich genau jedes Loch, dass durch Abstände zwischen Möbeln und Wänden entsteht an. Kitten die hinter die Einbauküche klettern, sind keine Seltenheit!

Tipp: Verstopfen Sie alle möglichen und unmöglichen Löcher katzensicher.

Das gilt auch für Abstandslöcher in für Sie unerreichbaren Höhen. Nicht wenige Kitten sind schon hinter Schrankwände gefallen. Also rauf auf die Leiter und alles genau absuchen und katzensicher gestalten!

Der nächste Rundgang in Ihrer Wohnung befasst sich mit dem Umfalltest. Ihr Kitten wird versuchen alles Mögliche und Unmögliche zu erklettern oder zu bespringen. Schwerere Gegenstände, die nicht kippelsicher sind müssen entsprechend gesichert werden, das können z. B. freistehende Lautsprecherboxen, kleine hochbeinige Tischchen oder Regale sein.

kitten2Es gibt noch zwei weitere bekannte gefährliche Gegenstände, das eine ist der Wäscheständer, das andere das Bügelbrett. Beide können beim Bespringen umkippen und im unglücklichen Fall zu Verletzungen führen. Sollte das heiße Bügeleisen noch auf dem Brett stehen wird es noch gefährlicher.

Ein anderer sehr wichtiger Punkt beim Thema Sicherheit sind alle Fenster und Balkone.

Gekippte Fenster: sind eine sehr gefährliche Falle für kleine und große Katzen, sie können sehr schmerzhaft darin stecken bleiben, in der Medizin gibt es inzwischen auch einen Fachausdruck dafür

Kippfenster – Syndrom

Um dieses zu vermeiden, sollten Sie Fenster nur kippen, wenn Sie auch zuhause sind oder sie mit einem Kippfensterschutz sichern.

Kippfensterschutz von Trixie

Offene Fenster und Balkone: Unsere Katzen sind von Natur aus neugierig und schwindelfrei. Ein offen stehendes Fenster oder die Balkonbrüstung sind die Einladungen schlechthin! Aber auch unsere Katzen haben immer wieder unkonzentrierte Momente, wenn z. B. eine Fliege oder ein Vogel vorbeifliegt. Eine Vielzahl aller Unfälle, die Katzen haben, sind Abstürze aus ungesicherten Fenstern oder Balkonen. Je nach Höhe und Boden kommt es zu heftigen Verletzungen oder gar zum Tod. Also bitte niemals einen Balkon oder ein Fenster ungesichert lassen – selbst wenn Sie immer dabei sein sollten, glauben Sie mir, im Falle des Falles sind Sie nicht schnell genug.

Der Fachhandel und die Baumärkte bieten verschiedene Netzkonstellationen, außerdem gibt es inzwischen richtig professionelle Katzennetzsysteme.

Anbieter Catfence

Mülleimer: Kitten wollen ihre Welt entdecken, dabei machen sie vor nichts spannendem Halt. Ein offener Mülleimer, in den Sie leckere oder verführerische Dinge werfen, wird gerne mal ausgeräumt. Dabei kann es je nach Inhalt des Mülleimers zum Verschlucken von Kleinstteilen oder Verpackungen, oder gar zu Vergiftungen kommen.

Haushaltsreiniger: Sie gehören genau wie bei Kindern sicher weggeschlossen.

Zimmer- und Balkonpflanzen: Sie sind auch sehr spannend beim Entdecken der Welt. Leider sind viele Pflanzen für Katzen giftig, Ihre Katze weiß das aber nicht und kaut gerne auf jeglichem Grünen herum. Eine Liste aller Giftpflanzen finden Sie in folgender Datenbank:

Giftdatenbank

Wenn Sie Zimmerpflanzen haben, sollten Sie auf jeden Fall vorher überprüfen ob sie für Ihre Katzen giftig sind!

Ernährung von Kitten

maja83Kleine Katzen brauchen sehr viel Energie – wird durch die Nahrung aufgenommen – um zu wachsen und ausgelassen toben zu können. Deswegen bietet die Futtermittelindustrie auch viele verschiedene Produkte ausschließlich für Kitten an.

Demnächst finden Sie in unserem Ratgeber einen Artikel, der sich ausführlich mit der Ernährung von Kitten beschäftigt. Sollten Sie aktuell Fragen dazu haben, melden Sie sich bitte in unserem Forum, den Link dazu finden Sie am Ende dieses Artikels.

Solange die Katzen noch im Wachstum sind sollten sie auf jeden Fall Futter zur freien Verfügung haben. Dies gilt besonders, wenn sie tagsüber längere Zeit alleine sind.

