Archive for the ‘Dauerthemen’ Category

Welcher Hund passt zu mir?

Dienstag, November 8th, 2011

Welcher Hund passt zu mir? – Diese Frage ist eine der ersten, die Sie sich gründlich beantworten sollten, wenn Sie darüber nachdenken einen Hund in Ihr Leben einziehen zu lassen.

Gerade als künftiger Ersthundehalter hat man noch ganz andere Vorstellungen davon, wie der eigene Hund aussehen sollte. Genau dies, das Aussehen, sollte bei der Wahl der Rasse oder Mischung aber erst an zweiter Stelle stehen. An erster Stelle steht die Frage: Welchen Eigenschaften eines Hundes kann ich gerecht werden und welche Eigenschaften hat welcher Hundetypus?

Manche Konstellationen von Mensch und Hund können schon bald zu Konflikten im Zusammenleben führen. Im Interesse Ihres künftigen Hundes und in Ihrem eigenen Interesse informieren Sie sich am besten vorher über Eigenschaften und Bedürfnisse Ihrer „Traumrassen“.  Manche Hunde sind leicht zu erziehen und „anfängergeeignet“. Andere wiederum besitzen eine natürliches „Sturköpfigkeit“ und die Erziehung erfordert eine Menge „hündisches Fachwissen“ und Einfühlungsvermögen, das man als Ersthundehalter noch gar nicht besitzen kann. Schließlich müssen Sie als „Neuling“ im Zusammenleben mit Hunden noch genauso viel über das Verhalten und die Kommunikation mit dem Hund in der Praxis lernen wie ein Welpe, der noch erzogen werden muss. (weiterlesen…)

Artgerechte Haltung von Katzen

Dienstag, Juli 19th, 2011

Man liest immer häufiger von der artgerechten Haltung von Katzen, ihr Ziel ist die Zufriedenheit und das Glück unserer Hauskatzen. Das Wort „artgerecht“ steht in diesem Zusammenhang für folgende Aspekte des Katzenlebens:

  • Haltungsbedingungen
  • Einzel- oder Gruppenhaltung
  • Umgang
  • Ernährung
  • Gesundheit

Nicht wenige Menschen – vor allem viele, die nicht mit Katzen zusammen leben – sind der Meinung, dass einzig der unkontrollierte Freigang eine artgerechte Haltung von Katzen sei. Dem will ich an dieser Stelle und mit diesem Artikel widersprechen! Zu einer artgerechten Haltung zählen alle Aspekte eines Katzenlebens und unkontrollierter Freigang in einer risikoreichen Gegend verkürzt die Lebenserwartung der Katze um rund die Hälfte. (weiterlesen…)

An Möbeln kratzen – Kratzmarkieren

Sonntag, Mai 29th, 2011

Wenn Katzen an Möbeln oder Tapeten kratzen, ist das aus ihrer Sicht ein völlig normaler und auch wichtiger Vorgang. Man nennt das Kratzmarkieren und es gehört zum natürlichen Kommunikationsverhalten unserer Katzen.

Was ist Kratzmarkieren?

Katzen markieren ihr Revier (Wohnung, Garten, Umgebung) mit ihrem körpereigenen Duft, den so genannten Pheromonen. Die Pheromondrüsen der Katzen sitzen an verschiedenen Stellen am Kopf (Schläfen, Kinn und Unterlippe), am Schwanz, an der Analdrüse, entlang des Rückens und an den Pfoten. Wenn Ihre Katze Ihnen Köpfchen gibt, Ihnen um die Beine streicht oder auf ihrem Schoß tretelt markiert sie Sie mit ihrem Duft. Bestimmte aus Katzensicht interessante „Ecken“ in der Wohnung werden durch Reiben mit der Schnauze oder eben Kratzen markiert.

Jede Katze hat einen ganz eigenen Duft, den sie auf diese Weise mehrmals tagtäglich in ihrem Revier verteilt. Der Grund ist ein Sicherheits- und Wohlgefühl, das unsere Katzen nur haben, wenn ihr Revier nach ihnen riecht. Wenn mehrere Katzen zusammenleben bildet sich aus den einzelnen individuellen Düften ein Gruppenduft, der auch einmalig ist.

