Muss man Katzen regelmäßig bürsten und kämmen?

(c) Katja tuszynski

Unsere Katzen sind Fellträger und ähnlich wie unsere Haare bedarf Fell einer besonderen Aufmerksamkeit des Trägers. Mit anderen Worten, wildlebende Katzen haben niemanden, der sie regelmäßig bürstet und kämmt. Doch dort draußen in der freien Wildbahn ist auch kein Mensch, der die Katzen regelmäßig streichelt und sich über ein gepflegtes seidiges Fell unter seinen Fingern freut.

Fell und Haut haben verschiedene Funktionen und gesunde und gut ernährte Katzen haben in der Regel kein Problem ihr Fell selbst zu pflegen. Doch gerade bei domestizierten Katzen greifen wir Menschen aus verschiedenen Gründen gerne in die Fellpflege unterstützend ein. Vor allem bei den Langhaarrassen kann das auch durchaus sinnvoll sein.

Zusätzlich zum reinen Pflegeaspekt kommt noch der Verwöhnfaktor. Viele Katzen genießen ihr tägliches – oder wöchentliches – Wellnessstreichelpflegeritual. Doch manche Katzen ist die Annäherung mit der Bürste auch sehr verhasst. Bei solchen Katzen würde ich als Mensch mich dafür nicht aufdrängen, sondern der Natur ihren freien Lauf lassen. Ausnahmen sind Katzen, die ihr Fell aus verschiedenen Gründen alleine nicht ausreichend pflegen können.

Tipp: Wenn ihr Katze den Kamm oder die Bürste nicht mag, dann am besten ganz von vorne mit einem kleinen Trainingsprogramm anfangen. Zuerst eine neue Bürste oder Kamm kaufen, sinnvollerweise eine, die zur vorhandenen Fellproblematik passt. Dann lässt man das Pflegewerkzeug erstmal ein paar Tage unbeachtet in Katzennähe liegen. Später fängt man Tag für Tag einen kleinen Schritt weiter gehend an, der Katze das tägliche kämmen mit viel Lob und während des Schmusen schmackhaft zu machen. Lieblingsleckerli sind hier auch sehr hilfreich. Ziel ist es, der Katze auf diesem Weg anzutrainieren, dass bürsten was tolles, ja eine Belohnung an sich schon ist. Die Katze bestimmt bei diesem Programm das Tempo, bei sehr ängstlichen Katzen wird es sicher länger dauern. Wichtig: Niemals die Katze drängen oder festhalten, immer alles mit etwas positivem verbinden.

Tipp für verfilzendes Fell: Taurin hat einen positiven Effekt, es macht die Fellstruktur irgendwie etwas „glatter“, so dass längeres Fellhaar nicht mehr so schnell verfilzt oder Knoten bildet. Aber bitte am besten reines Taurin in hochwertiger Qualität nehmen und dieses immer vorher in Wasser etwas auflösen. Man kann es zum Beispiel sehr gut in die Trinkwasserschale geben, dabei aber bitte auf die Dosierung achten.

Weitere interessante Tipps zum Thema Fellpflege

Was sagt deine Katze zu diesem Thema?