Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Öko-Boykott

Montag, Juni 28th, 2010

klo_1kleinIch wäre gerne Öko. Zumindest bei der Katzenstreu, denn statt die Umwelt mit Bentonit  und Co. zu belasten, sind Cat’s Best, Porta Pine und ähnliche Streusorten auf pflanzlicher Basis eine tolle Alternative. Mal ganz abgesehen davon, dass sie meinen armen Armen jede Menge Schlepperei von schwerem Streu erparen.

Sogar besonders sparsam scheint das Öko-Streu zu sein. Kaum habe ich es einen Tag im Katzenklo, reduzieren sich die Urinklumpen auf magische Weise. Ich freue mich über das frisch entdeckte Sparpotenzial – bei fünf Katzen muss Frau schließlich sehen, wo sie bleibt.

Allerdings offenbaren sich rund um den PC auf einmal komische Gerüche. Da wird doch nicht jemand…? Ich verdächtige meine uralte Katzenseniorin, denn  vergisst schon mal, wo das Kistchen steht. Doch kurz darauf erwische ich den Übeltäter in Flagranti: nicht die Älteste, sondern die Jüngste der Katzenbande will lieber Teppichsünder sein, als die Umwelt zu schonen.

Fazit: Wenn Katz‘ nicht will, hat des Dosenöffners ökologisches Gewissen das Nachsehen. Und jede Woche einen neuen Teppich zu kaufen, ist nun auch nicht umweltfreundlich.

P.S.: Die anderen Katzen sind mit Ökostreu wirklich zufrieden – ein eigener Test lohnt sich also auf jeden Fall.

Beschäftigungsspielzeug für Katzen

Sonntag, Juni 20th, 2010

Röhrenspiel3Unsere vier Katzen leben ausschließlich in der Wohnung und nutzen gerne den katzensicher eingenetzten Balkon.

Damit der Katzenalltag nicht langweilig wird, entwickeln wir immer wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten, die kostengünstig herzustellen sind. Einige davon werde ich hier nach und nach vorstellen.

Heute zeige ich die Variante mit Röhren, die man im Sanitärhandel kaufen kann.

Bauanleitung für ein Röhren-Katzenspielzeug

Material:

  • 1 m langes Kunststoffrohr (grau, Sanitärbedarf), in meinem
  • Fall: Außendurchmesser 53 mm, Innendurchmesser 50 mm;
  • 1 Gewindestange Stahl, 5 mm stark, in meinem Fall: ca. 33 cm lang (gibt es wahrscheinlich nur in 50 cm Länge oder  100 cm, ist dann mit Eisensäge entsprechend zu kürzen);
  • Ca. 5 für die Gewindestange passende Muttern;
  • Ca. 10 für die Gewindestange passende Unterlegscheiben;
  • 1 passendes Grundbrett, in meinem Fall: 40 x 34 cm groß, ca. 4 cm dick (das Brett kann auch andere Größen haben, sollte aber einen stabilen Stand bieten sowie genügende Dicke für den Einbau der Gewindestange => sh. Bauanleitung)

Bauanleitung:

Die 1 m lange Kunststoffröhre zunächst in 5 gleiche, 20 cm lange Stücke teilen/zersägen (am besten mit Eisensäge oder Feinsäge). Dann ist durch die Mitte der Rohrstücke (sowohl Mitte der Länge als auch des Durchmessers) ein 5 mm dickes Loch zu bohren, durch die Ober- als auch die Unterseite. Geeignet ist hierfür ein Metallbohrer. Die Gewindestange sollte locker durchpassen, aber nicht zu sehr wackeln.

Die Gewindestange ist nun im Grundbrett zu befestigen. Hierzu zunächst ein 5 mm Loch durch die Mitte des Grundbrettes bohren, mit einem Holzbohrer. Ist das Brett ca. 4 cm dick, ist anschließend von unten das Loch ca. 1 cm tief zu vergrößern, mit einem 10 mm starken Holzbohrer. Die Gewindestange wird nun durch das Loch des Brettes gesteckt und von unten eine Mutter aufgeschraubt.  Die Gewindestange wird dann von der Oberseite her so durch das Brett gezogen, dass die untere Mutter in der unteren Vertiefung des Brettes verschwindet (keine Kratzer auf dem Fußboden). Von oben her wird nun eine Unterlegscheibe auf die Stange gesteckt und eine Mutter aufgeschraubt. Durch Festziehen der Mutter verbindet man die Stange mit dem Brett.

Nun wird eine Unterlegscheibe auf die Stange gesteckt, dann das erste Kunststoffrohrteil. Dann folgt wieder eine Unterlegscheibe (damit die Rohre nicht aufeinander festhängen) und das nächste Rohrteil. Das geht so weiter bis alle 5 Rohrteile montiert sind. Zum Abschluss noch eine Unterlegscheibe, dann zwei ! Muttern, damit diese gekontert (gegenseitig festgezogen) werden können. Zwei Schraubenschlüssel oder Zangen sind nötig, dann halten sich die beiden Muttern gegenseitig und können sich nicht lösen, aber auch nicht die Rohre einklemmen. Mit nur einer Mutter wäre das so, und die Rohre würden sich nicht mehr frei drehen.

Röhrenspiel1Zu Beginn sollte man der Katze das Leckerchen zeigen und je nach Interesse des Tieres entweder nur auf das Brett legen oder sichtbar am Röhreneingang. Hilfreich sind anfangs stark riechende Leckerchen. Hat das Tier den Sinn dieses Spielzeugs verstanden, kann man die Leckerchen auch tiefer in die Röhre legen. Da sich in der Mitte der Röhren die Gewindestange befindet, können die Tiere die Belohnung zwar sehen, aber nicht unbedingt sofort herauspfoteln.

Ich würde mich freuen, wenn Ihnen diese Idee gefällt und sie  zum Nachbauen anregt, da viele Katzen gerne stöbern und entdecken.  Das Spielzeug kann zum Beispiel auch mit Futter befüllt werden, so haben die Katzen am Tag etwas Beschäftigung und müssen sich ihr Futter „erarbeiten“.

Es gibt Katzen, die anfangs möglicherweise nicht sofort mitspielen möchten, weil es ihnen keine Freude bereitet und sie es auch nicht kennen. In dem Fall würde ich nicht aufgeben und es immer wieder versuchen. Denn wenn die Tiere verstanden haben, daß ihre Aktion sofort belohnt wird, werden sie und auch der Mensch viel Freude daran haben.

Im folgenden Video möchte ich Ihnen zeigen, daß mein Kater, der viele Jahre auf der Straße leben musste und derartige Beschäftigungen garnicht kannte, seine helle Freude hatte, seine Belohnungen aus den Röhren zu pfoteln.