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Hausapotheke für Katzen

Dienstag, April 12th, 2011

Wie wichtig so eine Hausapotheke ist, erkennt man oft erst, wenn etwas passiert ist. Katzen sind sehr lebendige Wesen, die neugierig alles erkunden wollen. Laute ungewohnte Geräusche können sie erschrecken und aus dem Gleichgewicht bringen, die Jagd nach einem Insekt lässt manche alle Vorsichtigkeit vergessen.

Kleinere Verletzungen kann man als erfahrener Katzenhalter durchaus selbst behandeln, sollte man jedoch unsicher sein, ist auf jeden Fall der Tierarzt vorher zu fragen. Bei schwereren Unfällen oder ernsthafteren Erkrankungen muss auf jeden Fall ein Tierarzt besucht werden, dennoch kann man im Vorfeld schon das eine oder andere tun. Fragen Sie hierzu am Besten auch Ihren Tierarzt beim nächsten Besuch, er wird Ihnen sagen, welche Vorbereitungen aus seiner Sicht sinnvoll sind. (weiterlesen…)

Unsauberkeit bei Katzen

Montag, März 28th, 2011

Ein sehr wichtiges und leider auch oft sehr falsch behandeltes Thema, da in diesem Zusammenhang so manches Ammenmärchen weit verbreitet ist. Mit diesem Artikel versuche ich mit diesen auf zu räumen und zu erklären, warum es bei Katzen zu Unsauberkeit kommen kann.

Es gibt kein Protestpinkeln!

Das Wort Protest ist in diesem Zusammenhang völlig falsch. Eine solche Form des Protestes a la „dem Menschen zeig ich es aber und pinkle ihm aufs Bett“ kennen Katzen nicht. Aus diesem Grund fange ich mit einer kleinen Einführung über das Verhalten von Katzen an.

Anders als bei uns Menschen dient der Urin und der Kot den Katzen auch als Kommunikationsmittel. In der freien Natur werden damit Grenzen geruchlich signalisiert und verschiedene Botschaften wie z. B. ein „ich war da“ oder „ich bin rollig“ hinterlassen. Letzteres erfolgt meisten in Form von Harnmarkieren, dazu bespritzt eine Katze stehend eine Wand, einen Baum oder ähnliches. (weiterlesen…)

Tipps zur Haustierfotografie

Mittwoch, Oktober 20th, 2010

Sind Sie auch stolzer Besitzer eines dieser kleinen digitalen Wunderwerke? Immer bereit die Schönheit und die glorreichen Taten Ihrer Süßen für die Nachwelt zu verewigen, aber mit den Ergebnissen nicht so ganz zufrieden? Dann sind Sie hier richtig! Denn wir wollen Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie Ihre Hunde und Katzen ins rechte Licht rücken.

Wir haben überlegt, was für den Anfang die wichtigsten Punkte sind und sind auf die Kamera an sich, die Perspektive, den Bildaufbau, das Licht und die Bildbearbeitung gekommen. Diese werden wir mit vielen praktischen Tipps erläutern. Trotzdem gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt, um den Sie nicht drum herum kommen: Die Bedienungsanleitung Ihrer Kamera! Denn erst wenn Sie die Kamera verstehen, können Sie ihr auch sagen was sie machen soll! (weiterlesen…)

Chronische Niereninsuffizienz (CNI)

Samstag, Juli 31st, 2010

Dieses Krankheitsbild tritt meistens sehr langsam, schleichend auf, ist in unserer westlichen Welt leider eine sehr oft vorkommende Erkrankung von Katzen. Studien gehen von jeder dritten Katze im Alter aus, es kann aber auch jüngere Katzen betreffen.

Was ist eine chronische Niereninsuffizienz?

Insuffizienz kommt aus dem lateinischen und bedeutet Unzulänglichkeit oder Unfähigkeit. In der Medizin umschreibt dieses Wort, die eingeschränkte Funktion und oder unzureichende Leistung eines Organs oder Organsystems. Chronisch werden Krankheiten bezeichnet, die sehr langsam verlaufen oder lang andauernd sind. Im Falle der chronischen Niereninsuffizienz bedeutet es, dass die Nieren versagen, eine dauerhaft eingeschränkte Funktion haben.

Welche Aufgaben haben die Nieren?