Der große Tag des Einzuges

Endlich ist er da! Sie haben alles geschafft, die Wohnung ist kittensicher und katzengerecht, Sie haben jede Menge Futter und Spielzeug eingekauft und sind nun rechtschaffen aufgeregt und neugierig auf Ihre neuen Familienmitglieder. Freuen Sie sich auf eine wunderbare und spannende Zeit!

Zunächst noch ein paar Worte zur Situation Ihrer kleinen Katzen. Sie haben bisher im besten Falle im sicheren Verbund mit ihrer Mama und ihren Geschwistern gelebt. Aus dieser Situation werden sie durch den Einzug bei Ihnen rausgerissen, nichts riecht mehr vertraut für sie. Das ist Stress pur für die Kleinen. In den ersten Tagen sind deswegen sie Ihre Hauptaufgabe. Wenn es geht, nehmen Sie sich doch ein paar Tage dafür frei.

maja33Ein Kitten im Alter von 12 Wochen ist vergleichbar mit einem Kleinkind. Wenn sie den ersten Schreck überwunden haben, werden sie anfangen vorsichtig ihre neue Welt zu erkunden. Begleiten Sie sie dabei, seien Sie mit Spielzeug und Leckerli bewaffnet in ihrer Nähe, erzählen Sie ihnen wie sehr Sie sich auf ein Leben mit ihnen freuen!

Ihre Stimme, Ihre Zärtlichkeit wird den Kitten ganz langsam ein Gefühl der Sicherheit geben. Sie sind nicht alleine und im besten Falle haben sie sich gegenseitig, oder eine schon vorhandene Katze zur Gesellschaft.

Zum Thema Zusammenführung von Katzen wird es demnächst in diesem Ratgeber einen eigenen ausführlichen Artikel geben.

Kleine Katzen haben einen schier unerschöpflichen Vorrat an Energie, sie wollen toben, springen, klettern und spielen, am besten alles gleichzeitig. Diese Energie bahnt sich mehrmals täglich ihren Weg nach draußen, deswegen sollten Sie auch wenigsten dreimal am Tag längere Spiel- und Toberunden mit den Kleinen einlegen.

Neben dem Essen und dem Toben sind auch intensive Schmuseeinheiten sehr wichtig. Sie geben den Kleinen ein Gefühl der Bestätigung, des Geliebtwerdens und legen außerdem auch das Fundament zu ihrer zukünftigen innigen Bindung an Sie.

Das Leben mit Kitten

maja81Kleine Katzen wollen und müssen alles ausprobieren was sie sehen und entdecken dabei,

  • dass man in Gardinen toll schaukeln kann,
  • dass menschliche Füße wunderbare Spielkameraden sind,
  • dass man in Pflanzentöpfen buddeln kann,
  • dass sich Oberschenkel hervorragend für Klimmzüge eignen,
  • dass herumliegende Kabel ein super Schlangenersatz sind,
  • dass man aus den Wänden kleine Papierstückchen zum Spielen kratzen kann

und noch sehr vieles mehr! Natürlich gibt es je nach Charakter des Kittens eine kleinere oder größere Neigung für Aktionen dieser Art. Allerdings habe ich im Laufe der Jahre beobachtet, dass vor allem Kitten die mit Ihnen nicht ausreichend Spielen und Toben können vermehrt auf diese „blödsinnigen“ Ideen kommen. Eine kleine Katze die von Ihnen mehrmals täglich mit Spielzeug ausgepowert wird, erliegt seltener der Langweile, aus der solche Ideen geboren werden.

Wenn ein oder mehrere Kitten einziehen, ist es etwas Wunderschönes und leider ist diese Zeit rückblickend viel zu schnell vorbei. Schnappen Sie sich einfach Ihre Kamera und genießen Sie diese Zeit in vollen Zügen. Ihre Welt wird um einiges reicher werden!

In unserem Forum stehen wir Ihnen gerne mit unserem Rat beiseite: Forum von Petsnature

© Katja Tuszynski 2009 – www.wortwichtel.de

Quelle Fotos 1 – 6: (c) Katja Tuszynski

Kommunikation mit dem Hund

Samstag, Mai 15th, 2010

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Die Grundlage für ein glückliches Zusammenleben mit einem Hund ist, dass man richtig mit ihm kommuniziert. Wir Menschen verständigen uns untereinander auf eine ganz andere Weise als Hunde es unter sich tun. Um mit unserem Hund reden zu können, müssen wir uns nun auf seine Ebene begeben: Wir müssen zuerst einmal verstehen, was unser Hund uns mitteilt. Wir müssen die Hundesprache lernen, damit wir ihn begreifen. Auf diesem Erkennen und Verstehen baut die Hundeerziehung auf: Um unserem Hund etwas beizubringen – ihm mitzuteilen, was wir von ihm wollen – ist es notwendig, dass wir seine Sprache verstehen. Und es ist genauso notwendig, dass wir seine Sprache auch sprechen können.