Video Kater mit dem Röhrenspiel

Dieses Röhrenspiel zeigt nur eine von vielen möglichen Varianten. Sie kann verändert und erweitert werden. Ich wünsche Ihren Katzen und Ihnen viel Spass beim Entdecken welche Varianten Ihren Katzen das größte Vergnügen bereitet.

Quelle Fotos 1 und 2 sowie des Videos: (c) Claudia

Krankenversicherung für Haustiere – Tierkrankenversicherung

Freitag, Juni 18th, 2010

Seit einigen Jahren bieten verschiedene Versicherungsunternehmen Tierkrankenversicherungen an. Über Sinn oder Unsinn kann man streiten, Fakt ist, dass die Tiermedizin heutzutage wesentlich komplexer geworden ist und Tierarztrechnungen bei entsprechender Behandlung durchaus im 4-stelligen Bereich ausfallen können. Im folgenden werde ich die verschiedenen Versicherungsformen vorstellen und das Geschäft der Versicherung an sich darstellen.

Welche Tierkrankenversicherungen gibt es?

Operationskostenversicherung: Diese Versicherungsform tritt nur bei Operationen, die Ihre Katze benötigt in Kraft. Die vorhergehenden Untersuchungen, die zur Diagnosefindung dienen, sind in der Regel nicht enthalten, notwendige Nachuntersuchungen im direkten Zusammenhang mit der Operation schon. Die erforderlichen Medikamente die zur Nachbehandlung gehören, sind in einigen enthalten. Bei manchen Versicherungen wird eine zu zahlende Höchstsumme pro Jahr festgelegt, wenn Sie diese überschreiten, zahlen Sie den Rest selbst.

Vorteile:

  • meistens keine Altersbegrenzung beim Abschluss der Versicherung
  • geringere monatliche Beiträge als bei der Vollversicherung

Nachteile:

  • es werden nur die Operationskosten und die direkt damit zusammenhängenden Kosten erstattet.

Voll – Krankenversicherung: In dieser Versicherungsform werden im Gegensatz zur OP-Kosten-Versicherung mehr und andere Tierarztkosten übernommen. Je nach Tarif gibt es allerdings einen so genannten Selbstbehalt (Mindestsumme die der Tierhalter selbst trägt) oder eine jährliche Begrenzung für Tierarztkosten generell oder pro Diagnose beziehungsweise “Schadensfall”.

Vorteile:

  • es werden auch normale Untersuchungskosten oder Impfungen bezahlt
  • meist sind auch noch weitere “Spezialleistungen” mit eingeschlossen

Nachteile:

  • der monatliche Beitrag ist höher
  • Katzen und Hunde ab einem gewissen Alter werden nicht mehr versichert

Wie funktioniert eine Versicherung überhaupt?

An sich eine schöne Vorstellung: Ich zahle monatlich einen überschaubaren Betrag, dafür gibt mir die Versicherung immer das Geld für jede Tierarztrechnung. Nur so einfach funktioniert das nicht, Versicherungen sind keine wohltätigen Vereine, es ist ein klar kalkuliertes Geschäft.

Verallgemeinernd könnte man eine Versicherung mit einer Wette vergleichen. Sie „wetten“, dass Sie die Versicherung irgendwann in Anspruch nehmen müssen, die Versicherung wettet dagegen. Und in der Regel behält sie Recht, denn sonst würde sich das Geschäft für sie nicht lohnen. Das bedeutet, wenn man den Blick auf alle Tierkrankenversicherungen eines Versicherungsunternehmen wirft, muss die Versicherung nur bei einem ungleich kleineren Prozentsatz aller Versicherten mehr bezahlen, als sie an Beiträgen von Ihnen als einzelnem erhält. Versicherungen sind ein Massengeschäft.

Neben diesem Massenaspekt greifen noch weitere statistische Erfahrungswerte von Tierarztkosten im Allgemeinen. Sie nehmen Einfluss auf die Versicherungsbedingungen, diese können von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich ausfallen. Ziel von allen ist der Gewinn, der sich aus den Beiträgen aller Tierkrankenversicherungen aller Kunden zusammensetzt. Wenn eine Versicherung grundsätzlich keinen Gewinn bringen würde, würden sie sie nicht anbieten oder sie so modifizieren, bis sie Gewinn bringt. Damit sind wir bei den Versicherungsbedingungen.

Welche Versicherungsbedingungen gibt es?

Im Folgenden liste ich alle mir bekannten Bedingungen und Einschränkungen auf, die Sie in den Verträgen finden könnten. Für welche sich das Unternehmen entscheidet, hängt von ihren Experten ab.

Eintrittsalter: Vor allem bei der Vollversicherung gibt es eine Altersbegrenzung, ältere Tiere werden grundsätzlich nicht versichert, das Risiko ist zu hoch.

Andere Altersbegrenzungen: Bei manchen Versicherungen sinkt ab einem gewissen Alter des Tieres die Übernahmehöhe von 100 % auf 80 % oder weniger.

Rasseeinschränkungen: Manche Katzen- und Hunderassen leiden verstärkt unter bestimmten Erbkrankheiten oder sind statistisch gesehen anfälliger bzw. häufiger krank, entweder wird die Rasse nicht vollversichert, oder bestimmte Krankheiten werden aus dem Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Selbstbehalt: Manche Versicherungen zahlen erst ab einer festgelegten Eigenbeteiligung von Ihnen.

Kostenbegrenzung: Manche Versicherungen begrenzen die Kosten entweder pro Jahr, pro Bereich wie zum Beispiel Vorsorge oder pro Diagnose pro Jahr, alle darüber hinaus gehenden Kosten müssen Sie selbst tragen. Das gilt sowohl für die reine Behandlung, als auch für die Operationskosten.

Grundbedingungen: Häufig wird die Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Impfplanes zur Bedingung gemacht. Halten Sie eine Impfung nicht ein und Ihr Tier wird danach krank, kann die Versicherung die Kostenübernahme ablehnen.

Tierarztrechnung: Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) setzt sich aus einem so genannten Grundwert und einem Steigerungssatz zusammen. Manche Versicherungen zahlen nur den „einfachen Satz“ oder haben andere Einschränkungen in diesem Bereich.

Haltungsbedingungen: Bei manchen Versicherungen erhöht sich der Beitrag, wenn die Katzen zum Beispiel ungesicherten Freigang haben, da das das Risiko der Versicherung erhöht.

Leistungsumfang: Der ist von Versicherung zu Versicherung sehr unterschiedlich. Manche zahlen zum Beispiel auch den Tierheilpraktiker, manche schließen bestimmte Verfahren aus.