In erster Linie ist die Niere ein Ausscheidungsorgan, mit Hilfe des Urins werden Stoffwechselgiftstoffe, die im normalen Verdauungsprozess entstehen und in zu großer Menge dem Körper schaden würden ausgeschieden. Daneben nimmt sie noch weitere Funktionen wahr:

  • Regelung des Flüssigkeitshaushaltes des Körpers
  • Regelung des Elektrolythaushaltes (Natrium, Kalium, Calcium, Phosphat u. a.)
  • Regelung des Säure-Basen-Haushaltes
  • Abgabe von Hormonen ins Blut, die den Blutdruck, die Bildung von roten Blutkörperchen und den Knochenstoffwechsel regulieren
  • Ausscheidung von Medikamenten und Umweltgiften

Die Nieren können sich leider nicht selbst regenerieren wie z. B. die Leber, sind sie einmal geschädigt, bleibt diese Schädigung für den Rest des Lebens, sie wird sich im Laufe der Jahre aufgrund der eingeschränkten Funktion auch noch verschlimmern.

Welche Ursachen hat die CNI?

Noch ist die Erforschung dieser Krankheit nicht am Ende angelangt, es gibt verschiedene bewiesene Ursachen, aber auch einige die im Verdacht stehen, aber noch nicht ausreichend bewiesen wurden.

Bewiesene Ursachen sind unter anderem:

  • angeborene oder erbliche Faktoren
  • Entzündungen der Niere oder der harnableitenden Wege
  • Vergiftungen
  • Tumorerkrankungen
  • Nebenwirkung von Medikamenten wie Metacam
  • andere Erkrankungen wie z. B. die Amyloidose oder Pseudozysten

Unbewiesene Ursachen sind unter anderem:

  • Zahn- und oder Zahnfleischerkrankungen
  • Trockenfutterernährung
  • Impfungen
  • Bluthochdruck
  • harnansäuernde Futtermittel
  • Kaliummangel

Welche Symptome können auf eine CNI hindeuten?

Die im Folgenden aufgelisteten Symptome können auf eine CNI hindeuten, genauso aber auch auf andere Erkrankungen. Es gibt auch CNI-Patienten, die nur einige dieser Symptome aufweisen, sie dienen somit nur als Indiz, reichen zu einer Diagnoseerstellung in keinem Fall aus:

Vermehrtes Trinken / Durst (Polydipsie): Der Körper regiert mit gesteigertem Durst auf die eingeschränkte Nierenfunktion und versucht mit den größeren Trinkmengen weiterhin ausreichend die Stoffwechselgifte über die Nieren auszuscheiden.

Vermehrtes Urinieren (Polyurie): In Folge des vermehrten Trinkens produziert der Körper auch mehr Urin um die Stoffwechselgifte in ausreichendem Maße auszuscheiden.

Vermehrtes Erbrechen: Viele CNI-Katzen leiden an einer Übersäuerung des Magens, die im Körper nicht ausreichend abgebauten Stoffelwechselgifte können die Magensäureproduktion erhöhen. Meist erbrechen sie dann weißen Schaum und oder klare Flüssigkeit.

Entzündungen der Mundschleimhaut: Die erhöhte Magensäureproduktion kann diese Entzündung verursachen.

Entzündung der Magenschleimhaut: Die erhöhte Magensäureproduktion kann diese Entzündung verursachen.

Fressunlust (Inappetenz) + Gewichtsverlust: – bis hin zur Futterverweigerung. Meist steckt eine Übelkeit aufgrund der erhöhten Magensäure dahinter, sie kann aber auch durch Austrocknung, Verstopfung, Geruchsverlust und anderem entstehen.

Austrocknung (Dehydration): In dem Versuch der Nieren, die Stoffwechselgifte auszuscheiden, kann es – wenn eine Katze nicht ausreichend trinkt – zu einer Austrocknung des Körpers kommen, weil er nicht mehr mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird.

Verstopfung: Kann eine Folge von Flüssigkeitsmangel sein.

Schwäche, verminderte Aktivität: Verschiedene Faktoren der CNI können zu einer Schwäche führen, oftmals zeigt sie sich in den Hinterbeinen.

Stumpfes Fell: Das hängt auch mit einer Austrocknung zusammen.

Mundgeruch: Wenn die Nieren die Stoffwechselgifte nicht mehr ausreichend abbauen, kann der Atem nach „Urin“ riechen.

Erblindung: Die eingeschränkte Nierentätigkeit kann zu Bluthochdruck führen, welcher wiederum eine Erblindung auslösen kann. Wenn hier schnell reagiert wird, kann mittels eines blutdrucksenkenden Mittels das Augenlicht wieder erlangt werden.