Der amerikanische Autor Edward Hoagland formulierte dieses Prinzip treffend in zwei Sätzen:
In order to really enjoy a dog, one doesn’t merely try to train him to bei semi-human. The point to fit is to open oneself to the possibility of becoming partly a dog.

Übersetzung:  Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen. Ziehen Sie doch stattdessen mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.

Was genau ist eigentlich Kommunikation?

Der Begriff “Kommunikation” stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet soviel wie „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen“. Er beschreibt eine Sozialhandlung, in die mehrere Lebewesen (mindestens zwei) einbezogen sind. Kommunikation ist ein Austausch, ein gegenseitiges Geben und Nehmen von Informationen. Durch die Sozialhandlung Kommunikation werden gemeinsam Hindernisse überwunden, die sich alleine nicht bewältigen lassen. Kommunikation dient der Problemlösung.
Bei der Kommunikation beeinflusst einer (Sender) das Verhalten eines anderen (Empfänger) durch Signale. Signale können optischer, akustischer oder chemischer Herkunft sein. Optische Signale sind Formen, Bewegungen, aber auch Farben. Sprache und Lautäußerungen zählen zu den akustischen Signalen und unter chemischen Signalen kann man sich beispielsweise Pheromone vorstellen.

In den meisten Fällen verläuft die Kommunikation scheinbar selbstverständlich, sie ist alltäglich. Bei Misserfolgen und Missverständnissen, die auf Probleme mit der Kommunikation basieren könnten, sollte man die eigene Kommunikation hinterfragen: Gerade bei der Kommunikation mit dem Hund, bei der wir Menschen „hündisch“ sprechen und unser Hund dies verstehen soll, kann es schnell zu Missverständnissen kommen. In so einem Fall obliegt es dem Mensch seine Zeichengebung zur Kommunikation nochmals zu überdenken.

Wie spricht der Hund?

Unser Hund spricht eigentlich ununterbrochen mit uns.  Ein Hund redet mit seinesgleichen verhältnismäßig wenig über die Lautsprache, sondern er setzt vornehmlich die Körpersprache ein. So hält er es auch mit uns. Er verfügt über ein ausgeprägtes und feines System von Kommunikationsmöglichkeiten, die weit über das normale Bellen hinaus gehen.

Körpersprache

Zur Körpersprache gehören Körperhaltung, Mimik und Bewegungen, wie beispielsweise das Schwanzwedeln. Schon mit einer kleinen Bewegung kann uns der Hund viel sagen: Ein kurzes Lecken mit der Zunge über die eigene Hundenase, ein Blick zur Seite, ein leichtes Wedeln mit der Rute – all dies sind vom Hund an uns ausgesendete Signale. Diese gilt es zu erkennen und vor allem zu verstehen, damit die Kommunikation und damit letztendlich auch das Zusammenleben mit unserem Hund erfolgreich verlaufen.

Lautsprache

Auch die akustischen Verständigungssignale beschränken sich nicht nur auf das gewöhnliche Bellen. Unser Hund beherrscht zum Beispiel verschiedene Arten des Bellens, die jeweils unterschiedliche Bedeutungen haben. Zum Bellen gesellen sich Jaulen, Winseln, Brummen, Knurren, Fiepen, Quietschen, Japsen und so weiter und so fort. Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wie vielfältig die Lautsprache Ihres Hundes ist?

olfaktorische Wahrnehmung

Aufgrund unserer im Vergleich zu Hunden recht unsensiblen Nasen entfällt diese Form der Kommunikation zwischen Hund und Mensch. In manchen Fällen ist dies auch wohl ganz gut so, man bedenke, dass Hunde so manch einen Geruch toll finden, der bei uns eher Übelkeit erzeugt. Ihr Hund hat sich doch bestimmt auch schon mal in etwas Unappetitlichem gewälzt, oder? Darüber hinaus sind olfaktorische Signale unter Hunden ein wichtiges Mittel zur innerartlichen Kommunikation: Urinmarken werden gesetzt, der Kotgeruch verrät Vieles über Fütterungszustand und Gesundheit eines Hundes, Rüden lassen sich durch den Geruch läufiger Hündinnen betören, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Rundum, unser Hund ist ein hochsoziales Wesen mit außerordentlichen Fähigkeiten. Sein Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten ist ein eindeutiger Beweis. Seine Sprache können wir Menschen lernen, indem wir unsere Augen offen halten und unseren Hund mit einem gewissen Einfühlungsvermögen beobachten.
Die Herausforderung besteht nicht nur in der Vielfalt der Signale unseres Hundes, sondern auch in der Deutung: Oftmals erliegen wir Menschen hier der Versuchung die Signale „auf Menschenart“ zu interpretieren und unseren Hund vermenschlichen.
Menschliche Gefühle wie Rache, Reue, Scham, schlechtes Gewissen usw. kennt unser Hund nicht. „Er hat es getan, obwohl er weiß, dass er das nicht darf“ ist eine vermenschlichende Interpretation: In so einem Fall kommt es schnell zu Missverständnissen in der Kommunikation. Im schlimmsten Fall wird der Hund nun bestraft und weiß gar nicht, wofür er eigentlich bestraft wird. Diesem Missverständnis ist aber bereits eine Fehlkommunikation vorausgegangen: Der Mensch hat entweder dem Hund nicht klar machen (signalisieren) können, dass das unerwünschte Verhalten eben unerwünscht ist oder er hat ihn gar durch seine aktuelle Signalgebung zu diesem Verhalten animiert. Jetzt muss man sich selbst an die eigene Nase fassen und versuchen den Grund zu erkennen.