Versicherungslaufzeit: Es gibt Versicherungen die nur ein Jahr lang laufen und immer wieder verlängert werden können, es gibt aber auch Laufzeiten von 5 oder 10 Jahren. Längere Laufzeiten senken zwar etwas die Beiträge, binden Sie allerdings für diesen Zeitraum an diese Versicherung.

Leistungsbeginn: Nicht jede Versicherungsleistung beginnt mit Ihrer ersten Beitragszahlung, damit schützen sich die Versicherungen davor, dass Sie zum Beispiel von der anstehenden Zahnsanierung schon wissen und nur deswegen die Versicherung abschließen.

Sie sehen, es ist sehr wichtig sich das ganze Kleingedruckte – die Versicherungsbedingungen genau durch zu lesen und auseinander zu klamüsern was sie im Einzelnen bedeuten. Wenn Sie sich für eine Versicherung interessieren, lohnt sich der Vergleich der Bedingungen und der Kosten mehrere Versicherungen auf jeden Fall!

Tierkrankenversicherung – Sinn oder Unsinn?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, es spielen verschiedene Faktoren dabei eine Rolle. Das fängt mit Ihren eigenen Lebensumständen an und hört mit der Situation Ihres Tieres auf.

Wenn Sie zum Beispiel eine jüngere Katze mit einer bestimmten Erkrankung haben und davon ausgehen können, dass Sie trotz der Versicherungsbedingungen wahrscheinlich von der Versicherung profitieren könnten, dann macht sie auf jeden Fall Sinn.

Wenn Sie eine eher kränklichen Hund halten und über einen schmaleren Geldbeutel verfügen, dann wird Ihnen die Versicherung ein gutes Ruhepolster sein, immer für Ihren Hund alles Notwendige veranlassen zu können.

Letztendlich läuft es auf eine simple Rechenaufgabe hinaus:

12 x 20 Euro (durchschnittlicher Beitrag für Katzen) = 240 Euro pro Jahr

240 Euro x 15 Jahre (durchschnittliche Lebenserwartung) = 3600 Euro für 15 Jahre

zusätzlich + eventuellem Eigenbehalt oder Kosten, die die Leistungsgrenzen überschreiten

Am Besten rechnen Sie sich das mit den exakten Zahlen der in Frage kommenden Versicherung durch. Wenn Sie mehrere Tiere halten, gibt es oftmals einen Rabatt wenn alle bei der gleichen Versicherung versichert werden.

Eine überdenkenswerte Alternative zur Tierkrankenversicherung ist ein Sparbuch. Es setzt allerdings voraus, dass Sie zum einen jeden Monat eine Summe X darauf einzahlen und zum anderen so diszipliniert sind, dieses Geld ausschließlich für Tierarztrechnungen zu benutzen.

(c) Katja Tuszynski – www.wortwichtel.de

Trinkbrunnen für Hunde und Katzen

Donnerstag, Juni 17th, 2010

brunnen1Die Erfahrung hat gezeigt, dass Hunde und Katzen durch fließendes Wasser oftmals besser zum Trinken animiert werden. Deswegen gibt es mehrere speziell für Haustiere gefertigte Trinkbrunnen. Einige Überlegungen und Bewertungskriterien spielen vor der Anschaffung eine Rolle:

Material: Plastik, Keramik oder Porzellan? Plastik hat den Nachteil, dass sich in dem Material leichter Keime festsetzen können. Keramik und Porzellan können in einer unglücklichen Situation eher splittern.

Reinigung: Für mich ist eine Spülmaschinenfestigkeit wichtig. Trotzdem ist es zusätzlich notwendig, den Brunnen regelmäßig mit zum Beispiel Essigessenz grundzureinigen. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Reinigung ist die Pumpe. Nicht jede Pumpe ist dafür geeignet, dass man sie hin und wieder auseinander bauen und entkalken kann.

Fassungsvermögen: Die Größe des Brunnens und sein Fassungsvermögen richtet sich nach Größe und Anzahl der Haustiere.

Lautstärke der Pumpe: Auch hier gibt es einige Unterschiede, manche brummen recht laut, andere hört man gar nicht.

Stromverbrauch: Bei Nutzung rund um die Uhr spielt der Stromverbrauch natürlich eine Rolle.

Einstellmöglichkeit: Für mich ein wichtiger Punkt, die Fließgeschwindigkeit sollte einstellbar sein.

Neben den großen und bekannten Herstellern von Trinkbrunnen gibt es die Keramikbrunnen von Keramik im Hof. Dort werden in liebevoller Handarbeit Trinkbrunnen und Futterschalen in allen möglichen Farben hergestellt:

Trinkbrunnen von Keramik im Hof

Welche Erfahrung haben Sie bisher mit Trinkbrunnen gemacht?

Kostenfrage Hund

Samstag, Juni 12th, 2010

Die Anschaffung eines Hundes sollte vorher gut bedacht, aber auch berechnet werden. Oftmals unterschätzt oder übersieht man die Kosten, die ein Hund mit sich bringt. Sie müssen sich bewusst werden, dass nicht nur die Anschaffung, der Kauf selbst, eine Geldausgabe bedeutet.

Bei der Erstanschaffung (ein meiner Meinung nach unpassendes Wort für die Wahl eines vierbeinigen Partners) werden Sie folgende Kosten erwarten:

Der Hund selbst

Rassehund oder Mischling? – Bei einem guten Züchter werden Sie mit einem Minimum von 500 € Kaufpreis rechnen können. Die Preisangabe ist natürlich nach oben hin offen. Wie dieser Preis zustande kommt, erklärt Ihnen der Züchter sicherlich gerne.
Auch im Tierheim fällt eine Abgabegebühr für einen Hund an. Die Höhe des Betrags erfragen Sie am besten im betreffenden Tierheim oder Tierschutzorganisation selbst. Mit 100 € aufwärts können Sie aber rechnen.
In Inseraten in der Zeitung oder Aushängen beim Tierarzt werden oftmals Hunde aus privater Hand angeboten. Bei diesen Hunden handelt es sich meistens um Tiere, welche beispielsweise nicht mehr vom bisherigen Besitzer gehalten werden können oder aber um Nachwuchs, der nun alt genug ist, um in ein neues Zuhause zu ziehen. In den meisten Fällen sind dies meist Mischlinge oder Rassehunde ohne gültige Papiere, die durch einen „Unfall“ entstanden sind oder aber weil die Besitzer unbedingt mal Nachwuchs wollten.
Vielleicht hat aber auch ein Bauer in der Nachbarschaft junge Hunde, die er gerne verschenkt.
Für welchen Hund Sie sich entscheiden, liegt selbstverständlich in Ihrem eigenen Ermessen. Jedoch ist schon dieser Anfang eine sehr wichtige Entscheidung, die Sie gut durchdenken und abwägen sollten.