Wenn Sie eines oder mehrere Symptome bei Ihrer Katze bemerken, sollten Sie sie auf jedem Fall dem Tierarzt vorstellen und auf eine ausführliche Blutuntersuchung bestehen.

Diagnose der chronischen Niereninsuffizienz

Da sich die meisten Symptome erst bemerkbar machen, wenn die Krankheit schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist, ist es sinnvoll bei dem geringsten Verdacht oder auch bei einem regelmäßigen Checkup – der bei älteren Katzen auf jeden Fall angeraten ist – mittels einer Blutuntersuchung die Nierenwerte mit kontrollieren zu lassen.

Sollten die Nierenwerte im Blut erhöht sein, müssen weitere Untersuchungen zur Bestätigung der Diagnose CNI folgen, da auch andere Erkrankungen die Blutwerte erhöhen können. Eine sehr gute Absicherung der Diagnose ist ein Urintest (U-P/C – Test), in dem das Verhältnis von Protein (Eiweiß) zu Kreatinin (Stoffwechselprodukt der Niere) untersucht wird. Dieser Urintest wird auch oft zur Früherkennung von CNI eingesetzt. Eine Früherkennung ist wichtig, denn desto weniger die Niere prozentual geschädigt ist, desto besser kann man auf die Erkrankung reagieren.

Aufgrund weiterer Untersuchungen (z. B. Röntgen, Ultraschall, weitere Blutuntersuchungen) muss auch geklärt werden, ob es sich um ein akutes Nierenversagen oder eine chronische Niereninsuffizienz handelt. Fragen Sie am besten auch Ihren Tierarzt, ob er Erfahrung mit dieser Krankheit hat, wenn nicht lassen Sie sich bitte von ihm oder Ihrem Bekanntenkreis einen Tierarzt empfehlen.

Behandlung einer chronischen Niereninsuffizienz

Welche Behandlung am sinnvollsten ist, hängt mit dem Schweregrad der Schädigung, den Symptomen und dem Befinden Ihrer Katze zusammen. In der Schulmedizin kann unter anderem folgendes zum Einsatz kommen:

  • Nierendiätfutter, um die Nieren zu entlasten
  • Infusionstherapie, um der Austrocknung gegen zuwirken und die Gifte aus dem Körper zu spülen
  • Behandlung von Erbrechen, Verstopfung, Übelkeit
  • Stimulation des Appetits
  • Behandlung des Bluthochdrucks

Neben der klassischen Medizin gibt es außerdem sehr gute alternative und ganzheitliche Behandlungsansätze, die seit Jahren wirkungsvoll zum Einsatz kommen und inzwischen auch von einigen Tierärzten übernommen werden.

Gerade bei diesem Krankheitsbild ist es sehr wichtig, dass Sie sich selbst in die Thematik einlesen und so Ihre Katze gezielter beobachten können und mit Ihrem Tierarzt und eventuellem Tierheilpraktiker Hand in Hand arbeiten. Das Krankheitsbild ist sehr komplex und greift in viele andere Körperabläufe mit ein, deswegen ist es auch gut, wenn sich die behandelnden Fachleute damit schon auskennen.

Eine Quelle für diesen Artikel und eine sehr gute Internetseite mit detailreichen Information für Ihren Einstieg in die chronische Niereninsuffizienz finden Sie hier:

Tanyas Informationszentrum

Weitere Quellen:

Artikel von Barbara Welsch

Tierarztpraxis Dr. Rogalla und Dr. -Rummel

Wikipedia: Niereninsuffizienz

Die Seiten von Birgit Lötzerich

Auch in unserem Forum stehen wir Ihnen gerne mit unserem Rat beiseite: Forum von Petsnature

© Katja Tuszynski 

Futtermittelunverträglichkeit

Freitag, Juli 23rd, 2010

Artikel powered by petsnature.de

In der Medizin unterscheidet man zwei Formen der Futtermittelunverträglichkeit, zum einen die Futtermittelintoleranz, zum anderen die Futtermittelallergie. Im Folgenden finden Sie eine genaue Definition der beiden Unverträglichkeiten, Wege der Diagnose und den erfolgreichsten Behandlungsansatz.

Der folgende Artikel wurde zwar speziell für Katzen geschrieben, gilt aber für Hunde gleichermaßen.