Wie spricht der Mensch?

Sprache

Wir müssen nicht bellen und knurren; genauso wenig wird unser Hund unseren menschlichen Wortschatz erlernen.  Unser Hund „kennt“ seinen Namen und ein paar kurze Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Aus“. Was er nicht versteht, sind lange Sätze wie „Lässt du das mal bleiben. Geh besser in deinen Korb und leg dich da hin. Im Augenblick stehst du mir gerade im Weg.“ Je nach Ihrer Stimmlage wird Ihr Hund Sie eher verständnislos angucken, sich vielleicht freuen, weil Sie mit ihm reden oder sich aber trollen, weil Sie so ärgerlich klingen. Verstanden hat er Ihre Worte aber gar nicht.
Er versteht gelernte kurze Kommandos sowie Ihren Tonfall und die Lautstärke, die Sie anwenden. Sie können sich davon ganz leicht selbst überzeugen, wenn Sie mit liebevoll säuselnder Stimme Ihrem Hund die unmöglichsten Schimpfworte erzählen. Er wird sich freuen. Auch wird es Sie vielleicht überzeugen, dass Ihr Hund nicht kommen mag, wenn Sie Ihn – vom Warten bereits ärgerlich – mit wütender Stimme rufen.

Körpersprache

Auch wir Menschen können mit unserer Körperhaltung und Bewegungen mit unserem Hund kommunizieren. So lernt ein Welpe schneller das Kommando „Hier“, wenn man sich hinhockt (und sich damit auf die Ebene des Welpens, auf Augenhöhe quasi, begibt) und auffordernd spielerisch lockend auf seinen Oberschenkel klopft, während man ihm ein freundlich-fröhliches „Hiiihiiiier“ entgegen trällert.
Beim Training in vielen Hundeschulen wird die Körpersprache bewusst eingesetzt: Kommandos werden mit bestimmten eindeutigen Handzeichen verknüpft. So wird das „Sitz“-Kommando beispielsweise mit einem Sichtzeichen wie dem erhobenen Finger verknüpft und der Hund bekommt als Zeichen zum Sitz-Machen gleich zwei Signale: Das Stimmkommando und den erhobenen Zeigefinger.
Aber auch unbewusst vermitteln wir durch Körpersprache unserem Hund viel. Er kann unsere Stimmung an unserer Körperhaltung, an der Intensität unserer Bewegungen ablesen und spürt, wenn wir angespannt sind.

Es kann für Sie eine Hilfe sein, wenn Sie sich in die Perspektive Ihres Hundes versetzen. Stellen Sie sich vor, wie Sie auf Ihren Hund wirken: Mit Körperhaltung und Bewegung, sowie Stimmlage und –lautstärke. Denken Sie daran, dass Ihr Hund, wenn er vor Ihnen steht, in der Regel gerade mal auf Ihre Beine schauen kann! Oftmals kann man so schon Missverständnisse in der Kommunikation aufklären bevor sie überhaupt entstehen. In der Hundeschule übernimmt der Hundetrainer diese Aufgabe. Er beobachtet Sie und Ihren Hund, kann Fehler in der Kommunikation erkennen und diese korrigieren.

Wenn Sie die Sprache Ihres Hundes gelernt haben und wissen, wie Sie für ihn deutliche Signale aussenden, dann steht einem glücklichen Zusammenleben kaum noch etwas im Wege.

Wenn Sie sich über das Thema gerne weiter austauschen wollen, dann sind Sie herzlich in unserem Forum willkommen: Forum von Petsnature


Bildquellen: www.sxc.hu & Wikimedia Commons & Jill Peters

© Jill Peters 2009 – www.visions-inside.de