Für das heimische Wohlbefinden

Schlafplatz – Jeder Hund benötigt seinen festen Schlafplatz. Dieser sollte in einem ruhigen Bereich liegen und mit einem für den Hund bequemen Körbchen oder Hundematratze ausgestattet sein. Körbe benötigen in der Regel noch Decken oder Kissen, welche separat gekauft werden müssen. Zudem lohnt es sich ein Ersatzkissen oder –decke zu kaufen, falls das andere Stück mal in der Wäsche ist. Die Preise für Korb, Kissen, Decke und/oder Matratze sind sehr variabel. Es lohnt sich aber sicherlich in eine etwas bessere Qualität zu investieren, die dafür länger hält als manch Billigangebote. Mit 20 – 80 € können Sie auf jeden Fall rechnen.

Futterplatz – Der Hund sollte seinen Fressplatz an einer dafür bestimmten Stelle haben. Hier  finden sich dann die Futternäpfe. Diese gibt es in unterschiedlichen Versionen: Keramik, Plastik oder Metall. Wenn Sie sich für einen Welpen entschieden haben, bedenken Sie, dass dieser – abhängig von seiner Endgröße – später vielleicht auch mehr Futter und damit größere Näpfe benötigt.
Als Minimum benötigen Sie zwei Näpfe: einen als Futternapf und den anderen als Wassernapf.
Auch bei den Näpfen können die Preise stark variieren in Abhängigkeit von Größe und Material. Ab 3 € aufwärts für einen billigen Plastiknapf.

Indoor-Spielzeug – Ich mache hier einen Unterschied zu den Spielzeugen, welche auch für unterwegs und für draußen geeignet sind. Stofftiere und Ähnliches sind draußen, wo es sandig und nass sein kann, nicht wirklich tauglich. Beim Spielzeugeinkauf sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es auch hundetauglich ist:  Keine Kleinteile, die abgekaut und verschluckt werden können, kein Material, das schädlich für Hundemagen und –zähne (Abrieb!) ist.
Heutzutage gibt es Unmengen an Hundespielzeug zu kaufen. Sie können aber natürlich auch „Selbstgemachtes“ verwenden wie zum Beispiel ein ausrangiertes Geschirrspülhandtuch mit Knoten. Pro Spielzeug können Sie mit einem Startpreis von 3 € rechnen.

Futter – Ein gutes Hundefutter ist das A und O im Hundeleben. Auf dem Futtermittelmarkt finden Sie eine breitgefächerte Angebotspalette verschiedenster Sorten, Marken – und auch Qualitäten. Legen Sie viel Wert auf die Auswahl des richtigen Futters und Ihr Hund wird es Ihnen danken. Als Hilfestellung bei der Wahl des richtigen Futters finden Sie in unserem Hunderatgeber in der Rubrik „Ernährung von Hunden“ viele nützliche Informationen und Kriterien zu den unterschiedlichen Futtersorten. Auch wenn ein artgerechtes Premiumfutter auf den ersten Blick teurer erscheinen mag als eine günstige Marke, so sparen Sie letztendlich doch, da gutes Futter besser bekömmlich ist und in geringeren Mengen gefüttert werden muss. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.
Mit 20 – 100 € im Monat (abhängig von Futter und Größe des Hundes können Sie kalkulieren.

Für unterwegs

Leine -  Eine Leine sollten Sie mindestens besitzen. Es empfiehlt sich jedoch über die Zeit wenigstens eine weitere Leine – auch als Ersatz, falls die erste Leine mal kaputt geht – anzuschaffen. Es gibt viele unterschiedliche Leinen: Sie unterscheiden sich in Länge, Material und auch der Handhabung – Entscheiden Sie, welche für Sie und Ihren Hund die richtige ist.
Eine einfache Leine kostet ab 10 € aufwärts.

Halsband/Geschirr -  Sie haben die Wahl vom bunten Nylonhalsband bis hin zum schlichten Lederhalsband.  Für einen Welpen, der später mal groß wird, könnte es nützlich sein ein Halsband, das „mitwächst“ (verstellbar ist) zu kaufen. Und wenn Sie ein Geschirr für Ihren Hund bevorzugen, so finden Sie auch hier eine große Auswahl, die eine Entscheidung nicht so leicht werden lässt. Würge- und Stachelhalsbänder sollten Sie gar nicht erst in Betracht ziehen! Günstige Halsbänder gibt es bereits schon für wenige Euro; Preise für Geschirre starten bei rund 15 €.

Outdoor-Spielzeug – Wie beim Indoor-Spielzeug gilt: Es muss gefahrfrei sein (keine Teile, die sich verschlucken lassen oder die Zähne schädigen). Kongs, Bälle, Frisbee-Scheiben, Quietschetiere, Tauspielzeuge – das Angebot an Hundespielzeug ist riesig, wenn auch manchmal nicht unbedingt sinnvoll. Sie werden erst einmal ausprobieren müssen, was Ihr Hund gerne mag. Liebt er es hinter dem Ball hinterher zulaufen oder bevorzugt er doch lieber die Frisbee-Scheibe. Ein einfaches Spielzeug startet preislich ungefähr bei 3 €.

Autosicherung – Ihr Hund muss während der Fahrt im Auto gesichert sein; zu hoch sind die Gefahren (nicht nur für Ihren Hund), wenn Sie mal stark bremsen müssen oder gar einen Unfall erleiden. Vom Anschnallgurt über Hundegitter bis hin zur Hundebox – die Möglichkeiten seinen Hund während der Fahrt im Auto zu sichern sind heutzutage wesentlich ausgereifter als noch vor gar nicht allzu langer Zeit. Es kommt auf die Größe des Hundes und der Art Ihres Autos an, welche Möglichkeit für Sie am besten ist. Es gibt Geschirre speziell für diesen Zweck, mit dem Ihr Hund dann auf der Rückbank wie mit einem normalen Anschnallgurt angeschnallt wird. Auch gibt es Adaptergurte für ein normales Geschirr mit einem entsprechenden „Stecker“ zum Anschnallen. Sie können rund 20 € einkalkulieren – Treffen Sie Ihre Entscheidung hier nicht nach dem Preis, sondern nach der Qualität. Sicherheit geht vor! Alternativ Hundeboxen, die in den Kofferraum eines Kombis gestellt werden und in denen der Hund während der Fahrt sitzt. Für einen kleinen Hund ist die Box in der jeweiligen Größe natürlich günstiger. Die Preise fächern sich je nach Größe und Boxmodell zwischen 20 und 200 €.
Eine weitere Sicherung ist das Autohundegitter. Dieses soll den Bereich, in dem sich der Hund aufhält vom Fahrer- oder auch Insassenbereich trennen. Es gibt viele verschiedene Varianten, die unter anderem natürlich auch abhängig vom Fahrzeugtyp sind. Weiterhin unterscheidet man zwischen fest eingebauten Hundegittern und Typen, die sich leicht wieder demontieren oder wegklappen lassen. Auch hier gilt, dass Qualität und Sicherheit Vorrang vor dem Preis haben.