Futtermittelintoleranz

Der Begriff „Intoleranz“ meint medizinisch eine Stoffwechselstörung aufgrund unzureichender Verarbeitung zugeführter Substanzen. In Bezug auf eine Futtermittelintoleranz bedeutet es die Störung des normalen Verdauungsprozesses bei Nahrungsaufnahme ohne Beteiligung des Immunsystems.

Futtermittelallergie

Bei der Futtermittelallergie kommt es zusätzlich noch zu einer Immunantwort. Das bedeutet, dass das Immunsystem der Katze den Allergie auslösenden Stoff wie auf einen Krankheitserreger reagiert und es kommt zu einer Überreaktion des Körpers.

Für Mensch wie Tier gilt gleichermaßen, das etwas was man jahrelang gerne ißt und gut verträgt plötzlich eine Allergie auslösen kann. Die Ursachen einer Allergie können in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel erbliche Veranlagung, Einfluss von Umweltgiften, veränderten Lebensgewohnheiten und vielem anderen liegen. Die Medizin ist noch dabei das Gebiet der Allergien zu erforschen, eine Übersicht über die herkömmlichsten Theorien finden Sie bei Wikipedia:

Ursachen allergischer Erkrankungen

Symptome von Futtermittelunverträglichkeiten

Wichtig: Die nachstehenden Symptome entstehen auch bei vielen anderen Erkrankungen, wenn Ihre Katze eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, heißt das nicht automatisch, dass sie eine Futtermittelunverträglichkeit hat. Diese Diagnose sollte auf jeden Fall immer ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker stellen!

Außerdem gibt es unterschiedliche Stärken der körperlichen Reaktionen, manch eine Katze muss sehr leiden, einer anderen macht es kaum zu schaffen. Wie immer gilt: ein Lebewesen ist kein Auto – deswegen kommt es bei jedem zu unterschiedlichen Verlaufsformen.

Folgende Symptome können ein Indiz für eine Futtermittelunverträglichkeit sein, egal ob die Katze nur eines oder mehrere zeigt:

  • Erbrechen, das nur bei bestimmten Futtersorten auftritt
  • Durchfall, der sich nach Futterumstellung bessert
  • Blähungen bei bestimmten Futtersorten
  • Bauchschmerzen
  • Juckreiz, häufig vor allem im Gesicht, an den Ohren und an den Pfoten
  • Schuppige Haut
  • Haarausfall, oft auffällig jenseits des Fellwechsels
  • Entzündete oder gerötete Haut
  • schlechter Appetit bis hin zur Abmagerung
  • Teilnahmslosigkeit
  • Wachstumsstörungen bei jungen Katzen
  • Heuschnupfenähnliche Symptome wie Niesen, Husten, Schnupfen oder roten Augen

Auslöser von Futtermittelunverträglichkeiten

Die Tierfutterindustrie hat genau so wie die menschliche Nahrungsindustrie in den letzten Jahrzehnten einen rasanten Wandel erlebt. Während es früher nur geringe Auswahl gab, gibt es heute zum einen sehr viel mehr Futterhersteller und zum anderen hat jede Firma die unterschiedlichsten Produkte für verschiedene Bedürfnisse im Angebot. Außerdem ist unsere westliche Welt auf einer Art „Chemietrip“, Produkte müssen sehr lange haltbar sein, es gibt künstliche Aromen und jede Menge anderer künstlicher Futterzusatzstoffe wie Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Stabilisatoren.

Erstaunlicherweise sind diese nur bei einem geringeren Teil der Katzen Unverträglichkeit auslösend, der größere Teil reagiert auf bestimmte Eiweißstoffe (Proteine) von einigen Fleisch- oder Getreidesorten. Kohlehydrate kommen als Auslöser auch vor. Die bekanntesten Allergie- und Intoleranzauslöser sind:

  • Rindfleisch
  • Milchprodukte
  • Geflügel
  • Eier
  • Fisch
  • Lammfleisch
  • Schweinefleisch
  • Pferdefleisch
  • Getreide- oder Sojaprodukte

Bestimmte Faktoren unterstützen eine Futtermittelunverträglichkeit, wie die eben schon erwähnten künstlichen Futterzusatzstoffe. Verschiedene Medikamente können eine Unverträglichkeit auslösen, das gleiche gilt für Parasiten und Pilzsporen. Wenn diese Faktoren wegfallen, lassen auch die Unverträglichkeitsreaktionen nach.