Für die Pflege

Bürsten, Kämme – Nicht nur langhaarige Hunde benötigen regelmäßige Fellpflege. Die Wahl der richtigen Bürsten und Kämme ist abhängig von der Fellbeschaffenheit. Das Angebot ist groß und Sie werden bestimmt das richtige „Werkzeug“ finden. Die Preise starten hier bei rund 5 € pro Bürste.

Zeckenzange – Ist und bleibt wohl leider ein Muss in einem Hundehaushalt. Auch wenn Sie Ihren Hund prophylaktisch mit Flohhalsband und/oder Spot-On vom Tierarzt ausstaffieren, früher oder später wird er trotzdem mal eine Zecke haben.  Allerdings ist dies auch eine Anschaffung, die in der Regel im Hundeleben nur einmal zu tätigen ist (vorausgesetzt Sie verklüngeln die Zeckenzange nicht). Es gibt unterschiedliche Modelle, deren Preis bei rund 2,50 € beginnt.
Im Onlineshop von Petsnature finden Sie beispielsweise den Zeckenhaken.

Floh- und Zeckenschutz – An diesem Punkt scheiden sich manche Geister. Während die einen rein biologische Mittelchen bevorzugen, bestehen die anderen auf Mittel vom Tierarzt. Es gibt Halsbänder mit unterschiedlichen Stoffen, welche die Parasiten abwehren oder abtöten sollen oder aber Tabletten und Spot-Ons, die über den Hundekörper wirken. Entsprechend dieser Unterschiede ist es schwierig eine genauere Preisangabe zu machen, da zusätzlich auch die Hundegröße bei einigen Mitteln eine Rolle spielt. Ungefähr können sie aber mit 10- 20 € rechnen.

Krallenschere – Die Krallenschere ist wie die Zeckenzange ebenfalls eine einmalige Anschaffung. Es gibt sie in verschiedenen Größen und sie kostet ab 4 € aufwärts. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt zeigen, wie Sie Ihrem Hund bei Bedarf selbst die Krallen schneiden können. Das spart dann die Tierarztkosten auf lange Sicht.

Optionale Fellpflegemittel -  Manche Hunderassen bedürfen einer aufwändigeren Fellpflege als andere. Dazu gibt es eine Reihe von Shampoos und Pflegemitteln auf dem Markt. In der Regel jedoch sollte ein Hund nur bei Bedarf gewaschen werden, wenn er sich zum Beispiel mal wieder in etwas Unappetitlichem gewälzt hat. Dann sollten Sie ein Shampoo verwenden, welches auf das Tier zugeschnitten ist (frei von Parfumstoffen und Ähnlichem). Kostenpunkt: rund 4 €

Hundefriseur – So manch ein Hund – abhängig von Rasse und Fell – bedarf auch regelmäßigen Friseurbesuchen.  Wie oft es notwendig ist und wie teuer der Friseurbesuch wird, besprechen Sie am besten mit dem Hundefriseur direkt.

Beim Tierarzt

Der Tierarzt berechnet seine Preise anhand der Gebührenverordnung für Tierärzte, kurz GOT. Welchen Satz er nimmt, steht dem Tierarzt frei – er kann ihn nach eigenem Ermessen wählen. Natürlich macht es auf der Rechnung große Unterschiede, wenn er den dreifachen statt des einfachen Satzes nimmt. In der Regel lässt der Tierarzt bei dieser Wahl auch die Umstände mit einfließen: Handelt es sich um eine einfache Tätigkeit oder ist sie mit mehr Aufwand verbunden? Ist der Tierarztbesuch während oder außerhalb der normalen Sprechzeiten? Aber auch die Umgänglichkeit des Patienten kann den Preis beeinflussen.
Suchen Sie Ihren Tierarzt nicht nach seinen Preisen, sondern nach seinem Können aus.
Besprechen Sie deshalb immer vorher, wie teuer Sie der Tierarztbesuch zu stehen kommen kann, damit Sie gewappnet sind.

Gesundheitscheck – Ich selbst habe es bei dem Einzug meiner Hunde jeweils so gehalten, dass ich sie meinem Tierarzt vorgestellt habe. Zwecks kurzer Allgemeinuntersuchung und Besprechung des Impfstatus, Notwendigkeit einer Entwurmung etc.. Eigentlich wollte ich zugleich dem Tierarzt seinen künftigen Patienten vorstellen und umgekehrt. Denn man wird sich in den kommenden Jahren durchaus immer wieder mal begegnen.

Impfung – Bei einem Welpen steht die notwendige Grundimmunisierung ins Haus. Mit dieser beginnt in der Regel schon der Züchter, wenn der Welpe ca. sechs Wochen alt ist. Kann je nach Impfschema variieren. Erwachsene und grundimmunisierte Hunde sollten höchstens einmal im Jahr nachgeimpft werden. Besprechen Sie dieses Thema direkt mit Züchter und Tierarzt und informieren Sie sich selbst über Impfungen und Impfschutz, um die richtige Entscheidung für Ihren Hund treffen zu können.
Die Kosten sind abhängig vom Impfstoff und wogegen alles geimpft werden soll.  Dazu kommen die Kosten für Beratung, Untersuchung des Hundes und Impfbescheinigung. Nicht unter 30 €.

Ggf. Entwurmung – Bei einem Verdacht auf Wurmbefall empfiehlt es sich erst einmal den Hundekot untersuchen zu lassen. Nicht gleich mit der Chemiekeule klotzen, sondern zuerst den Verdachtsmoment abklären. Der Preis für die Wurmkur ist abhängig vom Medikament und vom Gewicht des Hundes. Er startet bei unter 10 €, kann aber auch die 20 € überschreiten.

Ggf. Kennzeichnung – Sollte Ihr Hund mal „verloren gehen“ ist es wichtig, dass er gekennzeichnet ist. Dies erfolgt heutzutage über ein kleines Chipimplantat, welches unter die Haut „gespritzt“ wird. Eine weitere Methode ist die Tätowierung. Dabei wird meist in die innere Seite des Ohrs eine Ziffer-Zahlenkombination tätowiert. Die Tätowierung kann aber auch an anderer Stelle wie beispielsweise Oberschenkelinnenseite angebracht werden. Chip und Tätowierung dient der Identifikation Ihres Hundes. Die Daten können zudem kostenlos bei TASSO, dem zentralen Haustierregister, hinterlegt werden, so dass nach einer Verlustmeldung der Besitzer des Hundes bei Wiederauffinden schnell ermittelt werden und der Hund schnell wieder nach Hause kann.

Ggf. Kastration – Vielleicht leben Sie mit Ihrer Hündin in einer Großstadt oder vielleicht hat Ihr Rüde schon früh Probleme mit anderen Rüden. Gründe für eine Kastration sind vielfältig, so dass die Kastration Ihres Hundes durchaus schon bei der Anschaffung einkalkuliert werden muss. Die Preise für die Kastrations-OP können unterschiedlich sein, orientieren sich aber natürlich auch an der GOT (Gebührenverordnung für Tierärzte). Auch hier gilt: Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt, wie hoch die anstehenden Kosten sind und auch, ob die Nachsorge im Preis inbegriffen ist.
Für eine Hündin ist der Kastrationspreis höher als für einen Rüden, da es sich bei ihr um einen Eingriff innerhalb des Bauchraumes handelt, während beim Rüden die Hoden oberflächlich unter der Haut erreichbar sind. Der Preis ist unter anderem abhängig von Narkose und Narkosemittel, Gewicht des Hundes und OP-Aufwand.  Rüde ab ca. 120 €, Hündin ab 250 €.

Unvorhergesehene Tierarztkosten – Wenn Ihr Hund krank wird, einen Unfall hat – nichts davon ist vorhersehbar und einkalkulierbar. Die hier entstehenden Kosten können ganz schnell in die Höhe schießen. Und wenn sowas auch noch am Wochenende bzw. außerhalb der Sprechzeiten passiert, werden die Kosten noch höher. Sie tun gut daran, wenn Sie eine Geldrücklage für solche Fälle haben. Legen Sie zum Beispiel ein kleines Sparbuch an, auf das Sie diese Rücklagen einzahlen. So sind Sie für die unvorhergesehenen Momente wenigstens etwas gewappnet. Schnell entstehen bei Notfällen Kosten von mehreren Hundert Euro.

Pflichten

Hundesteuer – Sie sind als Hundehalter dazu verpflichtet die Haltung Ihres Hundes (und jedes weiteren Hundes) zu versteuern. Die Hundesteuer ist eine Ordnungssteuer, die von den Gemeinden erhoben wird. Erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Gemeinde, wie hoch die Hundesteuer dort angesetzt wird.  Die Höhe der Hundesteuer ist abhängig von der Regelung und Satzung der Gemeinde Ihres Wohnorts.  Je nach Gemeinde und Hund können sich die Kosten auf 20 € bis 250 € pro Jahr belaufen. Ausnahme: Manche Gemeinden erheben eine höhere Hundesteuer für sogenannte Listenhunde.

Haftpflichtversicherung – Eine Haftpflichtversicherung für Ihren Hund abzuschließen ist zwar keine Pflicht, sollte aber vernünftigerweise trotzdem gemacht werden. Im Schadensfall können für Sie schnell hohe Kosten entstehen. Sei es durch Sachbeschädigung durch Ihren Hund oder einen Hundebiss – Schmerzensgelder, Behandlungskosten und Schadensersatz sind unberechenbare Kosten, die Sie durch den Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung im überschaubaren Rahmen halten können.  Bei der Wahl der für Sie richtigen Hundehaftpflichtversicherung achten Sie bitte auf den Leistungsumfang, den Deckungsbetrag und ob ein Selbstbehalt (Selbstbeteiligung im Schadensfalle) besteht. Ab rund 40€ pro Jahr.

Hundeschule – Für eine gute Erziehung und vor allem Sozialisierung Ihres Hundes ist der Besuch einer Hundeschule Gold wert. Auch Sie können hier im Umgang mit dem Hund und über den Hund selbst viel lernen. Eine Investition, die sich für Sie lohnen wird. Fragen Sie direkt bei Hundeschulen in Ihrer Umgebung nach den Preisen. Rechnen können Sie mit rund 10 € pro Stunde, abhängig von der Art des Kurses und ob Gruppen- oder Einzeltraining.

Sie sehen, es kommt gerade zu Beginn der Hundefreundschaft, des Zusammenlebens, zu höheren Kosten als vermutet. In der heutigen Zeit ist die Hundehaltung leider nicht für jedermann ohne Weiteres erschwinglich. Vielleicht hat dies aber auch den positiven Aspekt, dass man sich dreimal überlegt, ob man sich einen Hund leisten kann oder nicht. Benachteiligt sind ganz klar Mensch (wenn er sich den geliebten Hund nicht mehr leisten kann) und Hund (wenn Mensch sich unüberlegt Hund angeschafft hat und dann wieder abgibt, weil er mit den Kosten nicht klar kommt).

Menschen, die unerwartet in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und sich vielleicht ihren langjährigen Hundekumpel nicht mehr leisten können, können Hilfe und Unterstützung bei Vereinen wie der Tiertafel Deutschland e.V. finden.

Wenn Sie Fragen haben oder mit uns diskutieren möchten, so laden wir Sie herzlich in unser Forum ein: Forum von Petsnature


Quelle Fotos: www.sxc.hu & Wikimedia Commons

© Jill Peters 2009 – www.visions-inside.de

Alt und krank?

Freitag, Juni 4th, 2010

Mein Mann und ich suchten Anfang 2008 nach einem weiteren Kater für unsere Katzengruppe, die bis dahin aus Kater Moritz (damals 13 Jahre alt), Kätzin Lady und Kätzin Cari (beide damals 11 Jahre alt) bestand.

Wir hatten uns einige Jahre zuvor entschieden, nur noch erwachsene Katzen ab 8 Jahren aufzunehmen, weil erwachsene bzw. ältere Katzen schlechte Chancen haben ein Zuhause zu finden. So kam unsere Lady kam im Alter von acht Jahren und die Cari im Alter von ca. 10 Jahren zu uns.

Im Internet sahen wir die Anzeige einer Organisation, die Katzen und Hunde in Spanien rettet, die Tiere versorgt und dann in Spanien und ins Ausland vermittelt. Der Kater war bereits über 8 Jahre alt und hatte bis dahin kaum Interessenten. PiciasVerm.