Weiterhin gibt es einige Katzenrassen, bei den Futtermittelunverträglichkeiten häufiger vorkommen als bei anderen.

Diagnose einer Futtermittelunverträglichkeit

Es gibt inzwischen zwei Wege um grundsätzlich eine Unverträglichkeit relativ sicher festzustellen. Der eine 100 %ige ist eine Ausschlussdiät über viele Wochen hinweg, der andere ist ein Labortest (Blutuntersuchung), der jedoch auch Falschergebnisse liefern kann. Auf Futtermittelallergien spezialisierte Tierfachärzte greifen deswegen immer auf die Ausschlussdiät zurück.

Ausschlussdiät

Labortest Futtermittelallergie

Bis zur eindeutigen Diagnose einer Futtermittelintoleranz oder –allergie ist es ein langer Weg, da verschiedene andere (Haut)Erkrankungen die gleichen Symptome zeigen. Es ist deswegen sehr wichtig, die anderen möglichen Erkrankungen auch auszuschließen. Rein theoretisch kann man anhand bestimmter Blutwerte erkennen, ob es sich generell um eine allergische Reaktion handelt, da die körperliche Abwehrreaktion des Immunsystems diese Blutwerte ansteigen lässt. In wie weit das in Tierarztpraxen eine gebräuchliche Untersuchung ist, kann ich nicht sagen.

Wie immer, wenn etwas häufiger als früher auftritt – egal aus welchem Grund – wird es auch zu einer Art „Modeerscheinung“. In meiner langjährigen ehrenamtlichen Arbeit sind mir leider schon einige Fälle begegnet, in denen ein Tierarzt ohne gründliche Untersuchung und ohne Ausschlussdiät eine Futtermittelallergie diagnostizierte und dem Katzenhalter dringend sein Spezialfutter empfahl und verkaufte. Das ist nicht der richtige Weg, er kann auch zu einer Falschdiagnose führen, weil anderes übersehen wurde.

Natürlich ist eine Ausschlussdiät eine etwas anstrengendere Zeit, vor allem wenn man mehrere Katzen hat. Doch nur so können zweifelsfrei das Vorhandensein einer Allergie und ihre Auslöser bestimmt werden.

Behandlung

Die sicherste Behandlung ist ein völliges Weglassen der auslösenden Stoffe. Je nach dem worauf Ihre Katze überreagiert ist es einfacher oder komplizierter das umzusetzen.

Die Futtermitteletiketten geben oftmals die Formulierung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ oder „Getreide“ an. Um wirklich zu wissen, was in einem Futter enthalten ist bleibt nur der Weg des direkten Nachfragens beim Hersteller übrig. Doch von manchen Futterproduzenten bekommt man keine exakte Antwort, das kann zwei Gründe haben:

  • die Rezeptur wechselt je nach kostengünstigem Angebot im Einkauf
  • der Hersteller will diese Auskunft aus anderen Gründen nicht öffentlich machen

Eine Hilfe bieten wir Ihnen mit unseren drei Artikeln zum besseren Verständnis des Futtermitteletiketten – Chinesisch:

Futtermitteletiketten-Teil-I

Futtermitteletiketten-Teil-II

Futtermitteletiketten-Teil-III

Gerade für Katzen mit schweren Allergien gegen Hauptbestandteile vieler Futtermittel wie zum Beispiel Rind ist BARFen das sicherste Mittel der Wahl um wirklich eine Kontrolle darüber zu haben, was im Napf Ihrer Katze landet:

BARFen – Biologisch artgerechte Rohfütterung für Katzen

Selbstgekochte Katzennahrung

Wichtig: Beim BARFen ist darauf zu achten, dass die Supplemente auch keine Allergieauslöser enthalten!

Einige Hersteller bieten  spezielle Fertigfutterdiäten in verschiedenen Qualitäten an.

In der alternativen Medizin finden sich weitere Behandlungsansätze, sie ist vor allem sehr hilfreich in Zeiten der allergischen Reaktion.

Für weitere Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne in  unserem Forum mit unserem Rat beiseite: Forum von Petsnature

© Katja Tuszynski  – www.wortwichtel.de

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Quellen:

Wikipedia: Futterallergie

Tierklinik: Ratgeber