Picias war damals mindestens acht Jahre alt. Eine Spanierin hatte von Anwohner erfahren, daß dieser Kater dort schon lange Zeit herumlief. Sie dachte zunächst, es handele sich bei dem Kater um eine trächtige Kätzin, die kurz vor der Geburt steht. Denn der Kater war sehr abgemagert und hatte einen extrem dicken Bauch hatte. Da er sich schon lange Zeit an diesem Ort befand und sich niemand für ihn interessierte, befragte sie die Nachbarn und mit viel Aufwand fand sie die ehemaligen Besitzer.

Diese Menschen waren drei Jahre zuvor umgezogen, hatten dem Kater einen Karton vor die Tür gestellt und ihn sich selbst überlassen. Drei Jahre, also drei Sommer und drei kalte Winter hat sich der Kater durchgeschlagen, sein Futter zusammengesucht und in seinem alten nassen Karton geschlafen.

Picias Retterin konnte die Menschen überreden ihr den Kater zu überlassen, natürlich mit schriftlicher Bestätigung.

Wir wurden informiert, daß der Kater laut Tierklinik vermutlich an einer Futtermittelallergie leide, denn er erbrach sehr viel. Mit einer bestimmten Sorte Futter würde er aber gut klarkommen. Picias kam zu uns und lebte sich schnell ein. Er war so extrem menschenbezogen und verschmust, daß wir uns täglich fragten, wie sehr der Kater wohl draußen alleine gelitten haben muss.

Mit den anderen Katzen vertrug er sich anfangs eher leidlich. Wir denken, daß er in den Jahren der Einsamkeit viele Auseinandersetzungen erlebt hat, so dass er anderen Katzen gegenüber ablehnend reagierte. Aber das konnten wir mit alternativen Heilmethoden gut behandeln. Nach wenigenWochen war eine gute Tendenz zu erkennen.

Ca. 6 Wochen nach seinem Einzug ging es ihm gesundheitlich schnell schlechter, er erbrach sehr viel und sehr schlimm. Diverse umfangreiche Untersuchungen ergaben, dass der Kater unter mehreren schweren organischen Erkrankungen litt, einen Lungentumor hatte und einiges mehr.

Die Tierärzte machten uns wenig Hoffnungen. Nach weiteren Wochen sagte man uns, dass wir darüber nachdenken sollten, den Kater einschläfern zu lassen.

Wir wollten noch eine einzige Chance nutzen, weil wir sahen, wie gerne Picias lebte. Er liebte das Leben, mit allen seinen Facetten, er liebte das Spielen und Rennen und man sah ihm an, daß er sich alle paar Minuten neuen Schabernack ausdachte.

Wir besprachen mit der Tierheilpraktikerin eine letzte Therapie und die brachte den Kater auf die Beine. Es war deutlich zu sehen, daß er leben wollte, so sehr leben wollte.

Mit intensiven homöpathischen Behandlungen kam er zu Kräften. Es änderte sich zwar wenig an seinen Blutwerten, auch der Tumor blieb, aber der Kater nahm wieder Nahrung zu sich und fing langsam an zu spielen…..er war zurück im Leben.  SpielPicias

Von dem Tag an war uns klar, dass wir noch einmal wertvolle Zeit geschenkt bekommen haben und wir nutzten sie genauso wie Picias.

Picias liebte mittlerweile seine kätzischen Gefährten. So ging es hier munter über Tische und Bänke und er genoss den Spätsommer auf dem Balkon, unsere Spiele und die gemeinsame Zeit.

Da unsere Katzen nur in der Wohnung leben und auf den katzensicher eingenetzten Balkon gehen können, denken wir uns immer neue Beschäftigungsmöglichkeiten aus, dazu gehört z.B. das Balancieren über eine Holzlatte oder das Springen durch Reifen. Obwohl Picias all das nicht kannte, war er schnell mit großem Eifer dabei.

SpringPicias

Picias genoß seine Zeit sichtlich. Er liebte uns, er liebte unsere Besucher, er liebte jeden Menschen, er liebte es gestreichelt zu werden, er liebte es umarmt zu werden, er legte sich dann wie ein Baby in den Arm und schlief umgehend ein. Er hatte viel nachzuholen.

KuschelPicias

Im September 2009 war die Zeit des Abschieds gekommen. Picias´Körper wurde schwächer und er schlief sanft ein.

Ja, natürlich waren wir sehr traurig. Traurig, dass wir diesen kleinen tapferen Kater nur 16 Monate lang begleiten durften. Aber aus der Trauer wurde eine tiefe Freude, daß wir ihn seine letzten 16 Monate begleiten durften.

Er bekam bei uns noch einmal die Chance auf ein neues, ein lebenswertes Leben. Er bekam die Chance noch einmal geliebt und gehalten zu werden, entspannt die Sonne genießen zu dürfen, jederzeit satt zu werden und ohne Angst vor Gefahr und Kälte sein Leben zu leben.

Wir haben durch und mit Picias viel gelernt. Er hat alles mit Freude angenommen, voller Herzenslust gespielt und seine Zuneigung vehement eingefordert. Er hat uns so oft zum Lachen gebracht mit all seinen komischen Ideen, dass wir dankbar sind, daß wir ihn kennen- und liebengelernt haben.

PiciasPortrait

Picias´Platz blieb drei Monate leer, aber es war dann doch klar, daß wieder ein erwachsener Kater einziehen soll.

Und so zog Yogi ein, ein ca. 9jähriger Kater, der viele Jahre in einem vermüllten Messihaushalt lebte. Mindestens vier Jahre davon verbrachten er und seine vielen Katzen- und Hundegefährten in Dunkelheit, weil die Besitzerin psychisch krank war und die Fenster mit Bretter vernagelt hatte. Auch Yogi hat den Weg zurück in ein normales Leben gefunden. Und wieder staunen wir und freuen uns, daß erwachsene Katzen mit schwieriger Vergangenheit durchaus in der Lage sind, ihre neue Chance wahrzunehmen und zu leben….aus vollem Herzen zu leben.

MoCaYoFür uns ist klar, daß wir nur noch ältere Katzen aufnehmen werden. Sicher, sie sind eigen, aber sind wir Menschen das nicht auch? Wir haben eine “Katzen-Patchwork-Familie”, in der jeder sein Päckchen zu tragen hat. Aber wir haben eine Basis gefunden, die für alle Katzen gut ist.

Vielleicht kann Picias Geschichte dazu beitragen, dass auch andere Menschen sich auf das Abenteuer “ältere” Katzen” einlassen möchten. Denn auch, wenn ihre Zeit bei uns manchmal begrenzt ist, brauchen gerade die reiferen Samtpfoten einen Platz fürs Leben – und Menschen, denen sie ihre Liebe schenken dürfen.

Quelle Fotos 1 – 6: (c) Claudia

Ultimatives Katzenspielzeug – Da Bird

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Der Da Bird ist eine Katzenspielangel, die in den USA hergestellt wird. Das besondere an diesem Katzenspielzeug ist die aerodynamische Anordnung der Federn, sie ahmen fast perfekt den Flug eines Vogels inklusive eines leisen Flappflapp – Geräusches nach . Ich kenne aufgrund meiner Arbeit  viele Katzen und ihre Menschen, der Da Bird ist das einzige Katzenspielzeug das so gut wie jeder Katze gefällt, sie zu sportlichen Höchstleistungen animiert. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Wohnungskatze oder eine Katze handelt, die raus gehen kann. Doch Bilder sagen mehr als Worte, in den folgenden Filmchen sehen Sie Katzen beim Spielen mit dem Da Bird:

Film1

Film 2

In folgenden Online – Shops ist der Da Bird in Deutschland erhältlich:

Pfotenshop

Tinas Katzenspielzeug

Über Ebay kann man auch direkt in den USA kaufen, mit Pay Pal ist die Bezahlung sehr einfach:

Da Bird bei Ebay

Tipp: Kaufen Sie am besten gleich ein paar Ersatzfedern mit,  die Angel ist zwar besser und haltbarer verarbeitet ist als manch anderes Federspielzeug, doch letztendlich sind es nun mal Federn.

Und nun wünsche ich Ihnen und vor allem Ihrer Katze viel Spass beim Jagen!

Ein Katzentag

Samstag, Mai 15th, 2010

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Morgens, nach dem Aufwachen, wird erstmal ausgiebigst gegähnt, gereckt und gestreckt was das Zeug hält. Es folgt ein orientierender Blick in die Runde, ob denn noch alles da ist wo es hingehört. Anschließend schnell dem Menschen und der anderen Katze Köpfchen geben, denn…

…jetzt wünschen die Herrschaften ihr Frühstück. Aber ein bisschen Beeilung bitte, sie haben heute noch viel vor!

Nach dem Essen müssen allerdings zuerst die vorderen Pfoten und der Kopf gesäubert werden, am besten auf einem exponierten Platz, der hell, warm, etwas weiter oben und zentral gelegen ist. Und lieber Mensch, mach jetzt bitte nicht so viele Geräusche, die uns Katzen in unserer Konzentration stören könnten.

Der erste Kontrollgang des Tages ruft. Steht alles wirklich noch an seinem Platz? Auf jeden Fall muss jede Ecke neu kratzmarkiert werden, damit hier niemand auf dumme Gedanken kommt!

maja235300Einer erfolgreichen Überprüfung des Reviers folgt der Abbau überschüssiger Energie. Dazu rennt und tobt Katze durch die ganze Wohnung. Rauf aufs Sofa und wieder runter, um die Ecke in den Flur und wieder zurück, den Kratzbaum hinauf, kurz innehalten um die Krallen zu schärfen und ein lautes “miauorgh” auszustoßen und wieder hinunter, abermals übers Sofa und flugs ins Schlafzimmer bis aufs Fensterbrett. Dort wirft Katze einen sekundenschnellen Blick hinaus und weiter gehts.  Katze flitzt dem Menschen vor die Füße und ab in Küche die anderen Katzen über den Haufen rennen.

Durchs Toben auf den Geschmack gekommen findet Katze, dass es nun Zeit ist zu Spielen und teilt dieses ihrem Menschen vehement mit. Es folgt eine Jagd nach dem Band durch die Wohnung, danach wird den geworfen Mäusen hinterher gesprungen. Dem schließt sich der Kampf mit dem Federwedel an und die Maus am Gummiband wird lang gezogen.

Derart animiert rasen jetzt alle Katzen, eine der anderen hinterher. Auflauern, bespringen, den anderen niederringen, sich gegenseitig in den Nacken beißen und wieder und wieder und wieder.

Nach der ganzen Toberei ist Ausruhen angesagt. Zeit zum Dösen und Träumen, denn auch im Traumland warten aufregende Dinge. Der Mensch ist in der Zwischenzeit zur Arbeit gegangen.

Auf das erfrischende Schläfchen folgt die Fellpflege. Es wird ausgiebig jeder Quadratzentimeter mit der Zunge und den Zähnen bearbeitet. Eine Pediküre darf nicht fehlen und der Schlafplatz wird gewechselt. Mal gucken ob Katze hier in der Sonne noch besser schlafen kann. Zwischendurch wird natürlich ab und zu das Katzenklo besucht und ordentlich durchgepflügt. Ordnung muss schließlich sein!

Wenn der Mensch abends mit vollen Tüten nachhause kommt, wird er kurz begrüßt, bevor Katze sich voller Inbrunst auf die Taschen stürzt. Jedes einzelne Stück wird genauestens inspiziert bevor Mensch es wegräumen darf. Katze will ja schließlich informiert sein.

Zeit fürs kätzische Abendbrot. Mmhhh ist das lecker. Und wieder putzen.

Doch was ist das? Der Mensch hat sich vor seinen Computer gesetzt. Das geht doch nicht. Nenenene. Katze zeigt ihm sehr deutlich, dass sie jetzt spielen will. Also spielen. Wie gehabt.

Wenn die Katzen wieder zusammen die Wohnung unsicher machen, darf der Mensch kochen. Ab und zu wird geguckt was er da macht. Riecht ja gut. Sobald das Essen auf dem Tisch steht, muss Katze natürlich schnuppern kommen. Und wird zur allerliebsten Katze auf der Welt. So was Süßes hat Mensch noch nicht gesehen. Doch, gestern Abend, aber eigentlich kein Vergleich. Auf jeden Fall ist es unmöglich die Katze nicht auch mal probieren zu lassen.

lil69x300Später, beim Fernsehen, ist Schmusen angesagt. Katze dreht sich ab und zu, damit wirklich jeder Körperteil drankommt. Der Motor wird angeschmissen und losgeschnurrt. Lieblingsstelle ist natürlich der Bauch. Deshalb ab auf den Rücken, Vorderpfoten hoch strecken zum Luft treteln, Hinterpfoten einknicken. Und schnurren. Das tut gut. Dem folgt wieder eine genießerische Fellpflege, die Menschenhand gleich mit. Bis Katze wegschlummert.

Nachher, bevor der Mensch schlafen gehen will, noch einen letzten Kontrollgang durchs Revier, etwas müde spielen lassen, das Nachtleckerli genießen und ab ins Bett. Mensch liegt ja schon. Also rauf auf die Beine, Kuhle zurecht trampeln und ankuscheln. Mann, war das ein Tag. Und nun schlummern alle behaglich und träumen von ihren nächsten Abenteuern.

(c) Text + Fotos: Katja Tuszynski – little big cat